Sportlerumfrage Brandenburg 2009

Die Wahl der Brandenburger Sportler des Jahres erlebt bereits ihre 18. Auflage. Organisatoren und Medienpartner der Umfrage sind: der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), die Märkische Allgemeine, die Potsdamer Neueste Nachrichten, die Märkische Oderzeitung, die Lausitzer Rundschau und der Uckermark Kurier sowie der Landessportbund Brandenburg und die Sporthilfe Brandenburg.

Die offizielle Kandidatenliste wurde von den Sportredakteuren erstellt und umfasst 2009: 7 Sportlerinnen, 5 Sportler und 6 Teams.

Die Kandidaten-Liste
Frauen
Katrin Wagner-Augustin    Kanurennsport (Weltmeisterin)
Munkhbayar Dorjsuren    Schießen (EM-Silber)
Romy Tarangul    Judo (WM-Bronze)
Fanny Fischer    Kanurennsport (WM-Silber)
Franziska Weber    Kanurennsport (WM-Silber)
Franziska Mietzner    Handball (Torschützenkönigin der BL)
Antje Möldner    Leichtathletik (WM-Neunte, EM-Teamgold)

Männer
Ronald Rauhe    Kanurennsport (Weltmeister)
Maximilian Levy    Radsport (Weltmeister)
Kevin Kuske    Bob (WM-Silber)
Sebastian Brendel    Kanurennsport (WM-Bronze)
Nico Schmidt    Ringen (EM-Bronze)

Teams
Potsdamer Rudergesellschaft, Christiane Huth, Stephanie Schiller, Arne Maury (WM-Bronze)
PSG Dynamo Brandenburg, Judo DM-Titel Frauen
SC Cottbus Turnen, DM-Titel
Roger Kluge/Robert Bartko, Radsport (Europameister)
Netzhoppers Königs Wusterhausen, Volleyball Männer (Halbfinale DM)
1. FFC Turbine Potsdam, Frauenfußball DM-Titel

Nennen Sie uns Ihren Favoriten bei Frauen, Männern und Teams und vergessen Sie beim Schreiben der Mail nicht Ihre Adresse einzutragen.
Die Mail-Adresse für Ihren Teilnahme an der Umfrage 2009 lautet:

Sportlerumfrage@lsb-brandenburg.de

Unter allen Lesern, Hörern und Zuschauern, die einen gültigen Tipp abgegeben haben, wird der Hauptpreise der Brandenburger Sportlerumfrage 2009 – Gutschein für eine Städtereise im Wert von 1.200 Euro – ausgelost.
(Weitere Umfragepreise stellen unsere Umfragepartner für die Teilnahme an der Umfrage über Ihre Medien zur Verfügung.)

Die Ehrung der Brandenburger Sportler des Jahres 2009 findet am Samstag, dem 12.12.2009, um 19.00 Uhr im Inselhotel Hermannswerder in Potsdam statt.
Sportlerporträts

Katrin Wagner-Augustin Kanurennsport/KC Potsdam im OSC:
Sie paddelt und paddelt und gewinnt Medaille auf Medaille. Die mittlerweile 32-jährige Ausnahme-Kanutin war auch in diesem Jahr nicht nur die „Mutter der Kompanie“ der ansonsten sehr jungen deutschen Damen-Flotte, sondern erneut sehr erfolgreich. Bei den Europameisterschaften auf dem Brandenburger Beetzsee avancierte Katrin Wagner-Augustin mit zwei Titeln mit dem Viererkajak über 500 Meter und der Staffel sowie zweimal Silber im Einer über 500 Meter und mit dem 200-Meter-Vierer zur erfolgreichsten Deutschen, und auch bei den Weltmeisterschaften unterstrich sie ihre Zugehörigkeit zur absoluten Kanu-Weltspitze. Zwölf Jahre nach ihren ersten beiden WM-Titeln an gleicher Stätte gewann der Schützling von Bundestrainer Eckehardt Sahr im kanadischen Dartmouth diesmal Gold im Sprint des Vierer-Kajaks und mit der Viermal-200-Meter-Staffel sowie Silber im 500-Meter-Einer und mit dem Vierer-Kajak, der nach 500 Metern das erhoffte Gold nur um die Winzigkeit von vier Tausendstelsekunden verpasste.

