Lausitzer „Eliteschule des Sports“ feiert Jubiläum

Ein rauschendes Fest: Aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler feierten gemeinsam mit Lehrern und Ehrengästen.

Durch ihre Flure spazierten einst Welt- und Europameister und sogar Olympiasieger: Die Sportschule Lausitz hat vielen Sportlerinnen und Sportlern den Sprung auf den Sport-Olymp erst ermöglicht und noch mehr jungen Sportbegeisterten ein erfolgreiches Nebeneinander von Sport und Schule. Nun feierte die „Eliteschule des Sports“, die 2006 als erste Schule überhaupt durch den Deutschen Fußball-Bund zusätzlich den Titel „Eliteschule des Fußballs“ zuerkannt bekam, in Cottbus ihren 60. Geburtstag und viele Ehemalige nutzten dies, um den heiligen Hallen ihrer Jugend einen Besuch abzustatten.

Diese Verbundenheit, die bei einigen Ehemaligen schon über mehrere Jahrzehnte anhält, ist neben den zahlreichen internationalen Medaillen der Absolventen bester Beweis für die Qualität der besonderen Bildungseinrichtung. Entsprechend begeistert zeigte sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in seiner Laudatio, die er im Rahmen der Festveranstaltung am 5. September hielt: „Die Sportschule Cottbus zeichnet sich dadurch aus, dass sie Bildung als ganzheitliche Herausforderung begreift. Hier werden Jungen und Mädchen nicht nur fit für Olympia gemacht. Sondern auch fit fürs Leben. Sie lernen, dass es nicht nur um Medaillen und Pokale geht. Sondern auch um Zeugnisse und Abschlüsse. Um individuelle Stärken jenseits des Sports und darum, als selbstbewusste Persönlichkeit einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden.“ Zugleich dankte Woidke Pädagogen und Trainern sowie Eltern und Familien der Schüler für deren aufopferungsvollen Einsatz. Sie hätten großen Anteil daran, „dass wir hier in Cottbus ein wahres Flaggschiff der Nachwuchsförderung haben“.

Dem hatte Wolfgang Neubert nur wenig hinzuzusetzen. Der Schulleiter und Präsident des Landessportbundes Brandenburg – der übrigens zum gleichen Jahrgang wie seine Schule gehört – zeigte sich darüber hinaus sehr angetan von der „ausgelassenen Stimmung“ während der Festveranstaltung, die ihren Anfang am Morgen in einem „Tag der offenen Tür“ gefunden hatte. „Es ist schön, dass so viele ehemalige Schülerinnen und Schüler zum Jubiläum gekommen sind. Das macht uns sehr stolz“, freute sich Neubert.

Die Schule, die 1954 in Forst als Kinder- und Jugendsportschule aus der Taufe gehoben wurde und 1975 in neue Gebäude des Cottbuser Sportzentrums umzog, hat unter anderen Olympiasiegern wie Robert Harting (Diskus), Olaf Pollack, Lutz Heßlich (beide Radsport) und Rosemarie Ackermann (Hochsprung) das Lernen nähergebracht. Aktuell drücken hier rund 530 Schülerinnen und Schüler die Schulbank – und darunter mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere künftige Teilnehmer von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, die die Cottbuser Erfolgstradition weiter fortsetzen.