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Sep.
Gesunde Strukturen, starke Führung: Seminar der märkischen Großsportvereine
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Die Herausforderungen sind mannigfaltig, reichen von der Akquise und Erhalt des Ehrenamts über Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zu sich wandelnden Ansprüchen der Aktiven und Mitglieder. Sportvereine und ihre Funktionäre haben zahlreiche Aufgaben zu bewältigen – und das meist neben ihrem eigentlich alltäglichen Brot: dem Sportbetrieb. Das gilt insbesondere auch für die Brandenburger Großvereine.
Um gemeinsam Antworten auf aktuelle Fragen zu finden, treffen sie sich auf Einladung des Landessportbundes Brandenburg und seiner Europäischen Sportakademie Brandenburg (ESAB) einmal jährlich zu einem Seminar. So auch in diesem Jahr: Im „Haus des Sports“ in Potsdam kamen gut 30 Vereinsvertreter zusammen, um unter dem Motto „Gesunde Strukturen, starke Führung“ frische Ideen, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und eigene Erfahrungen miteinander zu diskutieren.
In seiner Eröffnungsrede sicherte LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach den Vereinen nicht nur weiterhin Unterstützung zu, sondern ging auch auf einige Sorgen hinsichtlich vermeintlich neuer oder sich verändernder Rahmenbedingungen ein. Zunächst sei es wichtig, „zwischen Panikmache und tatsächlichen Risiken“ zu unterscheiden, so Gerlach.
Während er die öffentlich intensiv diskutierte mögliche Besteuerung der Mitgliedsbeiträge von Vereinen eher der ersten Kategorie zuordnete („Die wird es nicht geben.“), sehe die Situation beim Vorschlag der Rentenkommission, Minijobs abzuschaffen, anders aus. „Es gibt aus meiner Sicht nichts unverständlicheres als das Ende von Minijobs“, so Gerlach. Eine Einschätzung, die er keineswegs exklusiv hat. Im Gegenteil: „Es gibt eine konzertierte Aktion des deutschen Sports. Wir werden alles dafür tun, dass das nicht passiert.“
Zumal es in den Vereinen ohnehin zunehmend an personellen Ressourcen mangelt. So hat der organisierte Sport laut DOSB allein in den Jahren zwischen 2014 und 2019 rund eine Million Ehrenamtliche ziehen lassen müssen. Und die Tendenz hat sich seitdem offenbar nicht grundlegend geändert. Bei einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Sporthochschule Köln im Rahmen des Sportentwicklungsberichts von 2025 gaben fast zwei Drittel aller Sportvereine die Gewinnung und Bindung Ehrenamtlicher als ihre aktuell größte Sorge an.
Kein Wunder also, dass dieses Thema auch einen zentralen Schwerpunkt des Brandenburger Großverein-Seminars darstellte. Sowohl der erste Themenblock „Engagement langfristig sichern“ als auch der zweite Abschnitt „Führungsstruktur und Vereinsphilosophie“ widmeten sich – direkt oder indirekt – der Frage, wie Vereine ihre personellen und organisatorischen Strukturen zukunftsfähig gestalten können.