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Franziska Weber Kanurennsport/KC Potsdam im OSC:
Sie kam, sah und fuhr sich mit jugendlicher Frische und Unbekümmertheit in die Herzen der Kanu-Fans. Bei den Europameisterschaften auf dem Brandenburger Beetzsee erpaddelte sich die 20-Jährige bei ihren ersten großen Wettkämpfen gleich Silber, und das ganz allein im Einerkajak über 1000 Meter. Nach einem tollen Rennen über diesen langen Kanten ließ die auch im heimischen Luftschiffhafen von Bundestrainer Eckehardt Sahr betreute Abiturientin nur der ungarischen Ausnahme-Paddlerin Katalin Kovacz den Vortritt, obwohl sie am Start zunächst stehen geblieben war, weil sie einen Fehlstart vermutet hatte. Dann aber legte sie los wie die Feuerwehr und konnte im Ziel ihr Glück kaum fassen, sprach unter Tränen „von meinem bisher mit Abstand beeindruckendsten Erlebnis“. Dem noch ein weiteres folgte, denn da sie wegen der EM beim Abi-Ball der Potsdamer Sportschule gefehlt hatte, überreichte ihr nun bei der Siegerehrung Ministerpräsident Matthias Platzeck persönlich ihr Abitur-Zeugnis. Nachdem Franziska Weber anschließend mit Fanny Fischer noch EM-Bronze im Zweier-Kajak über 500 Meter gewonnen hatte, holte sie bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Dartmouth ebenfalls Silber im 1000-Meter-Soloboot.

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Munkhbayar Dorjsuren Schützengilde 1406 Frankfurt (Oder):
Dass Munkhbayar Dorjsuren eine außergewöhnliche Schützin ist, hat die gerade 40 Jahre alt gewordene Pistolen-Spezialistin mehrfach bewiesen. Die zweimalige Weltmeisterin gewann im großen Abstand von 16 Jahren zweimal Olympia-Bronze: 1992 in Barcelona und 2008 in Peking. Ihre nationale Sonderstellung bewies die gebürtige Mongolin, die 2002 ihre neue Staatsbürgerschaft annahm, aber bei den Deutschen Meisterschaften dieses Jahres in ihrer Wahlheimat München. Die der Frankfurter Schützengilde angehörende Mutter der 15-jährigen Ujin musste mit dem Abzug von zwei Straf-Ringen in den Wettbewerb gehen. „Ich war bei einem Interview und habe die Zeit etwas vergessen. Dann wollte ich mich vor dem Wettkampf noch beruhigen“ so ist es passiert. Aber es hat ja trotzdem gereicht“, erklärte sie nach dem souveränen Titelgewinn. Bei den Europameisterschaften holte sie mit der Mannschaft die Silbermedaille.

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Franziska Mietzner Frankfurter Handball-Club
Für die Weltmeisterschaft im Dezember ist Franziska Mietzner eine gesetzte Größe und wird die erste Frankfurter Handballerin seit Bianca Urbanke, vor der die Weltspitze wieder Respekt hat. Die noch 20 Jahre alte Juniorenweltmeisterin tritt nun in die großen Fußstapfen ihrer berühmten Mutter Katrin, die einst Weltmeistertitel und olympische Medaillen gewann. In der vergangenen Saison wurde die Rückraumspielerin vom FHC von den Spielerinnen der Bundesliga zur wichtigsten Akteurin der Meisterschaft gewählt und thronte einsam an der Spitze der Torschützenliste. Mutter Katrin ist das große Vorbild, und doch wird Franziska ihren eigenen Weg gehen: „Im Gegensatz zu meiner Mutter bin ich eine richtige Chaotin. Bei ihr läuft immer alles in geregelten Bahnen, ist gut geplant. Bei mir kommt es schon mal vor, dass ich was vergesse“, erklärt sie den Unterschied.

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Romy Tarangul Judo-Club 90 Frankfurt (Oder)
Den 27. August dieses Jahres wird Romy Tarangul so schnell nicht vergessen. Bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam holte die 21 Jahre junge und hübsche Judo-Dame vom JC 90 Frankfurt (Oder) die erste von am Ende vier Bronzemedaillen für das deutsche Team. „Ich bin überglücklich, endlich den Sprung auf Weltniveau geschafft zu haben“, strahlte der Schützling von Heimtrainer Benny Biemüller hinterher. Zu Recht, denn ein Jahr zuvor bei den Olympischen Spielen in Peking war sie als amtierende Vize-Europameisterin nicht über den neunten Platz hinausgekommen. Umso mehr sind schon jetzt die Spiele 2012 in London das große Ziel der Lehramt-Studentin und lebenslustigen jungen Frau, die nicht nur auf der Judo-Matte eine gute Figur macht. Vor Olympia war sie auch im „Playboy“ zu bewundern.

