Tagung der Allrounder: Geschäftsführertreffen des märkischen Sports in Lindow

Mitglieder betreuen, Ehrenamtliche ausbilden, Projekte initiieren, Sportevents durchführen – und dabei stets zwei wachsame Augen auf den Kinderschutz und die Weiterentwicklung des Sports. Die Aufgaben der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer in Brandenburgs Kreis- und Stadtsportbünden sowie Landesfachverbänden sind gleichermaßen vielseitig wie umfangreich.

Um für all diese und noch viele weitere Arbeitsbereiche up to date zu bleiben, treffen sich die Macher des Brandenburger Sports einmal jährlich zu einer Tagung des Landessportbundes (LSB) – zum gemeinsamen Austausch, um die Netzwerke noch enger zu knüpfen, aber auch um die ein oder andere Anregung für die eigene Arbeit mit nach Hause zu nehmen.

Auch beim diesjährigen Zusammenkommen, am 20. und 21. April im Sport- und Bildungszentrum Lindow (Mark), spiegelten die Tagungsthemen die große Aufgabenbreite des Brandenburger Sports wider. So informierte die Europäische Sportakademie (ESAB) nicht nur über die neuesten Entwicklungen im Bildungsbereich, sondern auch über ihr neuestes Angebot: die Sportentwicklungsplanung. Dieses wird durch das ESAB-An-Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) ermöglicht, das die Sport- und Bewegungsstrukturen von Städten, Gemeinden und Landkreisen analysiert. Das INSPO kann damit beispielsweise Kommunalverwaltungen oder Sportverbänden detailliert aufzeigen, welche Sportstätten in den kommenden Jahrzehnten benötigt werden und wie deren effektive Nutzung aussehen sollte.

Zu den weiteren Schwerpunkten der Tagung gehörten Bildungsangebote für den Bereich Kinderschutz, die die Brandenburgische Sportjugend (BSJ) vorstellte oder das Online-Angebot „activity school“, das vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport initiiert wurde und vor allem Kindern mit Bewegungsdefiziten helfen soll, den passenden Sportverein zu finden. Der LSB stellte seine aktuellen Projekte im Gesundheitsbereich vor und kündigte in diesem Zusammenhang seine 1. Gesundheitskonferenz am 5. November 2016 im Jugendbildungszentrum Blossin an. Sie richtet sich vor allem an engagierte Vereinsvertreter, die sich für den Gesundheitssport im Verein stark machen.

Auch die Flüchtlingssituation in Brandenburg beschäftigte die Führungskräfte. So informierte die BSJ über den aktuellen Stand des Förderprogramms „Integration durch Sport“, und der LSB bot allen Kreis- und Stadtsportbünden die Unterstützung bei der Durchführung von Willkommenssportfesten an. Hier sollen Brandenburger mit Migranten und Flüchtlingen den Sport als verbindendes Element erleben – ob beim Ablegen des Deutschen Sportabzeichens oder beim gemeinsamen Kick im Fußballkäfig.