Sportlerumfrage Brandenburg 2008

Die Wahl der Brandenburger Sportler des Jahres erlebt bereits ihre 17. Auflage. Organisatoren und Medienpartner der Umfrage sind: der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), die Märkische Allgemeine, die Potsdamer Neueste Nachrichten, die Märkische Oderzeitung, die Lausitzer Rundschau und der Uckermark Kurier sowie der Landessportbund Brandenburg und die Sporthilfe Brandenburg.

Die offizielle Kandidatenliste wurde von den Sportredakteuren erstellt und umfasst 2008: 5 Sportlerinnen, 4 Sportler und 8 Teams.

Die Kandidaten-Liste
Männer
Roger Kluge    Olympia Silber
Maximilian Levy    Olympia Bronze
Kevin Kuske    WM-Gold Zweier, Vierer
Olaf Pollack    Vizeweltmeister, Olympia 5.

Frauen
Katrin Wagner-Augustin    Olympia-Gold und Bronze
Dorsjuren Munkhbayar    Olympia Bronze
Frances Herrmann     Paralympics Silber
Martina Willing    Paralympics Gold, Silber
Hanka Kupfernagel    WM-Gold Radcross

Teams
Kanurennsport KC Potsdam im OSC
Potsdamer Rudergesellschaft
UJKC Frauen
SC Cottbus Turnen
Energie Cottbus
Frankfurter Handballclub
1. Luckenwalder Ringerclub
1. FFC Turbine Potsdam

Nennen Sie uns Ihren Favoriten bei Frauen, Männern und Teams und vergessen Sie beim Schreiben der Mail nicht Ihre Adresse einzutragen.
Die Mail-Adresse für Ihren Teilnahme an der Umfrage 2008 lautet:

Sportlerumfrage@lsb-brandenburg.de

Unter allen Lesern, Hörern und Zuschauern, die einen gültigen Tipp abgegeben haben, wird der Hauptpreise der Brandenburger Sportlerumfrage 2008 – zwei Wochenenden in Berlin für 2 Personen bei der Leichtathletik-WM – ausgelost.
(Weitere Umfragepreise stellen unsere Umfragepartner für die Teilnahme an der Umfrage über Ihre Medien zur Verfügung.)

Die Ehrung der Brandenburger Sportler des Jahres 2008 findet am Samstag, dem 13.12.2008, um 19.00 Uhr im Inselhotel Hermannswerder in Potsdam statt.

Karten/65,00 € können über den LSB Brandenburg 0331-97198-31 / Frau Butzek oder eMail: presse@lsb-brandenburg.de bestellt werden.

Portraits

Munkhbayar Dorjsuren
Die gebürtige Mongolin trainiert seit einem guten Jahr am Olympiastützpunkt in Frankfurt an der Oder und bescherte ihrer sportlichen Wahlheimat gleich eine Olympiamedaille. In Peking gewann die 39-Jährige Bronze mit der Sportpistole. In Schützenkreisen ist die Mutter der 14 Jahre alten Tochter Ujin aber schon lange keine Unbekannte. Sie gewann bereits 1992 in Barcelona Olympia-Bronze für ihr Heimatland, war mehrfach Weltmeisterin und Weltcupsiegerin. Privat mag es die dunkelhaarige Frau, die durch ihr Pädagogikstudium 1995 in Leipzig nach Deutschland kam, eher ruhig. In ihrem derzeitigen Wohnsitz Kuortane – ihr Lebenspartner Matthias Hahn ist Trainer der finnischen Nationalmannschaft im Schießen – streift die von allen „Munki“ genannte Sportlerin gern durch die Wälder. „Ich suche viel Beeren und mache daraus Marmelade. Die isst die ganze Familie gern“, schwärmt sie.

Frances Herrmann
(LC Cottbus) Die spastisch gelähmte Leichtathletin hat bei den 13. Paralympics in Peking überraschend die Silbermedaille im Diskuswerfen gewonnen. Frances Herrmann, die in Cottbus die Lausitzer Sportschule besucht und 2009 das Abitur ablegen wird, stellte in der Schadensklasse F 32 bis 34 sogar mit 21,19 Metern einen neuen Weltrekord auf. Aufgrund der komplizierten Berechnungsmethoden für die verschiedenen Schadensklassen reichte dies aber nicht für den Gewinn der Goldmedaille. Für die 19-Jährige, die in Cottbus bei Ralf Paulo trainiert, war schon mit der Nominierung ein Traum in Erfüllung gegangen. Mit 19,94 Metern im Diskuswerfen hatte sich die Sportlerin vom LC Cottbus bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der Behinderten in Berlin im Juli die Fahrkarte nach China gesichert. Im „Vogelnest“ von Peking konnte sich die aus Lübben stammende Herrmann dann nochmals deutlich steigern. Im Speerwerfen belegte die rechtseitig gelähmte Herrmann bei den Paralympics Platz sieben.