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Fanny Fischer: Mit einer Silbermedaille im Zweier-Kajak über 500 Meter kehrte die Vierer-Olympiasiegerin von Peking, Fanny Fischer, von der diesjährigen Weltmeisterschaft in Übersee zurück. Im Sprint über 200 m holten sich beide ebenfalls Silber. Gold gab es für Fanny mit der deutschen Staffel über 4 x 200 m. Bei der Heim-Europameisterschaft fischte die 23-jährige Kanutin im K2 über 200 Meter mit Nicole Reinhardt aus Lampertheim den ersten Titel für die Gastgeber aus dem Beetzsee. Außerdem gab es Bronze über den halben Kilometer gemeinsam mit ihrer Vereinsgefährtin Franziska Weber (beide KC Potsdam). Wie Ronny Rauhe möchte auch Fanny Fischer zur deutschen Flotte gehören, die 2012 bei den Olympischen Spielen in London startet.

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Antje Möldner vom SC Potsdam sorgte mit ihrem neunten Platz über 3000 Meter Hindernis für das beste Resultat eines deutschen Läufers auf den Mittel- und Langstrecken bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August im Berliner Olympiastadion. Außerdem verbesserte die 25-jährige Polizeimeisterin sowohl im Vorlauf als auch im Finale ihren deutschen Rekord auf schließlich 9:18,54 Minuten. Ihren internationalen Durchbruch schaffte die deutsche Meisterin, die in Geltow (Potsdam-Mittelmark) wohnt, mit ihrem Sieg bei der Team-Europameisterschaft in Portugal. Erst im Jahr zuvor hatte der Schützling von Trainerin Beate Conrad den Wechsel von der Mittelstrecke auf die Hindernisdistanz gewagt.

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Nico Schmidt RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder)
Seine Gestalt ist eindrucksvoll: 125 Kilogramm volle Power. Seine nationale Erfolgsliste ebenso lang, denn seit acht Jahren beherrscht Ringer Nico Schmidt vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) das Schwergewicht im griechisch-römischen Stil in Deutschland. Nur auf internationalen Matten wollte es für den mittlerweile 31 Jahre alten gebürtigen Potsdamer und künftigen Berufsfeuerwehrmann nicht klappen – bis zum 5. April dieses Jahres. Dann war es endlich soweit. Bei den Europameisterschaften in Vilnius erkämpfte sich der Superschwergewichtler Bronze. „Endlich, diese Medaille war längst überfällig“, jubelte der Schützling von Heimtrainer Jörn Levermann. „Es war für mich eine lange Durststrecke, die ich zu durchstehen hatte.“ Auch Bundestrainer Maik Bullmann war des Lobes voll. „Für Nico freut mich der Erfolg besonders. Er musste in der Vergangenheit viel Prügel einstecken. Jetzt wurde er für seinen nimmermüden Einsatz belohnt.“

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Sebastian Brendel (Kanurennsport/KC Potsdam im OSC):
Trotz seiner Jugend konnte der Indianerboot-Fahrer im Jahr eins nach dem Abschied der Neubrandenburger Canadier-Legende Andreas Dittmer vom Wettkampfsport überzeugend die Nachfolge des Neubrandenburgers antreten. Bei den Europameisterschaften im Juli auf dem Brandenburger Beetzsee trug das 1,92 Meter große Kraftpaket mit Silber über 1000 Meter und mit der Staffel sowie Bronze über 500 Meter jeweils im Einer-Canadier zur ausgezeichneten Bilanz der deutschen Kanu-Flotte bei. Daher begleiteten den 21-jährigen angehenden Bundespolizisten auch große Hoffnungen, als er im August im kanadischen Dartmouth erstmals bei den Weltmeisterschaften der Leistungsklasse an den Start ging. Aber auch dort erfüllte der aus Schwedt stammende Schützling des Potsdamer Trainers Ralph Welke die in ihn gesetzten Erwartungen, als er im Einer über 1000 Meter zur Bronzemedaille paddelte. „Damit hätte ich nicht gerechnet. Am Ende habe ich nicht mehr geguckt, sondern bin nur noch gefahren“, erzählte Sebastian Brendel, der in diesem Jahr außerdem achtfacher Deutscher Meister in verschiedenen Canadierbooten wurde, nach diesem Erfolg in Kanada.

