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20220816_picture-alliance--Geisler_Fotopress Erfolgstrio: Pauline Grabosch, Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich (von links) holten Gold im Teamsprint. Foto: picture alliance/Geisler
Erfolgreiche Auftakttage: Hinze und Co drehen bei den European Championships mächtig auf

Die European Championships in München ziehen aktuell nicht nur Deutschland in ihren Bann. Ganz Europa blickt interessiert auf die kontinentalen Titelkämpfe in gleich neun verschiedenen Sportarten. Und besonders ins Auge fallen dabei in den ersten Tagen der Wettkämpfe auch Brandenburgs Sportlerinnen und Sportler – allen voran die amtierende Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze vom RSC Cottbus. Die 24-Jährige dominiert die Bahn von München schon fast nach Belieben: drei Starts, drei überzeugende Auftritte, drei Titel. Erst holte sie am zweiten Wettkampftag gemeinsam mit Clubkollegin Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch, die ebenfalls in Cottbus trainiert, Gold im Teamsprint, um einen Tag später das 500 m Zeitfahren für sich zu entscheiden. Am Montag dann legte sie beim Sprint nach und krönte sich zum dritten Mal in München zur Europameisterin. Und das muss noch nicht alles gewesen sein, denn noch stehen die Keirin-Wettbewerbe (Finale, heute 17.40 Uhr) aus, in denen sie genauso wie Lea Sophie Friedrich bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden wird.

Neben den schnellen Frauen aus Cottbus bewiesen aber auch ihre männlichen Clubkollegen Erfolgshunger. Moritz Malcharek fuhr im Scratch zur Vizemeisterschaft und Maximilian Dörnbach sprintete im Zeitfahren zu Bronze.

Abseits des Bahnradovals war insbesondere Laura Lindemann, die aus Brandenburger Sicht für Furore sorgte. Im Einzelrennen musste sich die Potsdamerin nur knapp um neun Sekunden der neuen Europameisterin Non Stanford aus Großbritannien geschlagen geben. Im Mixed-Wetbewerb, in dem sie gemeinsam mit ihrer Teamkollegin von Triathlon Potsdam, Nina Eim, sowie Valentin Wernz und Simon Henseleit an den Start ging, holte sie ebenfalls Silber.

Silber – und damit erstmals überhaupt eine Medaille bei internationalen Titelkämpfen – gab es auch für Christopher Linke. Der Geher vom SC Potsdam überzeugte – wie schon so häufig bei großen Wettbewerben – auch in der Hitze von München über die 35 Kilometer. Doch im Unterschied zur Vergangenheit, wo der Potsdamer immer wieder knapp als Vierter oder Fünfter die Medaillenränge verpasste, schlug nun die große Stunde. Hinter dem Spanier Miguel Angel Lopez sicherte er sich den zweiten Platz.

Und die Brandenburger Hoffnung ist groß, dass weitere Medaillen durch Aktive des Sportlands folgen werden. Denn in den nächsten Tagen stehen noch zahlreiche Entscheidungen auf dem Programm. So werden ab Donnerstag die schon bei der WM in Kanada vor wenigen Tagen so erfolgreichen Kanutinnen und Kanuten des KC Potsdam in München in die Finals einsteigen. Vorher könnte aber noch heute in der Leichtathletik die nächste Brandenburger Medaille herausspringen, wenn Linkes Clubkollegin vom SC Potsdam, Diskuswerferin Kristin Pudenz, für das Finale den Ring betritt.

 

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