Alles für den Sport: Vorstandsvorsitzender des LSB wird 60

Der Landessportbund begeht dieser Tage sein 30-jähriges Bestehen. Er kann dabei zufrieden auf drei erfolgreiche Jahrzehnte zurück- und zuversichtlich auf viele weitere vorausschauen. Großen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte besitzt Andreas Gerlach. Der ehemalige Weltklassefechter steht seit 21 Jahren an der Spitze des LSB, erst als Hauptgeschäftsführer, inzwischen als Vorstandsvorsitzender und hat in diesen Rollen maßgeblich an zahlreichen Kapiteln dieser Geschichte mitgeschrieben. Heute nun feiert Brandenburgs Sportlobbyist Nummer eins seinen 60. Geburtstag.

Ein Großteil dieser 60 Jahre standen für den gebürtigen Hennigsdorfer im Zeichen des Sports. Als Degenfechter brachte er es zu mehrfachen Meisterehren in der DDR, war Teil der DDR-Nationalmannschaft und 1984 dicht vor der Olympia-Teilnahme. Einzig der Boykott der Spiele in Los Angeles durch die Ostblock-Staaten verhinderte seinen Einsatz unter den fünf Ringen.

Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Sport als Funktionär treu, anfangs beim ASK Vorwärts Potsdam und nach der Wende in der Bundeswehr-Sportfördergruppe Potsdam. Im Anschluss an einen kurzen Abstecher des Diplom-Journalisten in die freie Marktwirtschaft fand er 1999 seine Bestimmung: Im Dienste des Sportlandes kämpft er seitdem an der Spitze des Landessportbundes unermüdlich für die Sportlerinnen und Sportler des Landes – nunmehr mit Worten und Argumenten, aber mindestens ebenso elegant und erfolgreich wie vormals mit dem Degen. Auch dieser leidenschaftlichen Lobbyarbeit und dem imposanten Netzwerk Gerlachs ist es zu verdanken, dass die Vereine des Sportlandes und ihre Sportlerinnen und Sportler heute Bedingungen vorfinden, die kaum noch mit denen vor 30 Jahren vergleichbar sind.

Und der Dienst am Sport endet für ihn auch nicht mit dem oftmals späten Feierabend. Wie viele andere engagierte Märkerinnen und Märker kämpft Andreas Gerlach dann nämlich als Ehrenamtlicher einfach für den märkischen Sport, für seinen Sport, weiter – unter anderem als Präsident des Brandenburgischen Fechterbundes oder als Vizepräsident des OSC Potsdam.