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Ronald Rauhe: In diesem Jahr war der Kajakfahrer vom KC Potsdam fast ausnahmslos solo unterwegs. Dem Erfolg tat dies allerdings keinen Abbruch. Bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Dartmouth paddelte der 28-Jährige im Einer zu Gold über 200 und 500 Meter. Der 53-fache deutsche Meister war mit seinem Zweier-Partner Tim Wieskötter im Kajak über 500 m seit den Weltmeisterschaften 2001 bis zur letztjährigen Niederlage in Peking das Maß aller Dinge. In den Einer hatte Rauhe umsteigen müssen wegen einer langwierigen Erkrankung Wieskötters. Im Juni wurde der Solist Rauhe Vize-Europameister auf dem Beetzsee in Brandenburg.

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Bobanschieber Kevin Kuske, der die Umfrage nach den Brandenburger Sportlern des Jahres zuletzt dreimal in Folge für sich entscheiden konnte, war im Winter 2009 zwar von Verletzungen geplagt, aber er kämpfte sich zurück in die Mannschaft. Bei den Weltmeisterschaften in Lake Placid/USA im Februar stand der Potsdamer wieder auf dem Treppchen. Der 30 Jahre alte Sportsoldat holte im Vierer des Oberhofer Piloten André Lange WM-Silber. Im Zweier belegte das Duo Rang fünf.

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Maximilian Levy (Sparkassen-Team Brandenburg): Hinter dem Sprinter aus Cottbus liegt wieder eine äußerst erfolgreiche Saison, mit der er sogar seine Ergebnisse aus dem Olympia-Jahr 2008 (Dritter im Teamsprint, Vierter im Sprint) toppen konnte. Bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Polen sicherte sich der 22-Jährige im März überraschend das Regenbogentrikot des Weltmeisters im Keirin. Bei der EM in Weißrussland und der deutschen Meisterschaft in Erfurt folgten im Sommer die Titel zwei und drei in Levys neuer Schokoladendisziplin. Dabei drohte dem fünffachen Junioren-Weltmeister im Herbst 2007 fast schon das Karriereaus nach einen Bandscheibenvorfall. Doch der Schützling von Trainer Eyk Pokorny, einst selbst erfolgreicher Sprinter, kam besser und stärker zurück als zuvor. Neben dem Sport beendete Levy auch erfolgreich seine Ausbildung zum Industriekaufmann (Note: Gut) und will 2010 neben dem Keirin auch im Sprint wieder durchstarten.

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Roger Kluge/Robert Bartko (LKT Team Brandenburg): Der Cottbuser und der Potsdamer sind das neue „Traumpaar“ im Zweier-Mannschaftsfahren. Bei den Europameisterschaften Mitte Oktober in Gent sicherten sich Kluge/Bartko bei ihrem ersten gemeinsamen Rennen gleich den Madison-Titel. Anschließend folgte der Sieg beim Sechstagrennen in Amsterdam und die Silbermedaille beim Bahn-Weltcup in Manchester. Der 23-jährige Kluge, zuletzt der erfolgreichste deutsche Bahnfahrer (Olympia-Zweiter 2008, WM-Silber und –Bronze 2008), besticht weiter durch seine Rennübersicht und Sprintfähigkeiten. Lohn: 2010 fährt der gebürtige Eisenhüttenstädter als Profi beim Team Milram. Routinier Bartko (33) steuerte seine unglaubliche Erfahrung und Ausdauer bei. Zusammen ist der „Brandenburg-Express“ deshalb im Moment fast unschlagbar. „Roger ist der Beste, den ich je hatte. Mit dem Rennverständnis liegen wir auf einer Wellenlänge“, sagt der Doppel-Olympiasieger von 2000.

