Sportland Brandenburg setzt Ausrufezeichen für den Kinderschutz

Glänzende Augen, unbeschwertes Lachen, pure Freude – der Spaß am Sport und der Bewegung lässt Kinderherzen höher schlagen. Diese Lebenslust ist jedoch nicht nur höchste Belohnung für den organisierten Sport, sondern auch eine große Verpflichtung. Um den Vereinen und Verbänden des Sportlandes dabei zu helfen, dieser Verpflichtung auch in schwierigen Situationen gerecht zu werden, hat der Landessportbund Brandenburg e.V. mit seiner Brandenburgischen Sportjugend gemeinsam mit der Sportjugend Berlin und dem Kreissportbund Barnim am 14. Oktober zur 3. Berlin-Brandenburgischen Regionalkonferenz „Für den Kinderschutz – Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ geladen.

In Eberswalde diskutierten 95 Vertreter aus Vereinen und Verbänden mit Experten aus dem Sport, der Medizin und dem Rechtswesen in fünf Workshops unter anderem über Prävention und Folgen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, über rechtliche Grundlagen des Kinderschutzes und über sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien. „Gut ein Drittel unserer Mitglieder sind unter 18 Jahre alt. Das sind über 110.000 Mädchen und Jungen, die regelmäßig die Sportangebote unserer Vereine in Anspruch nehmen, um dort ihrer Leidenschaft, dem Sport, nachzugehen. Dass sie das unbesorgt und behütet tun können, ist für uns und die gesamte Gesellschaft elementar“, betonte LSB-Vorstand Robert Busch die Rolle des Sports im Kinderschutz und fügte hinzu: „Diese Verantwortung endet nicht am Spielfeldrand und auch nicht in der Kabine. Und das Sportland will und wird diese Verantwortung weiterhin ernst nehmen – für unseren Nachwuchs, für unsere Zukunft.“

Der Landessportbund Brandenburg engagiert sich seit Jahren für den Kinderschutz. So gibt er Vereinen mit seiner Broschüre „Kinderschutz im Sport“ einen praktischen Leitfaden, wie sie ihre jungen Sportler schützen und in Verdachtsfällen richtig reagieren. Zudem hat er einen Ehrenkodex veröffentlicht, einen Ansprechpartner installiert und bildet regelmäßig Kinderschutzbeauftragte für die Brandenburger Sportverbände aus. Mit Erfolg: Gut 700 Sportvereine im ganzen Land sowie mehr als die Hälfte der Brandenburger Landesverbände haben bereits ein Kinderschutzkonzept sowie einen Kinderschutzbeauftragten – und es werden von Jahr zu Jahr mehr. In dieses brandenburgweite Netzwerk sind auch die Stadt- und Kreissportbünde eingebunden.