LSB unterzeichnet „Bündnis für Brandenburg“

Wolfgang Neubert und Dr. Dietmar Woidke während der Aufrufsunterzeichnung im Gespräch

Der Landessportbund Brandenburg stellt sich einmal mehr seiner sozialen Verantwortung und Vorbildfunktion. Er ist einer der Erstunterzeichner des heute von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke ausgerufenen „Bündnis für Brandenburg“. Als eine „breite Allianz aus der Mitte unseres Landes“ bezeichnete Woidke das Bündnis, das sich der Integration von Flüchtlingen verschreibt. Die Vorstellung des Gründungsaufrufs in Anwesenheit zahlreicher Unterstützer aus Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften, der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft fand in den Räumen der F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz in Potsdam statt.

Woidke betonte: „Alle miteinander stehen wir für Solidarität und Mitmenschlichkeit, für Freiheit und Sicherheit, für Demokratie und Rechtstaat, für Miteinander und Toleranz. Alle gemeinsam wollen wir mit Kopf, Herz und Hand dafür sorgen, dass in Brandenburg die Integration der Flüchtlinge gelingt.“ Als konkrete Ziele des Bündnisses nannte der Ministerpräsident, die Integrationsbemühungen zu bündeln und Konzepte miteinander zu verbinden. Zudem soll es zu einer zentralen Plattform für gesellschaftliche Kommunikation zur Flüchtlingsintegration werden. Woidke: „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie wird nur gelingen, wenn sich die Gesellschaft dieser Aufgabe stellt und sie als Chance begreift. Wir wollen und dürfen Sorgen und Ängste nicht ignorieren. Dort, wo das Leben der Brandenburgerinnen und Brandenburger beeinträchtigt wird, dort wo es Probleme gibt, müssen und werden wir an Lösungen arbeiten.“

Woidke kündigte an, dass unter dem Dach des Bündnisses eine Integrationskonferenz etabliert wird, zu der Spitzenverbände, Verwaltungen und Akteure der Integration eingeladen würden. Die erste derartige Veranstaltung findet am 14. Dezember in Potsdam statt.

Für LSB-Präsident Wolfgang Neubert ist die Beteiligung an dem Bündnis logische Konsequenz des kontinuierlichen großen Engagements des Sports: „Der Sport in Brandenburg mit seinen mehr als 327.000 Mitgliedern war und ist schon seit Jahren ein Vorreiter bei der Integration. Sport verbindet über alle Grenzen hinweg und kennt keine Sprachbarrieren. Wir freuen uns, dass wir nun als Teil des ‚Bündnisses für Brandenburg‘ weitere starke Partner an der Seite haben, sodass wir noch intensiver für ein buntes Brandenburg werben und arbeiten können.“

Zu den weiteren Erstunterzeichnern des Aufrufs zählen unter anderem der ehemalige Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe, der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, Christan Görke, stellvertretender Ministerpräsident, Gunter Fritsch, Präsident des Landesanglerverbandes, Beate Fernengel, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Potsdam, Christian Hoßbach, stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Berlin-Brandenburg des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Rockmusiker Toni Krahl und die Entertainerin Katja.