Sportland Brandenburg bestätigt positive Trends

Das Erfolgsrezept ist stimmig, die benötigten Zutaten vorhanden und die Protagonisten arbeiten Hand in Hand: Die Chancen stehen gut, dass das Sportland Brandenburg auch weiterhin an die Erfolge aus Vergangenheit und Gegenwart anknüpfen kann. Das wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landessportbundes Brandenburg deutlich, zu der der Dachverband des märkischen Sports am 25. November nach Lindow geladen hatte. Im dortigen Sport- und Bildungszentrum hatten sich mehr als 80 Vertreter der Mitgliedsvereine und -verbände zusammengefunden, um sich über strukturelle Ergebnisse auszutauschen und die künftigen finanziellen Rahmenbedingungen zu beschließen. Dabei verabschiedeten die Delegierten, die 252 Stimmen auf sich vereinten, u.a. den Haushalt für 2018 mit einem Gesamtetat von 16,2 Mio Euro sowie den Mitgliedsbeitrag für das kommende Jahr, der je Mitglied weiterhin bei 8 Euro liegen wird, einstimmig.

Zeichen, dass sich das Sportland auf dem richtigen Weg befindet, gab es auch in diesem Jahr auf verschiedenen Ebenen. So setzte der LSB seinen Wachstumskurs fort und stellte mit einem Plus von mehr als 10.000 Sportlerinnen und Sportlern auf nunmehr gut 342.000 Mitglieder einen neuen Rekordwert auf. Zudem profitierte der Breitensport der Mark von gut gefüllten Fördertöpfen und die Spitzensportler des Landes zeigten sich vor allem in den brandenburgischen Schwerpunktsportarten Kanu, Triathlon, Bahnradsport sowie im paralympischen Sport erfolgshungrig. Entsprechend zufrieden zeigte sich LSB-Präsident Wolfgang Neubert, der sich bei der Brandenburgischen Landesregierung, den Landtagsabgeordneten sowie allen Partnern des märkischen Sports für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung bedankte. Bei aller Freude über das Erreichte vergaß er in seiner Rede vor den Delegierten aber auch nicht, auf die schweren Aufgaben hinzuweisen, die in den kommenden Wochen und Monaten auf das Sportland zukommen.

Folgendes gab der LSB-Präsident den Vereins- und Verbandsmitgliedern mit auf den Weg:

… zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur.
Die Maßnahmen des Goldenen Plan Brandenburg für den ländlichen Raum sowie jene im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms für die urbanen Gebiete schreiten vielversprechend voran. Mehr als 6,4 Millionen Euro sind allein in diesem Jahr in die Sanierung beziehungsweise in den Neubau von Turnhallen, Sportplätzen oder Vereinsheimen geflossen. Das stärkt nicht nur die Vereine und den Breitensport vor Ort, sondern auch die Brandenburger Gesellschaft im Ganzen. Der sichtbare Erfolg dieser beiden Bauprogramme hat die Landesregierung bewogen, über eine Erweiterung des Sportstättenbaus nachzudenken. Für all diese Aktivitäten haben wir mit unserer Strategiediskussion „Sportland Brandenburg 2020 – gemeinsam Perspektiven entwickeln“ den Grundstein gelegt. Diese konzeptionelle Vorarbeit war und ist wichtig für unsere Sportentwicklung.

… zur Leistungssportreform.
Eines ist klar: Die Leistungssportreform ist notwendig. Die Ergebnisse der Strukturgespräche mit den deutschen Spitzenverbänden, an denen sich der Landessportbund und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport intensiv beteiligt haben, sind beachtenswert. Die Konzentration auf weniger Stützpunkte, neue Trainerstrukturen für die Betreuung von Bundeskadern, die Einstellung von Bundesstützpunktleitern und eine verbesserte Mitfinanzierung des Bundes bei den Trainingsstätten, um die Kommunen zu entlasten, sind zu begrüßen. Allerdings hat diese Veränderung auch seinen Preis, und offen ist, ob die Bundesregierung bereit ist, diesen zu zahlen. Wir werden versuchen, zeitnahe Veränderungen herbeizuführen, die unser Gesamtsystem stärken, wobei klar ist: Nur dort wo der Bund seinen Anteil bringt, werden wir uns engagieren. Die Zeichen stehen für Brandenburg gut. Fast alle traditionellen Bundesstützpunkte in Brandenburg bleiben erhalten und einige neue sind auf dem Weg, sich zu etablieren.

… zu den Arbeitsbedingungen der Trainer.
Ein großer fader Beigeschmack der Leistungssportreform ist der Umgang mit den Trainern. Da nicht klar ist, welche Finanzierungen ab wann zur Verfügung stehen, wurden langjährig tätige Trainer mit Verträgen, die teilweise nur auf ein Jahr befristet sind, weiter beschäftigt. Wenn man Weltspitze erreichen will, ist das eine denkbar ungünstige Konstellation mit großer sozialer Unsicherheit. Der Landessportbund wird sich daher weiterhin für bessere Bedingungen einsetzen. Vielen Dank an die Trainer, die trotz dieser widrigen Umstände dem Sportland treu bleiben.

…zur Bildungsarbeit im Sport.
Unsere Europäische Sportakademie und die Brandenburgische Sportjugend stellen ein breites Qualifizierungsangebot für unsere Mitglieder zur Verfügung, das erneut gut angenommen wurde. Insgesamt sind 2017 über 500 neue Übungsleiter, Trainer, Jugendleiter und Vereinsmanager in Kooperation mit den Landesfachverbänden sowie den Kreis- und Stadtsportbünden ausgebildet worden. Ein wichtiger Beitrag in der Fachkräfteausbildung im Sport leisteten unsere Beruflichen Schulen in Lindow und Potsdam. Über 200 Schülerinnen und Schüler lernen aktuell an den Einrichtungen. Auch unsere Fachhochschule für Sport und Management Potsdam entwickelt sich erfolgreich weiter. Mittlerweile zählt die FH über 200 Studierende, die im Dualen Studium eingeschrieben sind.

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