Landessportkonferenz: Mehr Sportangebote für Gesundheitsförderung

Sport und regelmäßige Bewegung halten Körper und Geist fit und beugen Krankheiten vor. Es gibt längst zahlreiche wissenschaftliche Studien, die das beweisen. Wer sportlich aktiv ist, so heißt es, verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischen Störungen oder Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats. Die positiven Wirkungen des Sportreibens zeigen sich bis ins hohe Alter.

Die Bedeutung der körperlichen Aktivität für alle Lebensphasen war auch Thema der 10. Landessportkonferenz am 25. Oktober in Potsdam. Sie bezog dabei auch den demografischen Wandel in Brandenburg mit ein. Die Landessportkonferenz tagt einmal im Jahr und berät nach dem Sportförderungsgesetz die Landesregierung in allen Grundsatzangelegenheiten des Sports. Sie setzt sich aus Vertretern des Landessportbundes, des Landtags, des Sportministeriums, der kommunalen Spitzenverbände sowie der Sportwissenschaft und der Sportmedizin zusammen. Den Vorsitz hatte in diesem Jahr die Universität Potsdam.

Nach Referaten und einem regen Austausch hat sich die Landessportkonferenz am Ende ihrer Tagung auf gemeinsame Empfehlungen geeinigt. Diese beinhalten unter anderem folgende Punkte:
• Die Landessportkonferenz empfiehlt die flächendeckende Förderung von Sport und körperlicher Aktivität als Prävention und zur Therapie von Erkrankungen.
• Die Bewegungsangebote für ältere Menschen sollen ausgebaut und die Qualifizierung von Übungsleiterinnen und -leitern für Bewegungsangebote mit Senioren verstärkt werden.
• Die Konzepte für eine „gesunde und bewegte Schule“ mit Themen wie ‘Bewegung und Sport‘, ‘Ernährung‘, ‘Stressmanagement‘ und ‘Suchtprophylaxe‘ sollen gefördert werden.
• Die Gesundheitsvorsorge und -begleitung von Kindern und Jugendlichen der Eliteschulen des Sports sollen weiter verbessert werden. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen sowie die Integration von gesundheitsrelevanten Themen wie ‘Verletzungsprophylaxe‘ und ‘Dopingprävention‘.
• In den Sportvereinen sollen es künftig mehr gesundheitsbezogene Bewegungsangebote zur Prävention für Gesunde, chronisch Kranke sowie Menschen mit Behinderung geben.
• Bewegungsbezogene Gesundheitsangebote von Vereinen, öffentlichen und privaten Trägern sollen stärker unterstützt werden, beispielsweise mit der Bereitstellung von Räumen und Sportanlagen und verbesserten Öffnungszeiten.

Den genauen Wortlaut der Empfehlungen kann man hier nachlesen.

Sportministerin Martina Münch begrüßt die Ergebnisse der Landessportkonferenz. „Regelmäßige körperliche Aktivität und Sport halten fit und gesund – das gilt für Kinder und Jugendliche genauso wie für ältere Menschen“, so Münch. „Ich freue mich, dass wir uns mit unseren Partnern in der Landessportkonferenz auf zahlreiche Empfehlungen zur Stärkung von gesundheitsfördernden Sport- und Bewegungsangeboten verständigt haben, um die Lebensqualität, Mobilität und Selbstständigkeit aller Brandenburgerinnen und Brandenburg vor Ort besser zu fördern.“

Im nächsten Jahr beschäftigt sich die Landessportkonferenz mit dem Thema „Rolle und Wertigkeit der Vereine in Brandenburg“. Den Vorsitz wird dann LSB-Präsident Wolfgang Neubert haben.