Sportlerumfrage Brandenburg 2012: Jetzt abstimmen!

Wer sind Brandenburgs populärste Sportler und Teams des Jahres 2012? Entscheiden Sie mit und stimmen Sie jetzt für Ihre Favoriten!

Schicken Sie einfach eine Mail (siehe unten) oder nutzen Sie die Stimmkarte in Ihrer Tageszeitung. Organisatoren und Medienpartner der mittlerweile 21. Sportlerumgfrage sind der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), die Märkische Allgemeine, die Potsdamer Neueste Nachrichten, die Märkische Oderzeitung, die Lausitzer Rundschau und der Uckermark Kurier sowie der Landessportbund Brandenburg und die Sporthilfe Brandenburg.

Die Umfrage endet am 09.12.2012.

Die Ehrung der Brandenburger Sportler des Jahres findet im Rahmen der ersten SPORTGALA des Landes am Samstag, dem 15.12.2012, um 19 Uhr in Potsdam statt.

Karten für die Veranstaltung in der MBS-Arena können direkt beim Landessportbund Brandenburg erworben werden.

Die offizielle Kandidatenliste wurde von den Sportredakteuren erstellt und
umfasst dieses Jahr 8 Sportlerinnen, 6 Sportler und 8 Teams.


Die Kandidaten-Liste

Frauen
Janine Kohlmann Moderner Fünfkampf
Mareen Kräh Judo
Petra Lammert Leichtathletik
Antje Möldner-Schmidt Leichtathletik
Katrin Wagner-Augustin Kanurennsport
Franziska Weber Kanurennsport
Martina Willing Leichtathletik
Trixi Worrack Radrennsport
Männer
Sebastian Brendel Kanurennsport
Stefan Köllner Moderner Fünfkampf
Kevin Kuske Bobsport
Maximilian Levy Radrennsport
Norbert Mosandl Radrennsport
Torben Schmidtke Schwimmen
Teams
Dynamo Brandenburg Mitte Judo, Frauen
FC Energie Cottbus Fußball, Männer
Frankfurter Handballclub Handball, Frauen
Kurt Kuschela und Peter Kretschmer Kanurennsport, Männer
OSC Potsdam Wasserball Wasserball, Männer
SC Cottbus Turnen, Männer
Turbine Potsdam Fußball, Frauen
UJKC Potsdam Judo, Männer

Nennen Sie uns Ihren Favoriten bei Frauen, Männern und Teams und geben Sie beim Schreiben der Mail bitte unbedingt Ihre Adresse an. Pro E-Mail und Teilnehmer ist nur ein Tipp möglich.  Es muss generell in allen drei Kategorien gewählt werden.

Die offizielle E-Mail-Adresse für die Teilnahme an der Umfrage 2012 lautet:

Sportlerumfrage@lsb-brandenburg.de


Sportlerporträts

Janine Kohlmann

Die Moderne Fünfkämpferin war erst im Frühjahr aus Neuss wegen der hervorragenden Trainingsmöglichkeiten an den Olympiastützpunkt Potsdam gewechselt. Doch schon im Mai trumpfte sie groß bei der Weltmeisterschaft in Rom auf. In der „ewigen Stadt“ holte sie Staffelgold bei den Frauen für Deutschland. Doch schon zuvor hatte die Sportlerin, die am 28. November 22 Jahre alt wird, bereits von sich reden gemacht – mit Team-Bronze und Platz vier im Einzel bei der Junioren-EM 2011. Bundestrainerin Kim Raisner schätzt die ehrgeizige Athletin, die der jüngst formierten Sportfördergruppe der Polizei im Land Brandenburg angehört: „Sie ist durchaus eine Kandidatin für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.“

 