Hanka Kupfernagel
Die 34-jährige Olympiazweite des Straßenrennens von Sydney bestätigt ihren Ruf als vielseitigste Radsportlerin der Welt immer wieder. In diesem Jahr sicherte sich die gebürtige Thüringerin drei Deutsche Meistertitel in Serie: Zuerst gewann sie – wie fast immer – Gold im Querfeldeinfahren, anschließend schlug sie der Spezialistin Sabine Spitz auf dem Mountainbike ein Schnippchen. Dann holte sich die amtierende Weltmeisterin auch noch den Titel im Einzelzeitfahren. Den größten Coup landete die Profisportlerin aus Werder aber gleich im ersten Monat des Jahres: Da gewann sie bei der Cross-Weltmeisterschaft in Treviso ihr viertes Regenbogentrikot in dieser Disziplin. „Das ist für mich auch in diesem Winter wieder der Höhepunkt. Ich will in Hoogerheide meinen fünften Cross-Titel holen“, sagt die amtierende Europameisterin mit Blick auf den Wettbewerb am letzten Januarwochenende in Holland.

Katrin Wagner-Augustin
Diesen Sommer wird Katrin Wagner-Augustin nicht vergessen. Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann die Rennkanutin des KC Potsdam im OSC mit dem deutschen Doppelvierer Gold und einen Tag später im Einer Bronze jeweils über 500 Meter. „Bei einer Medaille im Einer kann man sagen: Du warst dein eigener Kapitän und hast es ganz allein geschafft“, resümierte die inzwischen 31-Jährige, die nach dem Triumph mit dem Vierer Tränen vergossen hatte und nun mit vier Olympiasiegen und fünf Weltmeistertiteln Deutschlands zweiterfolgreichste Paddlerin aller Zeiten ist. Die Olympiamannschafts-Leitung würdigte dies, indem sie Katrin Wagner-Augustin zur deutschen Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier in Peking ernannte. „Das war eine große Ehre“, gesteht die Potsdamerin, die am 24. August mit dem schwarz-rot-goldenen Banner in der Hand das deutsche Team ins Nationalstadion führte. Zumindest bis zu den Weltmeisterschaften 2009 im kanadischen Dartmouth will die mit dem ehemaligen Kanuten Lars Augustin verheiratete Arzthelferin und Sportsoldatin, die mittlerweile Innenarchitektur und Raumgestaltung studiert, noch paddeln.

Martina Willing
Sie ist 48 Jahre, ihrem geliebten Sport aber treu wie eh und je. Die sehbehinderte und querschnittsgelähmte Brandenburgerin eröffnete bei den Paralympics in Athen den Medaillenreigen der deutschen Leichtathletik-Mannschaft mit Silber im Kugelstoßen. Ihre 8,61 Meter bedeuteten zugleich Weltrekord. Dass es „nur“ Silber war, ist dem komplizierten Reglement im Behindertensport geschuldet. Das ersehnte Gold gelang der von Wilfried Melzer bei Stahl Brandenburg betreuten Sportlerin, die auch bei zurückliegenden Paralympischen Spielen mehrfach zu den Medaillengewinnern gehörte, wenige Tage später in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Speerwerfen. Martina Willing, die sich nach diesem erneuten Erfolg ins Goldene Buch ihrer Heimatstadt Brandenburg eintragen durfte, kündigte an, auch 2012 in London noch an den Spielen teilnehmen zu wollen.

