Kanusilber für Potsdams Youngster Jacob Schopf

Als Team gewachsen, als Team gewonnen, als Team gejubelt: Routinier Max Hoff (links) mit Jacob Schopf aus Potsdam. Foto: Philipp Reinhard

Was für eine Klasse-Reaktion: Nach dem knappen Verpassen seiner ersten olympischen Medaille am Dienstag im Finale über 1.000 Meter im K1 hat Jacob Schopf vom Kanu-Club Potsdam gemeinsam mit seinem Partner Max Hoff (Essen) im Finale im K2 die richtige Antwort gefunden und Silber gewonnen. „Auf jeden Fall hat es mich noch mal motiviert“, blickte der 22-jährige Youngster im Interview im ZDF noch mal auf das Einer-Finale zurück, als er schon am Start die entscheidenden Meter verloren hatte. „Da habe ich es total verpatzt, indem ich mein Paddel falsch durchgezogen habe.“

Das sollte ihm diesmal nicht passieren. Tatsächlich waren Schopf und sein 16 Jahre älterer Teamkollegen Hoff von Beginn an voll im Medaillenkampf drin. Nach der Hälfte des Rennens auf Rang drei liegend, schoben sich die Beiden dann erst am zweitplatzierten ungarischen Boot vorbei und anschließend Meter um Meter an die führenden Australier heran. Knapp 100 Meter vor dem Ziel war es dann soweit: Schopf/Hoff lagen gleichauf mit ihren Kontrahenten aus Ozeanien. „Das war ein gutes Rennen“, bilanzierte Routinier Hoff nach dem Finale und gab zu: „Wir dachten, dass wir noch vorbeikommen“. Doch die Australier konterten und waren schließlich eine Bootsspitze vor dem deutschen Duo im Ziel.

Dennoch: Die Zufriedenheit über ein sehr gutes Rennen und Olympia-Silber war Jacob Schopf und Max Hoff anzusehen – und anzuhören. „Es ist ein inneres Blumenpflücken, dass ich es mit Max im Team geschafft habe, mir die erste Medaille bei Olympischen Spielen zu holen“, umschrieb der Potsdamer seine Gefühlswelt sehr kreativ.

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