LSB ebnet per Umlaufverfahren Weg in die Zukunft

Es war ein Novum in der Geschichte des Landessportbundes Brandenburg e.V. (LSB): Erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte fand die jährliche Mitgliederversammlung des LSB nicht als Präsenzveranstaltung statt. Aufgrund der aktuellen Umgangsverordnung hatten sich Vorstand und Präsidium im Vorfeld gezwungen gesehen, die Meinungen und Stimmen der Mitgliedsverbände per Umlaufverfahren einzuholen – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr der mitgliederstärksten Interessenvertretung des Landes.

Trotz der widrigen Umstände und der ungewollten Premiere zeigte sich LSB-Präsident Wolfgang Neubert im Anschluss zufrieden mit der Beteiligung und den Ergebnissen des Verfahrens. „Natürlich hätten wir gern alle Delegierten persönlich empfangen und von Angesicht zu Angesicht gemeinsam diskutiert und entschieden. Aber das war in diesem Jahr nun einmal nicht möglich. Ich denke aber, dass wir unter den aktuellen Bedingungen eine gute Alternativlösung gefunden haben. Das Feedback und die Beteiligung unserer Mitglieder zeigen, dass sie das genauso sehen.“
Tatsächlich hatten sich nahezu alle Mitgliedsverbände an dem mehrtägigen, digitalen Umlaufverfahren beteiligt und zum Teil auch die vom Landessportbund zusätzlich angebotene Online-Infoveranstaltung in Anspruch genommen. Deutlich wurde dabei eine breite Zustimmung für alle Abstimmungspunkte des Umlaufverfahrens, unter anderem zum Haushaltsplan für 2021, der auch dank der ungebrochenen Unterstützung der Abgeordneten des Landtages und der Landesregierung rund 22,9 Millionen Euro schwer ist.

Im Umlaufverfahren votierten die Mitglieder zudem ohne Gegenstimmen für den aktualisierten Finanzierungsplan des neuen „Haus des Sports“. Die neue Heimstätte des märkischen Sports, die bis Ende 2022 fertiggestellt werden soll und dann nicht nur der Geschäftsstelle des LSB, sondern auch der Brandenburgischen Sportjugend, der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg mit ihrer Fachhochschule und den beruflichen Schulen sowie 13 Verbänden und etwa 30 Trainern eine Heimat geben wird, entsteht derzeit im Potsdamer Luftschiffhafen in direkter Nachbarschaft zum Olympiastützpunkt sowie zur Eliteschule des Sports. Der erste Spatenstich für das Haus, das zum Teil über Landesförderungen finanziert wird, wurde Anfang November ausgeführt.

Ebenfalls zukunftsträchtig ist die Entscheidung der LSB-Mitglieder für ein neues Logo für den Dachverband des Brandenburger Sports. „Mit unserem neuen Logo sind wir bestens für unsere künftigen Aufgaben gerüstet. Es ist digital kompatibel und vereint traditionelle Elemente unseres bisherigen Wappens – unter anderem den roten Adler – mit modernen Ideen und einem frischen Design“, so LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach. Das neue Logo wird in den kommenden Monaten sukzessive das bisherige ersetzen.

Im Rahmen der Info-Veranstaltung brachte LSB-Präsident Neubert überdies seine Anerkennung darüber zum Ausdruck, wie verantwortungsbewusst und solidarisch die Brandenburger Sportlerinnen und Sportler den Schwierigkeiten dieses Corona-Jahrs begegnet sind. „Ich danke noch einmal ausdrücklich allen für ihre hervorragende Disziplin, ihre Ideen und ihr Engagement, welche dazu geführt haben, die Situation wenigstens einigermaßen in den Griff zu bekommen.“ Gleichzeitig appellierte er an die politischen Entscheidungsträger, im Kampf gegen Corona künftig für landeseinheitliche Regeln, bessere Abstimmungen mit den angrenzenden Bundesländern und auch ein gewisses Augenmaß zu sorgen.

Das sind die Ergebnisse des Umlaufverfahrens

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