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Potsdamer Ruder-Gesellschaft (Christiane Huth, Stephanie Schiller, Arne Maury):
Mit Bronzemedaillen kehrten die Aktiven der Potsdamer Rudergesellschaft in diesem Jahr von den Weltmeisterschaften aus Posen heim. Christiane Huth und Stephanie Schiller landeten auf dem Malta-See im Finale der Doppelvierer gemeinsam mit Peggy Waleska aus Dresden und Annekatrin Thiele aus Leipzig auf Platz drei hinter den favorisierte Booten der Ukraine und der USA. „Wir hatten uns etwas mehr ausgerechnet, aber mehr war einfach nicht drin“, erklärte Schlagfrau Huth nach dem Endlauf. „Wir haben alles gegeben, aber die anderen waren einfach besser.“ Eigentlich wollten Christiane Huth und Annekatrin Thiele in Polen wieder den Doppelzweier fahren, in dem sie im vergangenen Jahr Olympia-Silber gewonnen hatten. Weil ihr Zweier und der Doppelvierer aber den Ruderverbandsverantwortlichen beim Weltcup auf dem Luzerner Rotsee zu langsam erschien, rückten die beiden Olympiazweiten kurzfristig mit ins große Boot, das nur schwer in die WM fand und am Ende froh war, überhaupt auf das Medaillentreppchen gerudert zu sein. Arne Maury steuerte währenddessen in Posen den deutschen Handicap-Mixed-Vierer ebenfalls auf Platz drei hinter Großbritannien und Italien. „Die Medaille war okay. Zwei, drei Schläge mehr, und wir hätten Italien noch gehabt“, sagt der 25-Jährige dazu.

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SC Cottbus Turnen: Schon zu DDR-Zeiten war der SC Cottbus eine weltbekannte Spitzenadresse des Leistungssports im Spitzen- wie auch im Nachwuchsbereich. Mit der politischen Wende überführte der SC Cottbus sein Profil in die neue Zeit und wurde 1991 erster gesamtdeutscher Mannschaftsmeister. Nur dreimal blieben die Cottbuser seitdem ohne Medaille, 2008 kam der inzwischen achte Meistertitel hinzu. Im Finale besiegten die Lausitzer überraschend den KTV Straubenhardt um Welt- und Europameister Fabian Hambüchen. Damit ist der SCC jetzt deutscher Rekordmeister. Die Mannschaft, die momentan in der Deutschen Turn-Liga ihren neunten Titel anvisiert, wird von den Eigengewächsen Robert Juckel (27 Jahre) und dem EM-Vierten im Mehrkampf, Philipp Boy (22), angeführt. Hauptmerkmal des SC Cottbus ist die Konzentration auf die Entwicklung des eigenen Nachwuchses. Der Verein erhielt im Sommer bereits zum dritten Mal das „Grüne Band“ der Dresdner Bank für herausragende Talenteförderung.

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1. FFC Turbine Potsdam
Hollywood in Babelsberg! In einem unvergesslichen Herzschlagfinale sicherten sich die Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam am 7. Juni zum dritten Mal die deutsche Meisterschaft. Eine Woche nach der bitteren 0:7-Niederlage im DFB-Pokalfinale in Berlin gegen den FCR Duisburg lag die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder im Fernduell mit dem FC Bayern München am Ende mit einem winzigen Törchen vorn.
Wenig später konnten die B-Juniorinnen von Turbine den siebten Gewinn der deutschen Meisterschaft feiern.
In Babett Peter, Anja Mittag, Jennifer Zietz, Bianca Schmidt und Neuzugang Lira Bajramaj gehörten gleich fünf Spielerinnen zu deutschen Nationalmannschaft, die in Finnland Europameister wurde.

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Dynamo Brandenburg-Mitte
Es war wohl das spannendste Finale um eine deutsche Meisterschaft im Mannschafts-Judo. Die Damen von Dynamo Brandenburg bezwangen Anfang Oktober den UJKC in einem dramatischen Endkampf in der Verlängerung. „Der Sieg war verdient“, sagt Brandenburgs Trainer Wolfgang Zuckschwerdt. Seine Mädels haben schließlich in der ganzen Saison keinen Teamkampf verloren. So konnte Brandenburg im 16. Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit den dritten Titel feiern. Das Muster an Beständigkeit war die 35 Jahre alte Tatjana Moskwina-Stiehl. Die Weißrussin gewann in der Klasse bis 48 Kilogramm sämtliche Saisonkämpfe vorzeitig.
Auch im nächsten Jahr wollen die Dynamos ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden. „Die Mannschaft bleibt so zusammen“, sagt Coach Zuckschwerdt.

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Die Netzhoppers Königs Wusterhausen waren das Überraschungsteam in der Volleyball-Bundesliga der Männer in der Saison 2008/09. Bereits in der Hauptrunde legte das Team von Trainer Mirko Culic eine beeindruckende Siegesserie hin. In den Playoffs setzten die langen Kerls um den aus Potsdam stammenden Kapitän Manuel Rieke noch eins drauf. Im Viertelfinale schalteten sie den Moerser SC aus und zogen sogar ins Meisterschaftshalbfinale ein. Dort war erst gegen Generali Haching Endstation.

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