Ruder-EM in Brandenburg an der Havel eröffnet

Es ist soweit: Die Ruder-Europameisterschaft 2016 ist am Donnerstagabend offiziell in Brandenburg an der Havel eröffnet worden. Bis einschließlich Sonntag werden die mehr als 500 Athletinnen und Athleten aus 34 Ländern auf der Regattastrecke Beetzsee in 17 Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze rudern. Während einer farbenfrohen Eröffnungsfeier der kontinentalen Titelkämpfen, die nach 1972 erst zum zweiten Mal überhaupt in Brandenburg an der Havel stattfinden, wünschte Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbands, „allen Nationen, dass sie ihre Ziele erreichen“.

Und die dürften diesmal besonders hoch gesteckt sein, steht die Europameisterschaft in diesem Jahr doch unter einem besonderen Stern, oder besser: unter fünf besonderen Ringen. Denn neben den Medaillen geht es für viele Sportler auch darum, sich im Rennen um einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro aussichtsreich zu positionieren und am besten eine Bootslänge zwischen sich und die Konkurrenz zu bringen. Außerdem dient die EM als perfekte Standortbestimmung. „Die EM ist für uns der erste internationale Vergleich mit unseren kontinentalen Konkurrenten. Jetzt, kurz nachdem die Bootsbesetzungen für die EM beschlossen wurden, ist diese internationale Meisterschaft eine erste Standortbestimmung im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Rio“, so Marcus Schwarzrock, Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes.

In Deutschlands Booten sind auch drei Athletinnen aus Brandenburg dabei. Ronja Fini Sturm vom Ruder-Club Havel Brandenburg wird im Leichtgewichts-Doppelzweier alles daran setzen, vor heimischer Kulisse bei der Vergabe der Medaillen ein gehöriges Wort mitzureden. Im Frauen-Achter legen sich Stella-Izabell Bleich und Daniela Schultze (beide Ruder-Club Potsdam) in die Riemen.

Die EM-Vorläufe starten am Freitag, die Halbfinals am Samstag jeweils ab 10.30 Uhr, bevor es am Sonntag nach den B-Finals (ab 9 Uhr) gegen 10.30 Uhr zu den entscheidenden Finalläufen kommt. Diese überträgt die ARD zwischen 13.30 Uhr und 14.15 Uhr sowie zwischen 15.50 Uhr und 16.10 Uhr übrigens live im Fernsehen.

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