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Okt.

20261009_tessa_lange Foto: dpa picture alliance für Sporthilfe
Marzillier und Lange sind Deutschlands „Sporthilfe Juniorsportler bzw. Juniorsportlerin des Jahres“

Das Sportland darf sich über zwei weitere ganz besondere Ehrungen für seine Aktiven freuen. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat Max Marzillier vom BPRSV Cottbus sowie Tessa Lange vom SC Potsdam am gestrigen Abend als „Sporthilfe Juniorsportler“ bzw. „Sporthilfe Juniorsportlerin“ des Jahres 2026 ausgezeichnet. Für die beiden märkischen Nachwuchsasse war dies die Belohnung einer herausragenden Leichtathletik-Saison. Während Lange in der Kategorie Gehörlosensport bei der Sportler-Wahl triumphierte, holte sich Marzillier den Sieg in der Kategorie Para-Sport.

Die 21-jährige Tessa Lange hatte die Jury mit einem überragenden Auftritt bei den Deaflympics in Tokio, der größten internationalen Multisportveranstaltung für Athletinnen und Athleten mit Hörbeeinträchtigung, überzeugt. Im Spätherbst 2025 holte die Sprinterin dort neben Gold in der 4×100-Meter-Staffel auch zwei Silber- sowie eine Bronzemedaille. Dabei sieht sie in dem nun verliehenen Titel mehr als eine individuelle Auszeichnung für sich: „Ich freue mich über die Möglichkeit, als Vorbild für andere gehörlose Sportlerinnen und Sportler wahrgenommen zu werden. Die Deaflympics sind außerhalb des Gehörlosensports noch nicht besonders bekannt. Deshalb ist es wichtig, die Aufmerksamkeit zu nutzen und zu zeigen, welche Leistungen gehörlose Athletinnen und Athleten erbringen.“ Auszeichnungen, Interviews und Medienauftritte könnten dabei helfen, sagt sie: „So können wir den Gehörlosensport sichtbarer machen und jungen gehörlosen Menschen zeigen, welche Fördermöglichkeiten es gibt. Das kann sie motivieren, selbst Sport zu treiben, dranzubleiben und für ihre Ziele zu kämpfen.“

Für die 21-Jährige war es im Übrigen nicht die erste Ehrung der Sporthilfe. Bereits 2023 hatte sie bei der Wahl triumphiert. Seit 2022 wird Tessa Lange von der Sporthilfe gefördert. „Ohne diese Unterstützung wäre vieles schwieriger. Durch die Förderung kann ich mich besser auf mein Training und meine sportlichen Ziele konzentrieren.“

Auch Max Marzillier wird von der Sporthilfe seit 2021 unterstützt. Ein wichtiger Meilenstein auf seinem Weg hin zum Para-WM-Titel in diesem Jahr über die 400 Meter. In Indien sprintete er im vergangenen Herbst mit einem unwiderstehlichen Finish zu seinem ersten WM-Gold. Die Ehrung der Sporthilfe kam für ihn dennoch überraschend: „Die Auszeichnung bedeutet mir unglaublich viel und ist eine tolle Wertschätzung.“ Dabei geht aus auch dem 25-Jährigen nicht so sehr um den eigenen Erfolg. „Sichtbarkeit ist für den Para-Sport unfassbar wichtig. Als Athlet wünsche ich mir, dass mehr Menschen wahrnehmen, welche Leistungen wir erbringen und dass diese Leistungen genauso Aufmerksamkeit verdienen wie die von olympischen Sportlerinnen und Sportlern“, sagt der Weltmeister. „Wenn Para-Sport bei solchen Veranstaltungen sichtbar wird, können wir damit auch Menschen erreichen, die bisher wenig Berührungspunkte mit Sport hatten. Vielleicht sehen sie uns und bekommen Lust, selbst aktiv zu werden.“

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