Mareen Kräh

Im fernen Tscheljabinsk am Ural erfüllten sich für Mareen Kräh im April Medaillenträume. Bei den Europameisterschaften holte sich die 28 Jahre alte Athletin vom Judo-Club 90 Frankfurt (Oder) Bronze in der Klasse bis 52 Kilogramm. Sechs Jahre nach dem dritten Platz bei der EM in Tampere stand die Bundespolizistin damit zum zweiten Mal auf dem Siegerpodest einer internationalen Meisterschaft in einem Einzelwettkampf. 2008 war sie mit der deutschen Mannschaft WM-Dritter geworden.
Der Auftakt-Erfolg über die erfahrene Belgierin Ilse Heylen ebnete Mareen Kräh den Weg zur Medaille in Tscheljabinsk. „Dieser Kampf war der schönste, weil ich gegen meine Angstgegnerin gewinnen konnte“, freute sich der Schützling von Benny Biemüller. Ihr ganz großes Ziel, Teilnahme an den Olympischen Spielen in London, verfehlte die gebürtige Sprembergerin allerdings. Ihre Trainingskameradin Romy Tarangul, ebenfalls mit EM-Bronze dekoriert, schnappte ihr das Ticket weg, weil sie in der Qualifikation mehr Punkte sammeln konnte.

 

Petra Lammert

Sie startete von null auf hundert durch. Petra Lammert wagte als ehemalige Kugelstoßerin – unter anderem EM-Dritte 2006 und Hallen-Europameisterin 2009 – den Umstieg in den Bobsport und begann im März 2011 mit dem Athletiktraining bei Coach Jörg Weber beim SC Potsdam. Gleich in ihrer ersten Saison hatte sie als Anschieberin von Sandra Kiriasis (Winterberg) durchschlagenden Erfolg. Nicht nur, dass Petra Lammert bei den Anschubtests der deutschen Elite stets mit Bestwerten aufwartete. Auch im Eiskanal zahlte sich ihre Power aus. Sowohl bei der EM als auch bei der WM erkämpfte das Duo die Silbermedaille. „Das war mehr, als ich mir habe erträumen lassen“, erzählte die 28 Jahre alte Sportsoldatin, die im Fernstdudium Psychologie studiert. „Den Wechsel zum Bobsport habe ich nicht bereut. Ich mag die familiäre Atmosphäre unter den Athleten.“

 

Antje Möldner-Schmidt

Rang sieben über 3000 m Hindernis war für Antje Möldner-Schmist mehr als nur ein achtbares Ergebnis bei den Olympischen Spielen. Die 28-jährige Leichtathletin vom LC Cottbus krönte in London ihr tolles Comeback nach einer schweren Lymphdrüsenerkrankung. Sie hat sich wieder zurückgekämpft ins Leben und auf die Laufbahn. Über ihre Spezialstrecke holte sie zum dritten Mal nach 2008 und 2009 den deutschen Meistertitel. Bei der EM in Helsinki lief sie auf Rang drei. Möldner-Schmidt hat sich nach ihrem Wechsel von Potsdam nach Cottbus zum großen Vorbild für die jungen Lausitzer Leichtathleten aufgeschwungen.

 

Katrin Wagner-Augustin

Nach der Geburt von Söhnchen Emil kehrte die Ausnahme-Kanutin Katrin Wagner-Augustin vom KC Potsdam ins Rennboot zurück. Es war kein leichter Weg für die junge Mutter, doch die vierfache Olympiasiegerin biss sich durch, konnte an ihren alten Leistungsstand anknüpfen und eroberte sich eines der begehrten Tickets für die Olympischen Spiele in London. Auf dem Lake Dornier nahe Eton erkämpfte die damals 34 Jahre alte Paddlerin mit ihrer Potsdamer Teamgefährtin Franziska Weber sowie Carolin Leonhardt (Mannheim) und Tina Dietze (Leipzig) im Vierer-Kajak Silber hinter den Ungarinnen. Katrin Wagner-Augustin komplettierte damit ihren olympischen Medaillensatz, zuvor hatte sie bei drei Teilnahmen viermal Gold und einmal Bronze erkämpft.

 

Franziska Weber

Olympia-Gold im Zweier-Kajak mit der Leipzigerin Tina Dietze, Silber mit dem deutschen Vierer – für die stets gut gelaunte Kanutin vom KC Potsdam hing der Himmel über dem Dornier Lake voller olympischer Geigen. „Wir haben oft vom perfekten Rennen gesprochen, heute war es sogar noch ein bisschen mehr“, jubelte die 23-jährige Sportlerin vom KC Potsdam nach der furiosen Goldfahrt. Das Duo Weber/Dietze, das sich auch privat bestens versteht, konnte in Eton nach dem Gewinn des EM-Titels in Zagreb noch einen draufsetzen und die sieggewohnten Ungarinnen überraschen. Ob’s an den vielen Maskottchen lag, die die Studentin für Bauingenieurwesen ihr eigen nennt? „Biene Lilly“ war auf jeden Fall dabei und soll auch in Zukunft „stechen“, denn spätestens bei der Heim-WM im kommenden Jahr in Duisburg wartet auf den Schützling von Trainer Jochen Zühlke die nächste Herausforderung.

