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20260126_SdS_web Platz vier ging an den Förderverein der Bauhausschule Cottbus. Foto: BVR/DOSB
„Großer Stern des Sports“ in Gold: Rang vier für Cottbuser Verein

Grenzenlose Freude in Ostwestfalen und viel Stolz auch beim Förderverein der Bauhausschule Cottbus: Während die Turngemeinde Herford von 1860 für ihre Initiative „Vereinsheld 2025 – Unsere Zukunft ist Ehrenamt“ heute in Berlin beim Bundesfinale „Sterne des Sports“ mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2025 geehrt worden ist, landeten die Brandenburger auf Rang vier. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender überreichten die bedeutendste Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen in Deutschland gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Otto Fricke, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak. Neben den Pokalen erhielten die Vereine zwischen 10.000 Euro (Platz 1) und 1.000 Euro (Platz 4).

Dabei steht der Förderverein der Bauhausschule Cottbus mit seinem Projekt „Eine Schule, ein Team – wir bewegen uns!“ für gelebte Inklusion im Sport. An der Bauhausschule, die als Grundschule sowie als Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung einzigartig im Land Brandenburg ist, setzt sich der Verein dafür ein, dass Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam in Bewegung kommen. „Durch ein sehr engagiertes pädagogisches und therapeutisches Team, Eltern und Partnervereine werden vielfältige Sportangebote geschaffen, vom Drachenbootrennen bis zum Tischtennisturnier, die allen Teilhabe, Erfolgserlebnisse und Gemeinschaft ermöglichen“, erläutert Schulleiter Gregor Albrecht. Der Förderverein finanziert, organisiert und begleitet diese Projekte, um Barrieren abzubauen und Sport als Motor für Selbstvertrauen, Teamgeist und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Brandenburgs Sportminister Steffen Freiberg gratulierte den Cottbusern: „Wir erleben einen tollen Erfolg für einen engagierten Verein und für Brandenburg als Sportland insgesamt. Brandenburg setzt auf die verbindende Kraft des Sports – und dafür leistet der Förderverein der Bauhausschule Cottbus einen wichtigen Beitrag. Die vielfältigen Aktivitäten für eine inklusive Sportentwicklung sind zurecht gewürdigt worden. Ich gratuliere dem Verein und all seinen Aktiven und Unterstützenden zur Auszeichnung mit dem 4. Platz. Machen Sie weiter so!“

Der Sieger, die Turngemeinde Herford, überzeugte die Jury mit ihrer Initiative „Vereinsheld 2025 – Unsere Zukunft ist Ehrenamt“, mit der sie eine umfassende Kampagne gestartet hatte, um das Ehrenamt neu zu denken und nachhaltig zu stärken. „Die Initiative basiert auf sechs Säulen – von monatlichen Netzwerktreffen und einer eigenen Heldenakademie über Qualifizierungsformate bis hin zum innovativen NextGen-Stipendium, das junge Engagierte ab 13 Jahren finanziell und persönlich fördert“, so Frederick Humcke aus dem Vereinsvorstand der TG Herford.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte anlässlich der Siegerehrung: „All die großen Stars sind nicht vom Himmel gefallen, sie kommen aus vielen kleinen, oft ehrenamtlich geführten Vereinen. Deshalb muss uns bewusst sein: Ohne diese ehrenamtliche Arbeit, ohne dieses Engagement ginge gar nichts in Deutschland. Oder wie wir bei dieser Gelegenheit so oft sagen: ohne Breite keine Spitze. Ich liebe die ‚Sterne des Sports‘ auch deshalb so, weil es einmal im Jahr die große Gelegenheit gibt, unsere Würdigung und Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen auszudrücken und danke zu sagen. Wir sollten es nicht nur an einem Tag tun, aber gerade an diesem Tag – und an den anderen 364 Tagen mindestens daran denken.“

Hinter der siegreichen Turngemeinde Herford wählte die Jury den VfB Eilenburg aus Sachsen auf den zweiten Platz. Der Mehrspartenverein wurde für seine Initiative „FairPFIFFEN – Mut braucht Rückhalt“ mit einem Preisgeld von 7.500 Euro bedacht. Mit Rang drei und 5.000 Euro geehrt wurde der MTV Stuttgart 1843 für die vorbildhafte Gründung einer Parasport-Akademie.

Insgesamt hatten 17 Vereine – jeweils als Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Bronze auf lokaler sowie anschließend des „Großen Stern des Sports“ in Silber auf Landesebene – die Chance auf den Bundessieg. Die 14 weiteren Finalisten rangieren auf dem gemeinsamen vierten Platz und freuen sich über ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Die Entscheidung über den Bundessieg bei den „Sternen des Sports“ 2025 traf eine hochkarätig besetzte Expertenjury.

Zudem gewann Denise de Vries vom VfL Rastede aus der Region Weser-Ems den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis für ihr persönliches Engagement im Rahmen der Initiative „Vom Tauchen zum Schwimmen – Schwimmerische Früherziehung im VfL Rastede“.

Info: Der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ seit 2004 außergewöhnliche gesellschaftliche Aktivitäten in Sportvereinen. Seither flossen tausenden Sportvereinen insgesamt mehr als 9,5 Millionen Euro an Fördermitteln zu.

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