Mission Olympic: Festival des Sports in Fürstenwalde wird zum Wahnsinnsevent

„Es war der Wahnsinn – so viele Angebote, so viel Abwechslung, ein ganzes Wochenende lang. Und alles ganz kostenlos!“, waren sich die Besucher zum Abschluss des Festivals des Sports vom 13. bis 15. Juni in Fürstenwalde/Spree einig. Selbst die Regengüsse, die das Breitensportevent von der Eröffnung bis zum Abschluss regelmäßig heimsuchten, konnten der Begeisterung der Fürstenwalder nichts anhaben – obwohl sie am Freitag, dem 13., das Schulsportfestival gehörig durcheinandergewirbelt und von den Sportplätzen in die Hallen gedrängt hatten.

„Wahnsinn!“ hieß es wenig später auch bei den Organisatoren, als das Ergebnis des Festivals feststand: 17.000 Teilnehmer – also die halbe Stadt – wollte Bürgermeister Manfred Reim mindestens auf die Beine bringen; mit rund 35.000 Besuchern an allen drei Tagen waren es am Ende doppelt so viele. Und mit 93.923 gezählten sportlichen Aktivitäten hatte erst recht niemand gerechnet.

Ein bunter Festumzug brachte am Samstagmorgen Publikum und Akteure zur Festivalmeile im Stadtzentrum. Voran Spielleute und Schützen, danach Radsportler und Turner, ganze Schulen, Wanderer, Kraftsportler im Schottenrock, dazwischen Boote und Traktoren, Kita-Kinder hoch oben auf dem Wagen, Tänzer, Inlineskater, Basketballer, und ganz zum Schluss die Reiter auf prächtig geschmückten Rössern.
Bürgermeister Manfred Reim, Landrat Manfred Zalenga und Landessportbund-Präsident Hans-Dietrich Fiebig stiegen zum Festivalauftakt mitten auf der Bühne symbolisch in ein Boot. Danach sollte es eigentlich Bälle regnen, statt dessen vertrieb ein Regenguss die Zuschauer in die Ladenpassagen – wo Billard und Schach, Gewichtheben und Mini-Tischtennis auf sie warteten. Ganz oben auf dem Parkdeck trugen währenddessen die Streetballer ein Turnier der 2008er Run’n Gun Tour der Brandenburgischen Sportjugend aus – mit Blick auf die Bühne, wo die Sportschau des Landessportbundes ein abwechslungsreiches Showprogramm von Rhönradturnen bis Akrobatik präsentierte.

Das Wochenende war geprägt von einem Mitmachprogramm nonstop, mit Drachenbootrennen und Integrationssportfest, Bobanschub mit Olympiasieger Kevin Kuske, Seifenkistenrennen, Tauziehen, Glücksspirale und Quartertramp, Eisklettern und Rollstuhlparcours, Armbrustschießen und Kegeln, Fitnesstudio und Motorbootfahrten – unmöglich, alles aufzuzählen. Und die Fürstenwalder waren Feuer und Flamme, kosteten den einmaligen Mix aus eigenen Vereinsangeboten, gesponsorten Festivalattraktionen, Sportjugend-Abenteuerangeboten und Programmpunkten aus anderen Regionen richtig aus. Dazu eine Atmosphäre zwischen sportlich und familiär, Wettkampfstimmung und Familienausflug – hier stimmte einfach alles. „Als Vorlage für die anderen vier Festivals war das sehr toll“, meinte anerkennend Dr. Uwe Kleinert vom Coca-Cola, das zusammen mit dem DOSB Hauptsponsor des Festivals war. Und: „Fürstenwalde ist jetzt schon Sieger“, konstatierte Brandenburgs Sportminister Holger Rupprecht – unabhängig davon, welche Stadt am Ende die 100.000-Euro-Prämie erhalten wird.