Landessportkonferenz empfiehlt weitere Integration durch Sport

Das gemeinsame Miteinander ist im Sport unerlässlich, das „Wir“-Gefühl bestimmt hier den Alltag. Kein Wunder, dass Integration im und mit dem Sport einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei der Einbeziehung von Neu-Brandenburgern in die märkische Gesellschaft darstellt. Entsprechend logisch sind daher die Empfehlungen der Landessportkonferenz, die am 24. November in Potsdam zusammen kam: die bisherigen integrativen Maßnahmen des Brandenburger Sports sollen weiter gefördert und ausgebaut werden sowie neue Ideen angeschoben werden. Damit wollen sich der Landessportbund Brandenburg und die Landesregierung auch weiterhin aktiv für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben einsetzen.

Sportministerin Britta Ernst hob dabei die besondere Rolle des Sports hervor: „Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Vereinsleben und der gemeinsame sportlichen Wettstreit bieten gute Voraussetzungen dafür, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Herkünften und kulturellen Hintergründen kennenlernen und verstehen können.“ Und diese Voraussetzungen hat das Sportland in der Vergangenheit bereits intensiv genutzt, wie LSB-Präsident Wolfgang Neubert betonte: „Bereits jeder vierte märkische Sportverein engagiert sich aktiv in der Flüchtlingsarbeit. Der organisierte Sport stärkt die Willkommenskultur im Land und integriert Flüchtlinge, zum Beispiel über den Bundesfreiwilligendienst, in Vereine und Gesellschaft. Außerdem ist der Einbezug von Flüchtlingsteams in die Straßenfußballserien unserer Brandenburgischen Sportjugend längst Tradition, genau wie ihre interkulturellen Sportcamps für Jugendliche oder Schwimmkurse für Frauen mit Migrationshintergrund.“

Zu den insgesamt zehn Empfehlungen, die die Landessportkonferenz heute aussprach, gehören unter anderem eine verstärkte Förderung der entsprechenden Vereine und Verbände sowie bewährter Integrationsprogramme durch die öffentliche Hand, der weitere Auf- und Ausbau von integrativen Angeboten oder auch eine verstärkte Gewinnung von Migrantinnen und Migranten für das Ehrenamt im Sport. Zudem sollen Kooperationen zu Migrantenorganisationen aufgebaut und verstetigt werden.

Info: Die Landessportkonferenz berät laut Sportförderungsgesetz die Landesregierung in allen Grundsatzangelegenheiten des Sports und erarbeitet Empfehlungen zur Förderung des Sports, die von dem für Sport zuständigen Ministerium auf ihre Realisierung geprüft werden. Sie tagt in der Regel einmal jährlich und besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Landessportbundes, der Landtagsfraktionen, der Landesregierung, der kommunalen Spitzenverbände sowie der Sportwissenschaft und der Sportmedizin.

Alle zehn Empfehlungen auf einen Blick