Mehr Geld für den Brandenburger Breitensport

Alle an einem Boot: LSB-Präsident Wolfgang Neubert, Ministerpräsident Dietmar Woidke, Finanzminister Christian Görke, LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach und der Vereinschef der Potsdamer Adler, Gunnar Neitz (v.l.)

Die gute Nachricht, die Ministerpräsident Dietmar Woidke und Finanzminister Christian Görke heute auf dem Vereinsgelände der Potsdamer Adler verkünden konnten, war nicht nur frohe Kunde für die rund 130 Segelfreunde des Clubs. Sie war vor allem eine gute Nachricht für die mehr als 3.000 Brandenburger Sportvereine und ihre insgesamt fast 348.000 Mitglieder. Denn die Brandenburger Landesregierung will die Sportförderung um zwei Millionen auf jährlich insgesamt 19 Millionen Euro erhöhen. Dies sei Inhalt eines entsprechenden Gesetzentwurfes für den Doppelhaushalt 2019/2020, erklärten Woidke und Görke während ihres Vereinsbesuchs bei den Seglern aus der Landeshauptstadt und im Beisein von LSB-Präsident Wolfgang Neubert sowie dem LSB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Gerlach.

Woidke unterstrich dabei die Bedeutung des Sports für das gesamte Land: „Brandenburg ist Sportland. Deshalb ist und bleibt die Förderung des Sports ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Noch nie zuvor waren so viele Brandenburgerinnen und Brandenburger Mitglied in einem Sportverein aktiv. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Landessportbund einen Mitgliederzuwachs um mehr als 5.000 Sportlerinnen und Sportler. Dieser erfreulichen Entwicklung trägt auch das Land Rechnung.“

Bei den Potsdamer Adlern konnte Woidke ein gutes Beispiel für die märkische Sportförderung begutachten, sanieren die Segler doch gerade das Dach ihres Vereinsheims. Ähnliche Vorhaben werden Vereine aus dem städtischen Raum auch in den kommenden Jahren realisieren können, denn der Doppelhaushalt sieht außerdem eine Erhöhung des Kommunalen Infrastrukturprogramms (KIP) von jährlich 1,5 Millionen Euro zur Förderung des Sportstättenbaus vor. Finanzminister Görke sieht den Breitensport damit für die Zukunft gestärkt: „Zusätzlich zur höheren Sportförderung stellten und stellen wir von 2014 bis 2020 mit dem Goldenen Plan Brandenburg und dem KIP Sport 33 Millionen Euro für die Sanierung und den Ausbau von Sportanlagen für den Breitensport der Vereine bereit. Damit sollen – zusammen mit den Eigenmitteln der Sportvereine und der kommunalen Förderung – Gesamtinvestitionen in Höhe von 52 Millionen Euro in Vereinssportstätten ermöglicht werden.“

LSB-Präsident Neubert sieht in der geplanten Anpassung der Sportförderung vor allem „eine Anerkennung für die Arbeit der Vereine zur Umsetzung der Trainings- und Wettkampftätigkeit und mit den zusätzlichen Mitteln für den Sportstättenbau eine klare Verbesserungsmöglichkeit der Bedingungen im Breitensport.“

Info: Mit der Sportförderung werden die Sportangebote im Land gesichert, verbessert und erweitert, die Sportentwicklung unterstützt und das Ehrenamt im Sport gestärkt. Ihre Mittel generieren sich aus den Einnahmen der Glücksspielabgabe. Das „Kommunale Infrastrukturprogramm für Sport und Freizeit“ (KIP) richtet sich an Vereine aus dem berlinnahen Raum bzw. in Brandenburger Städten und fördert den Bau oder die Sanierung von vereinseigenen oder gepachteten Sportanlagen. Mit dem „Goldenen Plan Brandenburg“ werden dagegen Investitionen im ländlichen Raum gefördert.

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