 

Martina Willing

Der inzwischen 53(!)-jährigen Martina Willing gelang auch bei den diesjährigen Paralympischen Spielen in London ein weiterer großer Erfolg. Die blinde und im Rollstuhl sitzende Leichtathletin gewann mit Bronze im Speerwerfen ihr mittlerweile 13. Paralympics-Edelmetall. Seit 1992 in Barcelona hat die in Brandenburg (Havel) beheimatete Werferin, die beruflich als selbständige Compense-Bioenergetikerin tätig ist, inzwischen bei Sommer- und Winterspielen der Behindertensportler drei Gold-, vier Silber- und sechs Bronzemedaillen auf ihrem Konto, dazu kommen 37 Titel bei Welt- und Europameisterschaften. In London schleuderte Martina Willing den Speer 23,12 Meter weit, was in den bei Paralympics zusammengefassten Schadensklassen F54, F55 und F56 Rang drei hinter der Chinesin Yang Liwan (17,89 m) und der Tunesierin Hania Aildi (17,40 m) bedeutete. Im Kugelstoßen wurde Martina Willing Vierte mit 8,86 Metern, die in ihrer eigentlichen Schadensklasse F56 neuer Weltrekord sind.

 

Trixi Worrack

Radprofi Trixi Worrack aus Dissen im Spreewald kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Bei den Olympischen Spielen in London ging die 31-Jährige zwar leer aus, dafür gelang ihr dann wenige Wochen später mit ihrem Team Specialized-Lululemon bei der Weltmeisterschaft in den Niederlanden der ersehnte Triumph im Mannschaftszeitfahren: Die Goldmedaille war verdienter Lohn für eine akkribische Vorbereitung auf diese ganz spezielle Disziplin des Radsports. Die vielseitige Fahrerin war in der abgelaufenen Saison eine der Leistungsträgerin bei Specialized-Lululemon und holte sich zudem zwei Tagessiege bei der Thüringen-Rundfahrt.

 

Sebastian Brendel

Den 8. August 2012 wird Sebastian Brendel für immer in seinem Gedächtnis behalten. An diesem Tag schlug für den Modell-Athleten vom Kanu-Club Potsdam bei den Olympischen Spielen auf dem Kanal von Eton Dorney die Stunde seines Lebens. Nach einer kämpferisch und taktisch großartigen Leistung holte sich der 24 Jahre alte Canadier-Spezialist die Goldmedaille über die 1000-Meter-Distanz. „Das ist Wahnsinn“, schrie der Bundespolizist im Ziel seine Freude heraus. Auf der Tribüne vollführten die Eltern Astrid und Gerd sowie Sebastians sportlicher Entdecker Michael Tümmler aus Schwedt wahre Freudentänze. Und daheim waren Freundin Romy Leue und Töchterchen Hanna schier aus dem Häuschen. Dabei hatte Sebastian Brendels Start in London ein Jahr zuvor am seidenen Faden gehangen. Bei der WM in Szeged war ihm das Paddel gebrochen, der erhoffte Quotenplatz war dahin. Den holte sich Brendel aber im Frühjahr beim Weltcup – und wurde wenig später Olympiasieger.

 

Stefan Köllner

Für Stefan Köllner lagen in diesem Sportjahr Licht und Schatten dicht beisammen. Im Mai gewann der jetzt 28-Jährige bei den Weltmeisterschaften in Rom gemeinsam mit Alexander Nobis und Delf Borrmann aus Berlin in der Staffel mit 6208 Punkten Silber hinter Südkorea (6230) und vor Russland (6194). Und mit seinem WM-Platz vier einen Tag später im Einzelwettbewerb löste der Potsdamer, der der Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört und gleichzeitig ein Studium der Sportwissenschaften an der Uni Potsdam absolviert, vorzeitig das Ticket zu den Olympischen Spielen nach London. Dort aber kam er ausgerechnet bei seiner Olympia-Premiere im Fechten, Schwimmen, Reiten, Laufen und Schießen nicht wie erhofft zum Zug und landete mit 5488 Punkten lediglich auf Rang 26. Damit war er selbst völlig unzufrieden, denn er hatte auf eine Top-10-Platzierung gehofft.

