Trommel-Sportler aus Glienicke gewinnen Stern des Sports in Bronze

Der Elan, mit dem die Senioren des SV Glienicke ihren Sport betreiben, war ihnen gleich anzusehen. Und sie transportierten ihre Begeisterung auch sofort aufs Publikum, als die fitten Sportfreunde vormachten, worum es bei ihrem Sport „Drums Alive“ geht: Mit Schlagstöcken und zu donnernder Musik schwungvoll und rhythmisch auf einen großen Gymnastikball trommeln. Kurz zuvor hatte es für die Senioren im Potsdamer Kutschstall sogar einen richtigen Paukenschlag geben, nämlich als die Moderatorin ihren Verein, den SV Glienicke/Nordbahn, als Sieger des bronzenen Stern des Sports verkündete. Die Auszeichnung wurde in Kooperation mit dem Landessportbund zum achten Mal von der Berliner Volksbank verliehen. Als „Sternen-Pate“ glänzte Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel, für den „alle 30 Vereine, die sich beworben haben, preiswürdige Projekte präsentiert haben“.

Beim lokalen Wettbewerb des Berliner Umlandes konnten es aber nur sechs von ihnen auf die prämierten Plätze schaffen. Über den Sieg und 1500 Euro Preisgeld jubelten letztendlich die Glienicker, weil sie die Jury mit ihrem kreativen und innovativen Sportprogramm überzeugen konnten. Im Jahr 2010 begann alles mit einer fixen Idee, als die Initiatorin Roswitha Horn zum ersten Mal im Internet über den US-Trend „Drums Alive“ las. Mittlerweile trommeln sich rund 25 rüstige Glienicker fit, sie touren mit ihrem Sport durchs Land, machen Werbung und begeistern andere. Einige Kursteilnehmer haben sogar einen Trainerschein gemacht und sind jetzt als „Drums Alive Instructor“ aktiv. Der Verein hat sich mit seinem Sieg automatisch für den Wettbewerb um den “Großen Stern des Sports“ in Silber qualifiziert, bei dem der Landessieger ermittelt wird.

Platz zwei der Bronze-Runde schaffte der Potsdamer Kinder- und Jugendcircus Montelino, der mit Tanz und Akrobatik fast 300 junge Menschen mit und ohne Behinderung vereint. Dahinter landete ein Ruder-Projekt aus Rüdersdorf. Hier messen sich bei einem Schul-Ergometer-Cup Schüler aus Rüdersdorf, Woltersdorf, Schöneiche, Eggersdorf und Hennickendorf.

Der geteilte vierte Platz ging an die Footballer der Eberswalder Warriors, die verhaltensauffällige Kinder in ihren Verein integrieren, an die Kanuten vom Stahnsdorfer Verein Aktiv e.V., bei dem beim Parakanu Sportler mit und ohne Handicap gemeinsam trainieren sowie an die Fußballer von Eintracht Glindow, die sich als besonders kinderfreundlich präsentierten.