Sportler des Jahres 2011

Das gab es noch nie: Die Sportler des Jahres 2010 sind auch die Sieger 2011! Kanutin Franziska Weber in einem Kopf-an-Kopf-Rennen, souverän der Cottbuser Turner Philipp Boy und bereits zum 8. Mal als Umfrage-Sieger die Damen des 1. FFC Turbine Potsdam – so präsentierten sich am 10. Dezember im Potsdamer Inselhotel Hermannswerder Brandenburgs Sportler des Jahres 2011 – oder fast, denn Franziska Weber war zum Training in Sevilla und konnte deshalb nicht dabei sein. Die Turbine-Fußballerinnen mussten am nächsten Tag nur bis nach Leipzig und feierten ihren Sieg kurz, aber ausgelassen.

Philipp Boy dagegen jettete extra vom Tegernsee zur Ehrung nach Potsdam und gewann auch wie im Flug die Herzen der Gäste. 2012 zählt für ihn nur Olympia: „Meine Chance auf eine Olympiamedaille wird nie wieder so groß sein wie in London.“, umriss er seinen Traum.

Das weiß auch Ministerpräsident Matthias Platzeck: Vor den Sportlern sowie zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft erinnerte er daran, dass Brandenburg bisher 83 Olympiamedaillen vorweisen kann. 2012 möchte er bei der Wahl der Sportler des Jahres unter Olympiasiegern auswählen können.
Eine „erfolgreiche und verletzungsfreie Vorbereitungszeit auf London“ wünschte der frisch-gebackene Landessportbund-Präsident Wolfgang Neubert allen Sportlerinnen und Sportlern. „Wir freuen uns auf die Ergebnisse, die wir dann feiern können!“

Nicht mehr zu Olympia fahren werden Kanutin Fanny Fischer und Radsportler Robert Bartko. Die beiden Olympiasieger wurden gemeinsam mit dem Potsdamer Leichtathletik-Trainer Axel Richter vor großem Publikum verabschiedet. Robert Bartko will aber noch nicht wirklich vom Leistungssport Abschied nehmen, sondern weiter z.B. bei Sechstagerennen antreten.

Umrahmt wurde der kurzweilige Abend von Artist Mirko Köckenberger mit einer Handstand-Äquilibristik, bei der auch Philipp Boy kräftig applaudierte. Comedian Michael Genähr erheiterte den Saal mit Beobachtungen aus dem Schwimmbecken. Die Judo-Damen der SG Dynamo Brandenburg steckten mit ihrem Temperament und ihrer guten Laune den halben Saal an, und ein optisch wie kulinarisch gelungenes Buffet rundete den Abend ab.