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März
Feierlicher Empfang der Brandenburger Bob-Olympioniken
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März

Vor nur wenigen Tagen haben sie nicht nur Brandenburgs Sportfamilie begeistert, sondern ganz Deutschland in ihren Bann gezogen. Mit ihren Leistungen, ihrem sympathischen Auftreten und nicht zuletzt mit ihren drei Goldmedaillen sind die märkischen Bob-Aktiven Deborah Levi und Georg Fleischhauer bei den Olympischen Winterspielen von Mailand Cortina zielsicher in die Herzen der deutschen Sportfans gefahren. Heute nun sind sie gemeinsam mit ihren Brandenburger Teamkollegen Leonie Kluwig und Oliver Peschk, die als Ersatzleute bei den Spielen dabei waren, offiziell von der Sporthilfe Brandenburg sowie dem Landessportbund Brandenburg (LSB) in Empfang genommen worden.
Im Beisein von Sportminister Steffen Freiberg und dem Sporthilfe-Vorsitzenden Holger Rupprecht wurden Levi und Kluwig (beide SC Potsdam) sowie Fleischhauer und Peschk (beide SV Motor Babelsberg) beim festlichen Empfang im Winterdorf in Potsdam als Mitglieder des „TEAM MILANO CORTINA – LAND BRANDENBURG“ und als sportliche Botschafter Brandenburgs gewürdigt. Ebenso standen das Trainer- und Betreuerteam sowie zahlreiche Unterstützer, deren Einsatz im Hintergrund die sportlichen Spitzenleistungen erst möglich gemacht hatte, im Mittelpunkt der Anerkennung.
Anschieber Georg Fleischhauer hatte in Mailand-Cortina mit beeindruckenden Leistungen Olympiagold sowohl im Zweier- als auch im Viererbob von Pilot Johannes Lochner gewonnen und damit die Erfolgsgeschichte des Brandenburger Bobsports fortgeschrieben. Deborah Levi schob Pilotin Laura Nolte zum Olympiasieg im Zweierbob – und damit zur Titelverteidigung – und unterstrich eindrucksvoll die internationale Spitzenklasse des Potsdamer Bob-Stützpunktes.
Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg, betonte: „Der Gewinn von Olympiagold durch Deborah Levi und Georg Fleischhauer ist der nächste Meilenstein für das gesamte Sportland Brandenburg. Diese Erfolge sind das Resultat langfristiger Förderung, professioneller Strukturen und außergewöhnlicher persönlicher Hingabe. Gleichzeitig sind sie aber auch Ansporn und Verpflichtung, unsere Athletinnen und Athleten weiterhin bestmöglich zu unterstützen.“
Brandenburgs „Sportlerin des Jahres 2025“ und nunmehrige zweifache Olympiasiegerin Deborah Levi genießt ihren Triumph: „Es fühlt sich schon ziemlich cool an, auch wenn es noch nicht so richtig angekommen und noch irgendwie unwirklich ist. Und es war total toll, dass so viele Freunde und die Familie vor Ort waren und uns angefeuert haben. Ich bin einfach dankbar, dass alles so geklappt hat. Wir waren zu den richtigen Momenten verletzungsfrei und es hat alles sehr, sehr gut funktioniert. Unser Umfeld ist einwandfrei und sehr professionell.“
Dem kann und will Georg Fleischhauer nur zustimmen: „Ich habe jetzt das Umfeld, das ich lange gesucht habe – die richtige Sportart, die richtigen Rahmenbedingungen, den richtigen Trainer. Mein Trainer Kevin Kuske hat dabei eine ganz große Rolle gespielt, er ist der Architekt des Erfolgsplans, den wir seit zwei Jahren verfolgen.“ Und trotz der intensiven Einheiten und Vorbereitungen unter anderem am Olympiastützpunkt Brandenburg war er nicht auf den Moment des Triumphs vorbereitet. Mit Tränen in den Augen hatte der 37-Jährige die olympischen Siegerehrungen genossen: „Ich bin vielleicht auch so ein emotionaler Typ, aber es kam in diesem Moment auch so viel zusammen. Das hat schon zwischen den Läufen angefangen. Das war so unwirklich, so dicht vor dem Ziel deiner Träume zu stehen.“
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke würdigte die Leistungen in einer Botschaft mit den Worten: „Wenn es ums Anschieben geht, ist auf Brandenburg Verlass. Die Erfolge sind ein starkes Signal weit über die Bahn hinaus und machen unser Land stolz. Herzlichen Glückwunsch zu diesen Weltklasse-Leistungen! Möge Ihr Vorbild weit in den Nachwuchs strahlen, damit das Sportland Brandenburg auch 2030 in den französischen Alpen wieder kräftig um Medaillen anschiebt. Ich wünsche weiterhin alles Gute auf und abseits der Bahn!“
Sportminister Steffen Freiberg unterstrich: „Dreimal in Wettbewerben – dreimal Gold! Das Sportland Brandenburg hat bei Olympia gezeigt: Wir können auch Winter. Diese drei Goldmedaillen bei den Winterspielen sind Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit aller Partner. Gemeinsam ist es in den vergangenen Jahren gelungen, den Anschieberinnen und Anschiebern beste Trainings- und Umfeldbedingungen für diese Weltspitzenleistungen zu ermöglichen. Dieses Engagement der Partner ist nicht hoch genug zu würdigen. Ein ganz besonderer Dank gilt Kevin Kuske, der nach seiner erfolgreichen Karriere nun als Trainer mit dem gleichen Herzblut seine Athletinnen und Athleten auf dem Weg zu olympischen Ehren begleitet hat.“
Auch Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel gratulierte den Olympioniken zu ihren Erfolgen und zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihren großartigen Leistungen. Die symbolische Geste mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Landeshauptstadt steht für weit mehr als sportliche Erfolge: Sie würdigt Ihre Disziplin, Ihre Leidenschaft und Ihre Entschlossenheit. Ich danke Ihnen – und ebenso Ihren Trainerinnen und Trainern sowie Ihren Unterstützerinnen und Unterstützern. Sie alle tragen dazu bei, dass Potsdam als ‚Bob City‘ und als lebendige Sportstadt weit über seine Grenzen hinausstrahlt. Die Entscheidung, im Jahr 2019 eine 90-Meter-Bobanschubstrecke im Sportpark Luftschiffhafen zu errichten, war ein Meilenstein. Seitdem finden Athletinnen und Athleten am Potsdamer Olympiastützpunkt Trainingsbedingungen vor, die in Deutschland ihresgleichen suchen.“
Neben den Aktiven erhielt auch Kevin Kuske besondere Anerkennung, der als einer der erfolgreichsten Bobsportler weltweit und prägender Akteur des Potsdamer Leistungsstützpunktes seit Jahren Maßstäbe im deutschen Bobsport setzt. Der Cheftrainer der Brandenburger Anschieber hatte seine Schützlinge perfekt auf das weltweit größte sportliche Ereignis vorbereitet.
Der Empfang wurde mit freundlicher Unterstützung der ProPotsdam GmbH sowie des Elbe Resorts Alte Ölmühle Wittenberge realisiert. Die Ölmühle würdigte die herausragenden Leistungen der Brandenburger Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer zudem mit einem besonderen Zeichen der Anerkennung: Allen Sportlerinnen und Sportlern wurde ein Wochenendaufenthalt im Hotelresort an der Elbe gesponsert – als Einladung zum Durchatmen nach intensiven Wettkampftagen und als Wertschätzung für ihren Einsatz im Namen des Sportlandes Brandenburg.