Roger Kluge
(RK Endspurt 09 Cottbus/LKT Team Brandenburg)
Der 22-Jährige war der Aufsteiger des Jahres und fuhr vor allem auf der Bahn von Erfolg zu Erfolg. Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann Kluge im Punktefahren hinter dem Spanier Joan Llaneras sensationell die Silbermedaille. Bei den Weltmeisterschaften im März in Manchester holte er sogar zwei Medaillen: zusammen mit Partner Olaf Pollack (Kolkwitz) im Madison (Zweier-Mannschaftsfahren) und im Scratch. In dieser Disziplin hatte Kluge zuvor schon des Gesamt-Weltcup geholt. Im September gewann der gebürtige Eisenhüttenstädter auch noch die Brandenburg-Rundfahrt. Die „Diva“ (Heimtrainer Michael Max über Kluge) besticht durch Lockerheit und große Konzentrationsfähigkeit. Neben dem Sport schloss Kluge im Frühjahr auch seine Berufsausbildung zum Industriekaufmann ab, seit dem 1. Oktober gehört er zu den vom Land geförderten Sportlern in der Technischen Einrichtung für den Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) in Eisenhüttenstadt. 2009 wird er voraussichtlich weiter für das LKT-Team fahren.

Kevin Kuske
Auch im Winter dieses Jahres erwies sich Kevin Kuske aus Potsdam als stärkster Bob-Anschieber der Welt. Bei den Weltmeisterschaften in Winterberg gewann der 29-Jährige zunächst Gold im Zweierbob, und eine Woche später rauschte er im großen Schlitten des Oberhofers André Lange gemeinsam mit René Hoppe aus Weida und Martin Putze aus Bad Sulza ebenfalls auf Platz eins. Für das 1,94 Meter große Kraftpaket und seinen Piloten waren die WM-Titel sechs und sieben bereits der zweite WM-Doppelerfolg nach 2003. „Bei uns hat alles gepasst“, strahlte der dreifache Olympiasieger nach diesem Triumph. Im Frühjahr gab es in Potsdam öffentliche Diskussionen um eine von ihm getragene Jacke der Marke „Thor Steinar“, die als Erkennungszeichen unter Rechtsextremisten gilt. Der Modellathlet distanzierte sich aber von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und trainierte den Sommer über wieder im heimischen Luftschiffhafen für die vorolympische Saison 2008/09, die für Kuske & Co. international in der kommenden Woche mit dem Weltcup in Winterberg beginnen wird.

Maximilian Levy
(RSC Cottbus/Team Sparkassen Brandenburg)
Vor knapp einem Jahr drohte Sprinter Maximilian Levy fast schon das Karriereende – mit 20 Jahren. Der Cottbuser hatte sich im September 2007 im Training einen Bandscheibenvorfall zugezogen, musste im Wirbelsäulenzentrum Berlin-Pankow operiert werden. Doch das Ausnahmetalent, das als Junior fünfmal das Regenbogentrikot des Weltmeisters gewinnen konnte, meldete sich schneller zurück in der Spitze als erwartet und krönte sein Comeback bei den Olympischen Spielen mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Teamsprint zusammen mit René Enders (Erfurt) und Stefan Nimke (Schwerin). Im Sprint-Turnier von Peking überzeugte Levy erneut, war bester Deutscher und verpasste als Vierter nur knapp den Gewinn einer Einzelmedaille. Bei den anschließenden deutschen Meisterschaften in Büttgen gewann der 21-Jährige im Keirin seinen ersten nationalen Titel im Männerbereich. Nach einer längeren Pause mit Schwerpunkt auf die Ausbildung zum Industriekaufmann wird der Cottbuser Mitte Dezember in Cali (Kolumbien) wieder in die Wettkämpfe einsteigen.

Olaf Pollack
(RSC Cottbus/Team Volksbank)
Nach Jahren als sprint-schneller Straßen-Profi (Team Gerolsteiner 2000 bis 2004, Team T-Mobile 2005/06, Team Wiesenhof-Felt 2007, jetzt Team Volksbank) hat Olaf Pollack im vergangenen Winter auf die Bahn zurückgefunden. Dorthin, wo seine erfolgreiche Laufbahn begonnen hat. 1999 in Berlin war er bereits Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung und holte Bronze mit Andreas Kappes (Bremen) im Madison. In diesem Jahr kam in Manchester WM-Silber im Madison zusammen mit seinem Cottbuser Partner Roger Kluge dazu – nur die Briten Mark Cavendish/Bradley Wiggings waren besser als der „Lausitz-Express“. Beide haben sich gesucht und gefunden und bilden eine Kombination aus Erfahrung und jugendlicher Unbekümmertheit. Bei den Olympischen Spielen in Peking verpasste das Duo die eigene Zielstellung, kam belauert von der Konkurrenz auf Rang fünf im Zweier-Mannschaftsfahren. Diesen Winter bestreiten Pollack/Kluge erneut zusammen Weltcup- und Sechstagesaison. Zum Auftakt in Grenoble (Frankreich) belegten das Duo Platz zwei.