 

Kevin Kuske

Den Winter 2011/12 wird der Potsdamer Bobanschieber Kevin Kuske so schnell nicht vergessen, drehte sich doch für ihn das Wechselkarussell gehörig. Mit seinem Riesaer Piloten Thomas Florschütz holte Kuske in Altenber/Erzgebirge zunächst EM-Gold im Zweier und EM-Bronze im Vierer. Dann fiel Florschütz für die WM verletzungsbedingt aus. Auf Deutschlands Topanschieber Kuske wollte Bundestrainer Christoph Langen aber nicht verzichten und beorderte den 33-Jährigen vom SC Potsdam in Kufengefährte des Oberhofer Piloten Maximilian Arndt. Mit Arndt gewann Kuske in Lake Placid/USA WM-Bronze im Zweier und WM-Silber im Vierer. Nur dem einheimischen US-Amerikaner Steven Holcomb mussten sie Vortritt lassen. „Wir haben nach den Wechseleien das Optimum herausgeholt“, sagte Sportsoldat Kuske, der als ehemaliger Sprinter seit 1999 im Bobsport aktiv ist. Der viermalige Olympiasieger stockte damit sein WM-Medaillenkonto auf 14-mal Edelmetall auf, darunter siebenmal Gold.

 

Maximilian Levy

Maximilian Levy brachte gleich zwei Olympia-Medaillen aus London mit nach Hause. Der Bahnradsprinter vom RSC Cottbus holte zunächst Bronze mit dem deutschen Trio im Teamsprint und fuhr anschließend im Keirin zu Silber. In diesem Kampfsprint musste er sich nur dem überragenden Briten Chris Hoy geschlagen geben. Für Levy war es die erste Einzelmedaille bei Olympia. Auch wenn dem 25-jährigen Cottbuser in London die Wachablösung noch nicht ganz gelang, gehört ihm die Zukunft auf dem Holzoval. Nächstes großes Ziel ist die Weltmeisterschaft im Februar des kommenden Jahres. Levy zeigt aber auch außerhalb der Bahn Profil, indem er sich für eine bessere Sportförderung starkmacht.

 

Norbert Mosandl

Der für den Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein Cottbus (BPRSV) startende Handbiker Norbert Mosandl kehrte mit Zeitfahr-Silber von den Paralympics in London zurück. Der Oberpfälzer aus Neumarkt musste sich nur Ex-Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi geschlagen geben. Im Straßenrennen belegte der 51-Jährige dann außerdem noch den sechsten Platz. Komplettierte wurde die starke Saisonleistung durch den Gesamtsieg im Europacup der Handbiker. Mosandl ist durch eine Querlähmung und Spastik der Beine gehandicapt. Er hatte bereits 2011 mit zwei WM-Bronzemedaillen auf sich aufmerksam gemacht und gehört mittlerweile zu den Topfahrern in seiner Schadensklasse.

 

Torben Schmidtke

Er flog an die Themse, sprang ins Wasser und kehrte mit Silber von den Paralympischen Spielen aus London nach Potsdam zurück. Torben Schmidtke erfüllte sich bei den diesjährigen Spielen der Behinderten seinen bislang größten Wunsch. Über 100 Meter Brust schwamm der 22-Jährige, der mit verkürzten Beinen zur Welt kam, schon im Vorlauf mit 1:26,13 Minuten zwischenzeitlich neuen Paralympics-Rekord in der Schadensklasse SB6, und im Finale musste er sich nach 1:25:23 Minuten nur Weltrekordler Jewgeni Bohodayho aus der Ukraine (1:20,17) geschlagen geben. „Es war ein so wahnsinniges Gefühl, als die zwei blauen Punkte aufleuchteten, die mir signalisierten, dass ich Zweiter bin“, erinnert sich der bei Dörte Paschke trainierende Schmidtke, der der beruflich in der EDV-Abteilung des Potsdamer Klinikums „Ernst von Bergmann“ tätig ist, immer noch an diesen großen Moment. Inzwischen bereitet er sich langfristig schon auf seinen neuen Traum vor: eine Medaille bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro.

