Neuer Schub für Brandenburgs Bobsportler

Der Bobsport im Sportland erhält frischen Schwung – dank der neuen Anschubstrecke, die heute am Olympiastützpunkt des Landes im Potsdamer Luftschiffhafen unter anderem von Brandenburgs Sportministerin Britta Ernst feierlich für die Aktiven freigegeben wurde. Die neu errichtete Trainingsstrecke dient dem weiteren Ausbau des Olympiastützpunkt-Standortes Potsdam als Trainings- und Sichtungsstützpunkt für den Bobsport und erleichtert die Arbeit der Aktiven und ihrer Trainer. „Mit der neuen Trainingsstrecke haben wir uns einen immensen Vorteil verschafft“, freut sich Kevin Kuske, Aushängeschild des Brandenburger Bobsports und erfolgreichster Bobsportler der Welt. Der Potsdamer, der die Seiten gewechselt hat und sich nun als Athletik- und Nachwuchstrainer um die Aktiven kümmert, erklärt: „Wir können hier jetzt fast täglich trainieren und viel früher junge Aktive sichten – und das ohne so einen großen Aufwand wie in der Vergangenheit.“ Denn bisher mussten die Brandenburger Sportlerinnen und Sportler für ihr Anschubtraining immer in die Fremde – zumeist nach Oberhof – schweifen und lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. „Sonst haben wir drei Stunden im Auto gesessen, um zur Anschubbahn zu kommen. Das war natürlich nicht optimal. Da kannst du nicht zu 100 Prozent trainieren. Und für die Regeneration war die Rückfahrt auch nicht gut.“

Das ist nun dank der neuen, gut 61 Meter langen Anschubstrecke Geschichte. Mit einem Gefälle von bis zu acht Prozent und einem 23 Meter langen Abbremsberg finden die Aktiven ab sofort direkt am Templiner See in Potsdam beste Bedingungen für ihr Spezialtraining vor. Kuske: „Das ist einfach optimal und eine gute Werbung für den Sport.“ Ähnlich sieht es auch Andreas Trautvetter, Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland, der bekannte: „Das ist ein großer Tag für den Bobsport in Deutschland.“

Info: Das Brandenburger Sportministerium (MBJS) fördert den Bobsport in Potsdam seit vielen Jahren – jetzt auch durch die Mitfinanzierung der neuen Anlage, die laut Ministerium insgesamt 643.000 Euro gekostet hat. 385.800 Euro davon stammen vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Das MBJS (192.900 Euro) sowie die Stadt Potsdam (64.300 Euro) steuerten den Rest bei. Zuletzt hatten Bobsportler des Landes bei den Olympischen Spielen 2018 in Südkorea groß aufgetrumpft und durch Olympiasiegerin Lisa-Marie Buckwitz und Silbermedaillen-Gewinner Kevin Kuske zwei Mal Edelmetall gewonnen.

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