1. FFC Turbine Potsdam
Die von Bernd Schröder trainierten Bundesliga-Fußballerinnen des1. FFC Turbine Potsdam beendeten die Saison 2007/08 nach durchwachsenem Verlauf mit Bronze und kamen damit das achte Jahr in Folge auf einem Medaillenrang ein. In Anja Mittag und Babett Peter waren zwei Potsdamerinnen am Gewinn der olympischen Bronzemedaille durch die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft in Peking beteiligt. Gleich fünf Turbine-Spielerinnen gehörten bei der U 20-WM in Chile zum deutschen Aufgebot. Zudem wurde die B-Jugend des Vereins zum sechsten Mal deutscher Meister.

1. Luckenwalder SC
Im Februar 2008 wurden die Ringer des 1. Luckenwalder SC zum zweiten Mal in Folge deutscher Mannschafts-Vizemeister. In beiden Finalduellen war der Champion von 2006 erneut dem Team aus Köllerbach aus dem Saarland unterlegen. „Das war großes Ringen“, bemerkte Sportminister Holger Rupprecht zu den packenden Fights. Für das Rennen um Titel hatte LSC-Cheftrainer Erik Hahn, Olympia-Vierter von 1996, insgesamt 31 Athleten, davon 20 international erfahrene Ausländer, aufgeboten.

FC Energie Cottbus
Mit einem furiosen Endspurt nach einer schwierigen Saison schaffte der FC Energie Cottbus doch noch den Klassenerhalt in der 1. Fußball-Bundesliga. Im heimischen Stadion der Freundschaft konnten die Lausitzer die letzten fünf Partien für sich entscheiden und krönten damit ihre Aufholjagd, die mit einem sensationellen 2:0-Erfolg gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München begonnen hatte. Bereits nach sechs Spieltagen wurde Cheftrainer Petrik Sander beurlaubt. Energie lag zu diesem Zeitpunkt mit nur zwei Punkten auf dem letzten Platz und hatte große Probleme, die Abgänge von Kapitän Kevin McKenna sowie der beiden Torjäger Sergiu Radu und Vlad Munteanu zu kompensieren. Mit hartem Training und viel Taktikarbeit brachte der neue Trainer Bojan Prasnikar die verunsicherte Mannschaft wieder auf Kurs. Am vorletzten Spieltag wurde mit dem 2:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV der vierte Bundesliga-Klassenerhalt in der Vereinsgeschichte perfekt gemacht.

Frankfurter HC
Vor der vergangenen Saison sah sich Dietmar Schmidt einem Problem gegenüber: Mit Sabrina Neuendorf und Angie Geschke hatten zwei wichtige Spielerinnen den Verein verlassen. „Jammern bringt keine Punkte“, sagte der Trainer und formte das jüngste Team der Handball-Bundesliga. Der Erfolg: Platz 4 und die Teilnahme an den Europapokal-Wettbewerben. Vor dieser Saison ein ähnlicher Schlag. Mit Nationalspielerin Katja Schülke und Katarina Bralo gingen gleich zwei Torhüterinnen weg aus Frankfurt (Oder). „Macht nichts, dann holen wir eben zwei andere“, wiegelte der Olympiasieger von Moskau ab. Und schon wieder steht der FHC auf Platz 4, der am Ende der Saison die Berechtigung für die Play-offs und einen garantierten Startplatz auf internationaler Ebene bringen würde. „Es ist besser, auf junge und hungrige Spielerinnen zu setzen und den eigenen Nachwuchs voranzubringen“, ist die Devise des 56-Jährigen.

