Sportland bekommt gleich drei neue Para-Bundesstützpunkte

Was für eine Bestätigung der bisher so erfolgreichen Arbeit im märkischen Parasport: Das Sportland bekommt ab 2021 gleich drei neue Bundesstützpunkte und bestätigt damit seine starke Stellung im deutschen paralympischen Sport. „Es werden sieben neue Bundesstützpunkte Parasport für Individual-Sommersportarten entstehen – und zwar deutschlandweit. Allein drei davon bekommen wir. Ich denke, damit sind wir sehr gut dabei“, sieht Ralf Paulo, Brandenburgs Landestrainer Parasport, in der Entscheidung nicht nur eine Anerkennung der Arbeit seines Teams in der Vergangenheit, sondern auch eine große Chance für die Zukunft. „Mit unseren Möglichkeiten und der offiziellen Anerkennung als Bundesstützpunkt werden wir definitiv noch weitere Athletinnen und Athleten ins Sportland locken.“ Aktuell trainieren insgesamt 30 Aktive in den Sportarten Radsport und Leichtathletik (in Cottbus) sowie Schwimmen (in Potsdam) unter der Regie von sechs hauptamtlichen Trainern an den künftigen Bundesstützpunkten. Einige von ihnen sind bereits aus verschiedenen Teilen Deutschlands in die Mark gewechselt, um die guten Bedingungen zu nutzen. Andere, wie Charleen Kosche, Frances Herrmann oder Martina Willing sind hier groß und zu WM-Medaillen-Gewinnern geworden.

Und Ralf Paulo trägt große Hoffnung, dass ihnen weitere märkische Talente folgen – jetzt erst recht. „Die Möglichkeiten und Bedingungen, die wir hier bei uns bieten, sprechen sich rum. Wir haben inzwischen sehr guten Nachwuchs, von denen einige bald an die Sportschule delegiert werden können.“ Überhaupt sei die Entwicklung des Parasports in Brandenburg sehr positiv, sagt Paulo, der sich schon seit gut drei Jahrzehnten dafür engagiert. „Der Stellenwert des Parasports hat enorm zugenommen, seitdem Frances Herrmann, die 2006 in unserer Sportschule in Cottbus eingeschult wurde, 2008 ihre erste Paralympics-Medaille gewonnen hat.“ Ein starkes Netzwerk aus Landessportbund, Olympiastützpunkt, Ministerien, den Stützpunkt tragenden Vereinen sowie der Städte, in denen die Stützpunkte beheimatet sind, hätte die Entwicklung erfolgreich vorangetrieben, so Paulo.

Info: Insgesamt werden im kommenden Jahr elf Stützpunkte in Sommersportarten durch den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) anerkannt. Laut DBS-Sportdirektor Frank-Thomas Hartleb haben sich „die Standorte im vergangenen paralympischen Zyklus gut entwickelt. Sowohl die Infrastruktur als auch das Personal und die Athletenkonzentration vor Ort tragen maßgeblich zur effizienten Entwicklung der Sportarten bei. Die Sportlerinnen und Sportler können von diesen professionellen Strukturen nur profitieren.“

Das sind die Bundesstützpunkte Parasport:

  • Para Ski Nordisch Freiburg (seit 2009)
  • Para Schwimmen Potsdam
  • Para Schwimmen Berlin
  • Para Leichtathletik Cottbus
  • Para Leichtathletik Leverkusen
  • Para Tischtennis Düsseldorf
  • Para Radsport Cottbus
  • Para Badminton Hannover
  • Sitzvolleyball Leverkusen
  • Rollstuhlbasketball Hannover
  • Rollstuhlbasketball Wetzlar
  • Goalball Rostock

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