Aktionstag für Frauen lockt mehr als 600 Aktive nach Cottbus

Sie haben getrommelt, getanzt, entspannt. Sie haben bei Kantaera geschwitzt, sind dem gelben Filzball hinterhergejagt oder haben sich beim Yoga auf die Suche nach der inneren Mitte begeben. Doch egal, wie unterschiedlich die über 40 Angebote beim „24. Aktionstag für Mädchen und Frauen im Sport“ auch waren, eines hatten alle gemein: Sie zogen die mehr als 600 Teilnehmerinnen, die am Sonnabend auf Einladung des Landessportbundes Brandenburg (LSB) und des Stadtsportbundes Cottbus den Weg ins Cottbuser Sportzentrum fanden, in ihren Bann. Darunter war auch Dr. Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung beim Deutschen Olympischen Sportbund.

„Der Aktionstag wurde vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen, um Mädchen und Frauen den Weg in den Sport zu erleichtern, ihnen und den Vereinen Möglichkeiten aufzuzeigen, zusammenzukommen und sich einfach einmal mit Gleichgesinnten im ganzen Land auszutauschen“, erklärte Carola Wiesner, LSB-Präsidialmitglied für Mädchen und Frauen im Sport, während der Eröffnung und bescheinigte dem märkischen Sport eine sehr gute Entwicklung: „Mädchen und Frauen spielen Fußball, fahren Bob und steigen in den Boxring. Sie leiten Spiele, trainieren Sportler und übernehmen in Vorständen und Abteilungsleitungen Verantwortung – kurz: Sie sind der Brandenburger Sport.“

Wie bunt dieser Brandenburger Sport ist, bewies das breitgefächerte und vor allem kostenlose Angebot am Sonnabend mit neuesten Trends aus den Bereichen Sport, Gesundheit und Fitness. Die Mädchen und Frauen hatten die Wahl zwischen Bewährtem wie Aerobic, Yoga oder Tennis und innovativen Angeboten wie Fatburner-Training, Drumbata oder Zumba. Diese einmalige Möglichkeit nutzten nicht nur Sportgruppen aus der Region Cottbus, sondern auch aus dem gesamten Land Brandenburg sowie den Nachbarländern Berlin und Sachsen sowie Sachsen-Anhalt.

Dabei hieß die erfolgserprobte Formel für die 600 Aktionstags-Besucherinnen bei allen Angeboten: anschauen, ausprobieren, mitmachen! Schließlich trägt der „Aktionstag“ nicht umsonst seinen Namen. „Wir wollen Mädchen und Frauen mit unserem Spaß am Sport mitnehmen, sie für die Bewegung in der Gemeinschaft und vor allem im Verein begeistern und ihnen so einen tollen und gleichzeitig gesunden Weg in die Zukunft aufzeigen“, betonte Christian Braune, Referatsleiter Sportentwicklung beim LSB und zog noch am Nachmittag ein erstes Fazit: „Ich denke, das ist uns heute sehr gut gelungen.“

Hintergrund:
Der Frauenaktionstag wurde 1993 ins Leben gerufen, um Frauen, die noch keinem Sportverein angehören, die zahlreichen Möglichkeiten des Sporttreibens vorzustellen. Seitdem wird das landesweit größte Sportfest für Frauen und Mädchen jährlich in einer anderen Stadt Brandenburgs organisiert. Die innovativen Angebote sollen auch die Sportvereine vor Ort motivieren, noch stärker als bisher auf die Interessen von Mädchen, Frauen und deren Familien einzugehen.

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