Junge Talente eifern Olympiasiegern nach

Mit einem vielversprechenden Start hat die Talentiade-Serie, zu der der Landessportbund Brandenburg gemeinsam mit den Landesfachverbänden sowie den Stadt- und Kreissportbünden jedes Jahr einlädt, in dieser Woche im Havelland Fahrt aufgenommen. Mehr als 100 Drittklässler probierten sich in Rathenow und Falkensee in meist für sie neuen Sportarten aus und fanden dabei durchaus Gefallen am Neuen.

„Wem hat es Spaß gemacht“, fragte Ringen-Trainer Mario Heinz am Freitagvormittag seine Falkenseer Schützlinge und erntete damit ein vielstimmiges „Mir“. Tatsächlich hatten die Schülerinnen und Schüler mit viel Freude und Lachen die Übungen des erfahrenen Trainers wiederholt und dabei Appetit auf mehr bekommen. Beherzt griffen sie bei den Einladungen für die regulären Trainingseinheiten im Verein zu, die Heinz anschließend verteilte. Kein Einzelfall, wie der Coach berichtete: „Wir haben in jedem Jahr Kinder, die nach der Talentiade zu uns kommen. Im Schnitt bleiben uns immer zwei, drei von ihnen erhalten.“ Schon allein wegen dieser zwei, drei Neuen ist auch Mario Heinz immer gern bei der Talentiade dabei. Zumal es sich um talentierten Nachwuchs handelt. Schließlich werden zu den einzelnen Talentiaden nur Drittklässler eingeladen, die im Vorfeld durchgeführten EMOTIKON-Test überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt haben. „Wir haben sogar schon spätere Landesmeister durch die Talentiade entdeckt“, bestätigt Heinz.

Und so tummelten sich nicht nur Ringer-Trainer bei den Talentiaden in Rathenow und Falkensee, sondern auch Verbands- und Vereinstrainer aus der Leichtathletik, dem Modernen Fünfkampf, Turnen, Hockey, Volleyball, Rudern, Badminton, Bowling sowie dem Kanurennsport.

„Das ist wirklich eine gute Aktion“, schwärmte denn auch Christoph Bender, der seinen Sohn Erik nach Falkensee begleitet hatte. „Es ist schön, dass die Kinder hier verschiedene Sportarten ausprobieren können, die sie noch nicht kennen.“ Als Lohn bekommen sie nicht nur Einladungen zu Probetrainings, sondern auch alle eine Teilnehmerurkunde sowie ein T-Shirt.

Doch es warten nicht nur neue Sportarten und T-Shirts auf die Talente, sondern manchmal auch neue Bekanntschaften. So sorgte Karl-Heinz Bußert, Olympiasieger 1976 in Montreal und fünffacher Weltmeister im Ruder-Doppelvierer, in Rathenow für staunende Gesichter, als er die eine oder andere Anekdote aus seiner erfolgreichen Zeit zum Besten gab.

Info: Zu den einzelnen Talentiaden werden Drittklässler eingeladen, die beim im Vorfeld durchgeführten EMOTIKON-Motorik-Test überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt haben. Zudem können auch die Sportlehrer Schüler empfehlen. Unter fachkundiger Betreuung können die Talente ihr motorisches Können in sportartbezogenen Tests unter Beweis stellen und die Bewegungsvielfalt der vertretenen Sportarten kennen lernen. Zusätzlich zum Erhalt des Talentpasses erfahren die Kinder durch die Einladung zur Talentiade eine Würdigung ihres motorischen Könnens. Ebenso werden erste Möglichkeiten zur gezielten Förderung der sportlichen Leistungen und Interessen aufgezeigt, was ein Grund für die Eltern sein sollte, ihre Kinder auf die Talentiade zu begleiten. In diesem Jahr macht die Veranstaltungsserie an insgesamt 25 Standorten in ganz Brandenburg Station.

Die weiteren Stationen:
10. Februar: Cottbus
23. Februar: Brandenburg
1. März: Oranienburg
2. März: Potsdam
2. März: Spremberg
3. März: Gransee
9. März: Wittenberge
10. März: Templin
14. März: Guben
15. März: Bad Freienwalde
16. März: Frankfurt/Oder
16. März: Luckenwalde
17. März: Strausberg
17. März: Prenzlau
17. März: Hohen Neuendorf
6. April: Fürstenwalde
8. April: Stahnsdorf
12. April: Finsterwalde
13. April: Senftenberg
13. April: Eberswalde
20. April: Königs Wusterhausen
22. April: Neuruppin
11. Mai: Wandlitz