Sporthilfe Brandenburg kürt beste Nachwuchssportler

Die Sporthilfe Brandenburg hat am Sonnabend die besten Nachwuchssportler des Landes ausgezeichnet. Die erfolgreichste Athletin und der erfolgreichste Athlet in olympischen Einzeldisziplinen erhielten während der Sportgala in Potsdam einen Förderpreis in Höhe von jeweils 500 Euro sowie die Zusage über eine mindestens einjährige monatliche Förderung.

Als beste Nachwuchssportlerin wurde erstmals eine Triathletin geehrt. Die siebzehnjährige Laura Lindemann erkämpfte bei den Juniorenweltmeisterschaften im September die Bronzemedaille. Dort lieferte sie in ihrem erst dritten internationalen Wettbewerb ein grandioses Rennen: Sie kommt im Londoner Nieselregen als Zweite aus dem Wasser, nach dem Radfahren wechselt sie als Vierte auf die Laufstrecke. Der Spurt bringt ihr am Ende die ersehnte Medaille.
Bereits im Frühsommer hatte sie in Antalya Silber bei den Junioreneuropameisterschaften erkämpft. Sie ist damit die Senkrechtstarterin im Triathlon. Erst vor zwei Jahren war sie vom Schwimmen in ihre neue Sportart gewechselt.
Laura Lindemann startet für Triathlon Potsdam e.V., besucht derzeit die 11. Klasse der Sportschule Potsdam und trainiert bei Ron Schmidt.

Bei den Männern hat es wieder einmal ein Kanute zum besten Nachwuchssportler geschafft. Für Marius Radow wurde Anfang August ein Traum wahr: Der Titelgewinn im Einer-Kajak über 1000m bei den Juniorenweltmeisterschaften. Als Mitfavorit für den Titel siegte er mit einer knappen Sekunde Vorsprung vor dem Tschechen Tomas Vesely. „Ich kann es noch gar nicht wirklich fassen, zumal das Jahr so schlimm angefangen hat. Im April hatte ich mir die Hand gebrochen. Ich lief acht Wochen mit Gips rum und konnte somit nicht an der WM-Qualifikation teilnehmen. Es ist einfach unvorstellbar, dass es nun doch noch geklappt hat“, sagte der inzwischen Achtzehnjährige zu seinem Triumph.
Darüber hinaus erkämpfte Radow im kanadischen Welland gemeinsam mit Maximilian Zenker aus Neubrandenburg die Bronzemedaille im „Zweier“ über 200m.
Marius Radow startet für den KC Potsdam und trainiert bei Wiebke Pontzen in Cottbus. Hier besucht er die 12. Klasse des Max-Steenbeck-Gymnasiums und wird dort im Frühjahr sein Abitur ablegen.