Kanuclub Potsdam im OSC
Mit Gold, Silber und Bronze kehrten die Rennkanuten des KC Potsdam im OSC von den diesjährigen Olympischen Spielen aus Peking an die Havel zurück. Fanny Fischer erpaddelte in Fernost als Schlagfrau gemeinsam mit ihrer Klubkameradin Katrin Wagner-Augustin, der Magdeburgerin Conny Wassmuth und Nicole Reinhard aus Lampertheim im Viererkajak ihr erstes Olympia-Gold. Mit Silber im Zweierkajak über 500 Meter hauchdünn hinter Spanien mussten sich diesmal Ronald Rauhe und Tim Wieskötter, die Seriensieger der vorherigen sieben Jahre, begnügen: „Das war bitter, ist aber inzwischen abgehakt“, sagt der 27-jährige Ronny Rauhe nun mit einigem zeitlichem Abstand. Ob er und Wieskötter weiter gemeinsam im K2 paddeln werden, ist derzeit offen. Über Olympia-Bronze freuen durften sich die beiden Potsdamer Lutz Altepost und Torsten Eckbrett, die in Peking mit dem deutschen Viererkajak nach 1000 Metern Dritte hinter Weißrussland und der Slowakei wurden. Ihr Klubkamerad Sebastian Brendel war als Ersatzmann für den Einer-Canadier mit in die Olympia-Stadt gereist, erhielt dort aber keine Chance, sein Können zu beweisen.

Potsdamer Ruder-Gesellschaft
Nur um eine Hundertstelsekunde verpasste Christiane Huth von der PRG mit ihrer Leipziger Partnerin Annekatrin Thiele bei den Olympischen Spielen in Peking die Goldmedaille. Die 28-jährige Potsdamerin, Marketing-Assistentin am Kongreß-Hotel, holte so im Doppelzweier nach 2000 Metern Silber. Olympia-Bronze sicherten sich Ruder-Ikone Kathrin Boron, die zuvor vier Mal Olympiasiegerin geworden war und nach Peking ihre aktive Laufbahn beendete, und Stephanie Schiller im Doppelvierer. Hans Gruhne im Doppelvierer (6.), sowie Clemens Wenzel und Karsten Brodowski im Doppelzweier (9.) standen ebenso im deutschen Aufgebot wie die beiden Ersatzleute Juliane Domscheid und Falko Nolte. Knapp an einer paralympischen Medaille vorbei ruderte Arne Maury der den vierten Rang belegte.

SC Cottbus Turnen
Schon zu DDR-Zeiten gehörte der SC Cottbus zu einer weltbekannten Spitzenadresse des Leistungssports im Spitzen- wie auch im Nachwuchsbereich. Mit der politischen Wende überführte der SC Cottbus sein Profil in die neue Zeit und wurde 1991 sofort erster gesamtdeutscher Mannschaftsmeister. Im vergangenen Dezember kam in Heidelberg der inzwischen siebte Titelgewinn dazu. Die Mannschaft, die momentan in der Deutschen Turn-Liga ihren achten Titel anvisiert, wird von den Eigengewächsen Robert Juckel (26 Jahre) und Philipp Boy (21) angeführt. Beide waren auch bei den Olympischen Spielen in Peking am Start, waren dort Stützen der deutschen Nationalmannschaft, die als Vierte im Mannschaftswettbewerb nur knapp eine mögliche Medaille verpasste. Hauptmerkmal des SC Cottbus ist die Konzentration auf die Entwicklung des eigenen Nachwuchses. Der Verein erhielt bereits zweimal das „Grüne Band“ der Dresdner Bank für herausragende Talenteförderung.

UJKC Potsdam Frauen
Potsdams Judo-Frauen sind in Deutschland weiterhin das Maß aller Dinge – in diesem Jahr wurde der Universitäts- Judo- und Kampfsport-Club zum dritten Mal Deutscher Mannschaftsmeister. In der Finalrunde der Frauen in Leipzig setzte er sich zunächst gegen Wiesbaden und Esslingen durch, im Endkampf dann auch gegen den gastgebenden JC Leipzig. Damit verteidigten Julia Basler, Yvonne Bönisch, Monica Cabaj, Inga Kolodziej, Franziska Konitz, Claudia Malzahn, Wasilisa Prill, Katarzyna Puzkosnik, Elisa Schmidtke, Stefanie Schulz, Anja Stuwe und Heide Wollert erfolgreich den im Vorjahr daheim erkämpften Titel. „Wir sind sehr ausgeglichen und stark besetzt – diese Breite können die anderen Vereine nicht aufbieten“, nennt die Olympiasiegerin von 2004 und diesjährige Peking-Starterin Yvonne Bönisch den Vorteil ihres Vereins, der schon 2005 Deutscher Meister der Frauen geworden war und im Jahr darauf Platz zwei belegt hatte. Und auch UJKC-Cheftrainer Axel Kirchner lobte seine diesjährige Meister-Truppe: „Das war eine klasse Leistung, die die Mannschaft da geboten hat.“