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Feb.

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Sportland baut Position als wichtigster zivilgesellschaftlicher Player aus

In einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung, Gemeinschaft und verlässlichen Strukturen suchen, gewinnen Brandenburgs Sportvereine weiter an Bedeutung. 411.450 Brandenburgerinnen und Brandenburger sind 2026 Mitglied in einem der 2.941 märkischen Sportvereine – 15.411 mehr als im Vorjahr. Das zeigt die aktuelle Bestandserhebung des Landessportbundes Brandenburg e.V. (LSB). Mit einem Organisationsgrad von 16,09 Prozent ist inzwischen fast jede sechste Person im Land in einem Sportverein aktiv. Damit baut der märkische Sport seine Position als zentraler Akteur der Zivilgesellschaft weiter aus. Die Zahlen stehen nicht nur für sportliche Aktivität, sondern für gelebte Gemeinschaft, ehrenamtliches Engagement und stabile soziale Netzwerke – in den Städten ebenso wie im ländlichen Raum.

Für den LSB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Gerlach ist diese Entwicklung Anerkennung und Auftrag zugleich: „Es macht mich stolz, dass unsere Sportfamilie weiter wächst. Unsere Vereine leisten Herausragendes – im urbanen Raum ebenso wie in unseren ländlichen Regionen. Sie geben Halt, schaffen Begegnung und entwickeln mit großem Engagement immer wieder neue Ideen. Der Sport ist längst mehr als Freizeitgestaltung – er ist ein Stabilitätsanker für unsere Gesellschaft.“ Gleichzeitig betont Gerlach, dass dieses Wachstum nicht selbstverständlich ist: „Seit Jahrzehnten tragen Ehrenamtliche Verantwortung weit über den Trainingsbetrieb hinaus. Dieses Engagement verdient nicht nur Respekt, sondern verlässliche Rahmenbedingungen.“ Das Land Brandenburg habe mit der Anhebung der Sportförderung ein wichtiges Signal gesetzt. Doch angesichts wachsender bürokratischer Anforderungen und des hohen Investitionsbedarfs in der Sportinfrastruktur sei klar, dass weitere Schritte notwendig sind. „Wer den Sport stärkt, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in den Altersgruppen mit dem größten Mitgliederzuwachs wäre zusätzliche Unterstützung eine direkte Investition in die Zukunft unseres Sportlands.“

Besonders dynamisch entwickelt sich der Nachwuchsbereich. Allein unter den unter 27-Jährigen verzeichnen die märkischen Vereine 6.560 neue Mitglieder. Insgesamt sind damit 185.867 junge Menschen in dieser Altersklasse organisiert. Herausragend ist die Gruppe der Sieben- bis 14-Jährigen: 2026 ist nahezu jedes zweite Kind (49,06 Prozent) in einem Sportverein aktiv.

Mitgliederstärkster Kreis- bzw. Stadtsportbund bleibt der Stadtsportbund Potsdam mit 39.961 Mitgliedern, gefolgt vom Kreissportbund Potsdam-Mittelmark (36.731) und dem Kreissportbund Oberhavel (31.285). Den höchsten Organisationsgrad weist weiterhin der Stadtsportbund Cottbus mit 27,55 Prozent auf.

Der Fußball behauptet seine Spitzenposition als mitgliederstärkste Sportart im Land. Zum Stichtag 1. Januar 2026 waren 97.632 Aktive im Fußball-Landesverband Brandenburg organisiert.

Der mitgliederstärkste Sportverein des Landes ist der FC Energie Cottbus (5.943) vor dem SC Potsdam (5.366) und dem TSV Falkensee (4.230).

Gesamtstatistik 2026

Statistiken Vorjahre

 

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