 

Dynamo Brandenburg Mitte

Eine Medaille hatte Sandra Köppen-Zuckschwerdt schon abgehakt. „Ich habe nicht mehr dran geglaubt“, sagt die Judo-Trainerin der PSG Dynamo Brandenburg/Havel. Bei der Endrunde der sechs besten deutschen Damen-Mannschaften Ende Oktober in München stand Dynamo nach dem 0:3-Zwischenergebnis gegen Bottrop bereits vor dem Aus. Doch der vierfache Meister aus Brandenburg bog den Kampf noch um und gewann im 18. Bundesliga-Jahr die Bronze-Medaille. „Ich war danach genau so fix und fertig wie meine Kämpferinnen“, beschreibt die 37-jährige Köppen-Zuckschwerdt ihre Anspannung. Bronze war für den Titelverteidiger in Ordnung. „Das war unser Minimalziel, die anderen Mannschaften sind auch stark.“ Meist haben diese finanziell sogar deutlich bessere Möglichkeiten. „Wir haben nicht immer ein Top-Team, wir gewinnen durch unseren Zusammenhalt“, sagt Köppen-Zuckschwerdt, die stolz auf die märkische Basis ist: „Der Kern unserer Mannschaft kommt aus dem Land Brandenburg.“


FC Energie Cottbus

Hinter Brandenburgs ranghöchstem Herren-Fußballteam liegt eine schwierige Saison 2011/12. Der Lausitzer Clubs musste bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga bangen, verhinderte dann aber doch erfolgreich den Absturz in die Drittklassigkeit. Energie nutzte die Sommerpause, um seinen Kader einer Frischzellenkur zu unterziehen. Vor allem der Bundesliga-erfahrene Boubacar Sanogo avanvierte auf Anhieb zum lange Zeit vermissten Torjäger. Er hat mit seinen Treffern großen Anteil daran, dass sich Energie inzwischen wieder in der oberen Tabellenhälfte der 2. Bundesliga festgesetzt hat und sogar vom dritten Aufstieg ins Oberhaus träumen darf.

 

Frankfurter Handball-Club

Seit Jahren zählen die Handballerinnen des Frankfurter HC zu den besten Clubs in Deutschland. Auch in der zurückliegenden Saison konnte das Team des dreifachen Europapokalsiegers seine Position im Vorderfeld behaupten. Mit Platz 6 nach der Vorrunde qualifizierten sich die Schützlinge von Trainer Dietmar Schmidt einmal mehr für das Play-off-Viertelfinale. Dort setzte allerdings im immer wieder spannenden Ost-Duell Ex-Meister HC Leipzig den Oderstädterinnen ein Stopp-Zeichen. Mit Franziska Mietzner stellte der FHC erneut die beste Torewerferin der Saison. 195 Treffer kamen auf das Konto der Nationalspielerin, die zudem zur Handballerin des Jahres gewählt wurde.

 

Kurt Kuschela und Peter Kretschmer

Bei den Olympischen Sommerspielen konnten die beiden Paddler vom Kanu-Club ihren bis dato größten Erfolg bejubeln. Das dynamische Duo legte auf dem Dorney Lake bei Eton im Zweier-Canadier über 1000 Meter einen Wahnsinns-Schlussspurt hin und fuhr vor Weißrussland und Russland zum Sieg – und das bei seinem Olympia-Debüt. „Wir sind einfach unser Ding gefahren“, sagte Kuschela, der hinter Kretschmer kniete und das Boot erfolgreich auf Kurs hielt. „Wir hatten ja nichts zu verlieren“, tönte der erst 20-jährige Schlagmann Kretschmer nach der siegreichen Premiere keck. Mit dem Gold-Zweier kam nach Olympiasieger Sebastian Brendel ein weiteres Boot aus der Potsdamer Trainingsgruppe von Trainer Ralph Welke.

