FAQ

Im folgenden werden wichtige Begriffe und Konzepte erklärt.

Intervention

Eine Intervention umfasst alle Maßnahmen, die bei einem Verdacht (auf Kindeswohlgefährdung) oder Vorfall zum Schutz ergriffen werden. Es geht darum:

  • den unerwünschten Prozess zu stoppen,
  • Täter und Betroffene zu trennen,
  • weiteres zu verhindern,
  • Täter bestrafen
  • Aufzuarbeiten & ggf. zu rehabilitieren

Prävention

Prävention bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Grenzverletzungen und Missbrauch schützen sollen. Dazu zählt:

  • Sensibilisierung
  • Aufklärung
  • Beratung
  • Fortbildung
  • Vernetzung

Brandenburgisches Kinder- und Jugendgesetz (BbgKJG)

Das Brandenburgische Kinder- und Jugendgesetz (BbgKJG) stärkt die Rechte und den Schutz von jungen Menschen sowie die Beteiligung und Förderung und regelt die Pflicht zu Schutzkonzepten.

Jugendordnung

Die Jugendordnung ist eine untergeordnete Satzung, welche die Organisation der Jugendabteilung regelt, Strukturen bestimmt (z.B. Jugendvorstand) und ermöglicht in diesem Rahmen das Treffen von eigenständigen Entscheidungen im Sportverein.

Cybermobbing

Cybermobbing ist das absichtliche und wiederholte Beleidigen, Bedrohen oder Bloßstellen von Kindern und Jugendlichen über digitale Medien, wie z.B. die sozialen Netzwerke.

Cybergrooming

Unter Cybergrooming versteht man die gezielte Kontaktaufnahme mit Kindern oder Jugendlichen im Internet mit dem Ziel, sexualisierte Gewalt anzuwenden oder einen sexuellen Übergriff zu begehen.

Physische Gewalt

Psychische Gewalt umfasst seelische Verletzungen wie Demütigung, Ausgrenzung oder Einschüchterung.

Sexualisierte Gewalt

Sexualisierte Gewalt liegt vor, wenn Kinder oder Jugendliche, auch ohne körperlichen Kontakt, zu sexuellen Handlungen oder Inhalten gedrängt werden.

Kindeswohl

Kindeswohl ist ein unbestimmter Gesetzesbegriff. Die Judikatur beschreibt es „trivial“ als das körperliche, geistige und seelische Wohlergehen des Kindes. Wesentlich dabei zu berücksichtigen sind:

  • seine Persönlichkeit und Bedürfnisse,
  • seine Anlagen, Fähigkeiten, Neigungen und Entwicklungsmöglichkeiten sowie
  • die Lebensverhältnisse der Eltern.

Das Kindeswohl ist oberste Richtschnur sämtlichen Handelns der öffentlichen Jugendwohlfahrt und des Pflegschaftsgerichts.

Kindeswohlgefährdung

Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn die gesunde Entwicklung oder Sicherheit eines Kindes durch Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch ernsthaft bedroht ist.

Gefahren, denen Mädchen und Jungen ausgesetzt sind:

  • Vernachlässigung
  • Vernachlässigung der AufsichtsplichtGewalt,
  • physische Misshandlung
  • Seelische Misshandlung
  • Häusliche Gewalt
  • Cybermobbing und Cybergrooming
  • Sexueller Missbrauch/sexuelle Gewalt

Missbrauch

Missbrauch ist das Ausnutzen von Macht und Vertrauen gegenüber Kindern oder Jugendlichen durch Gewalt oder Grenzverletzungen.

Safe Sport Code (DOSB)

Bei dem Safe Sport Code (SSC) handelt es sich um ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung interpersonaler Gewalt im Sport. Mithilfe des SSC können Vereine gegen aufkommende Fälle interpersonaler Gewalt im eigenen Verein vorgehen. Erfasst werden dabei alle Formen von Gewalt (physische, seelische und sexualisierte Gewalt) sowie Vernachlässigung. Die Schwelle der Strafbarkeit nach dem Strafgesetzbuch muss dabei noch nicht erreicht sein. Durch den SSC haben die Vereine vielmehr die Möglichkeit ihre eigenen Wertvorstellungen durchzusetzen und Sanktionen zu ergreifen, die ein staatliches Gericht nicht aussprechen würde (z.B. Verbot der Teilnahme an Vereinsveranstaltungen, Sperre als Trainer, Ausschluss aus dem Verein).

Dafür gibt der SSC den Vereinen ein durchdachtes Verfahren an die Hand, welches von der Untersuchung eines Vorfalls, über dessen Sanktionierung bis hin zur Einlegung eines Rechtsmittels reicht.  Der SSC stärkt das Vereinsrecht und bietet rechtssichere Handlungsoptionen.

Teil des SSC sind auch die Verhaltensregeln, welche individuell für jeden Verein angepasst werden können. Sie sollen als Orientierung dienen, wie man bereits präventiv kritische Situationen im Sportalltag vermeiden kann.

Unsere Partner

Wir danken unseren Partnern für ihren Beitrag zur Entwicklung des Sportlandes Brandenburg