 

OSC Potsdam Wasserball

Ihre mittlerweile fünfte Spielzeit bestreiten die Wasserballer des OSC Potsdam in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL). Die von Weltklasse-Torhüter Alexander Tchigir und André Laube trainierte junge Mannschaft hat sich inzwischen im oberen Segment der Liga festgesetzt. In der A-Gruppe dominieren Giganten wie der deutsche Rekordmeister Spandau und ASC Duisburg die Szenerie. Der fünfte Platz in der Vorjahressaison brachte den frechen Youngstern sogar die Teilnahme am Euro-Cup ein. Ende Oktober schnupperten die Wasserballer aus der Landeshauptstadt – die meisten entstammen dem erfolgreichen eigenen Nachwuchs – im Schlagabtausch mit Spitzenteams aus Serbien, Spanien, Italien und der Türkei erstmals internationale Wettkampfluft.

 

SC Cottbus Turnen

Der deutsche Rekordmeister SC Cottbus bleibt eine Konstante in der Deutschen Turnliga (DTL). Mit der Bronzemedaille sicherte sich die Lausitzer Riege Ende des Jahres 2011 einen weiteren Erfolg. Im kleinen Finale setzte sich Cottbus auch ohne Topturner Philipp Boy souverän gegen den MTV Stuttgart durch. Der Ukrainer Roman Zozulja gehörte einmal mehr zu den Leistunsträgern und steuerte im Saisonverlauf viele Punkte bei. Im laufenden Jahr fand der SC Cottbus schwer in die Saison. Letztlich gelang jedoch die Wende und das wurde Abstiegsgespenst verscheucht, weil der Club erneut einige Talente in der Bundesliga etablieren konnte.

 

Turbine Potsdam

Beste Abwehr, bester Angriff: Die Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam waren in der abgelaufenen Saison erneut nicht zu stoppen und holten den vierten Meistertitel in Folge nach Brandenburg. Die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder sicherte sich vor dem VfL Wolfsburg mit nur zwei Niederlagen aus 22 Spielen den Platz an der Sonne. Der Champions-League-Sieger von 2010 hatte sowohl den besten Angriff (63 Tore) als auch die beste Abwehr (nur zehn Gegentore). „Das ist die wichtigste Meisterschaft der Vereinsgeschichte“, sagte Trainer Bernd Schröder bei der Meisterehrung im Mai. „Man kann zur Meisterschaft mit dem Lift fahren. Oder man kann die Treppe nehmen, so wie wir. Die Stufen waren sehr hoch und glitschig. Und wir sind auch das eine oder andere Mal gestolpert“, erklärte er weiter. Genoveva Anonma, die vor der Spielzeit aus Jena kam, war ein absoluter Glücksgriff. Die Stürmerin hatte sich mit 22 Treffern die Torjägerkanone der Bundesliga gesichert. „Der Wechsel nach Potsdam hat sich ausgezahlt. Ich bin überglücklich. Zu Hause werde ich allen meine Medaille zeigen“, sagte sie.

 

UJKC Potsdam

Die Judo-Männer des UJKC Potsdam haben sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr in der Spitze der 1. Bundesliga etabliert und gewannen Ende November vergangenen Jahres in der Leichtathletik-Halle des Potsdamer Luftschiffhafens, wo sie erstmals die Liga-Endrunde ausrichteten, die Bronzemedaille – ihre zweite bei Deutschen Mannschaftsmeisterschatten nach 2007. In der Saison 2012 nahmen die von Olympiasiegerin Yvonne Bönisch und Axel Kirchner trainierten Potsdamer erneut Anlauf. Nachdem Robert Kopiske und Robert Zimmermann im Januar bei den Deutschen Meisterschaften in der heimischen MBS-Arena die Einzel-Titel erkämpft hatten, gewann das UJKC-Team in der Bundesliga bis auf das Duell in Witten alle Kämpfe und qualifizierte sich als Sieger der Gruppe Nord für das Liga-Viertelfinale, in dem es sich gegen den TSV Großhadern 10:3 und 9:3 durchsetzte, So stehen der UJKC Potsdam an diesem Wochenende, an dem die Sportler-Umfrage startet (24. 11.), in Abensberg erneut in der Endrunde – wo er im Halbfinale erneut auf Esslingen trifft.

 

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