Integration von Flüchtlingen: Hilfe von Vereinen braucht Raum

Der Landessportbund Brandenburg e.V. (LSB) unterstützt das Bemühen der Landesregierung, den derzeit in Deutschland ankommenden Flüchtlingen eine ansprechende Willkommenskultur zuteilwerden zu lassen. Mit seinen Vereinen ist der LSB schon seit Jahren aktiv, um gelebte Integration zu betreiben und Wege zu ebnen, sich am gesellschaftlichen Leben im Land Brandenburg zu beteiligen. Die Projekte „Integration durch Sport“ oder „Straßenfußball für Toleranz“ sind dabei nur einige Beispiele. Da mit dem wachsenden Zustrom von Flüchtlingen auch die Bereitschaft der Brandenburger Vereine gestiegen ist, den Neuankömmlingen ein Einleben vor Ort zu erleichtern, hat der LSB zu Jahresbeginn eine pauschale Unfall- und Haftpflichtversicherung für Asylbewerber und Flüchtlinge abgeschlossen. Der Versicherungsschutz soll diese ermutigen, in den Vereinen auch ohne Mitgliedschaft Sport zu treiben.

Erschwert werden diese Integrationsbemühungen allerdings durch die Belegung von Sporthallen durch Flüchtlinge. Der Landessportbund bittet daher alle Kommunen verantwortungsvoll zu prüfen, ob es keine geeigneteren Unterkünfte gibt, sodass würdevolle Unterbringung und Integrationshilfe durch die Sportvereine gleichzeitig möglich sind. Sollte es absolut keine Alternativen für die Unterbringung geben, ruft der LSB die Kommunen auf, zumindest mit den betroffenen Vereinen zeitnah nach Ausweichmöglichkeiten und Übergangslösungen für die Aufrechterhaltung des Vereinslebens zu suchen.

Der Landessportbund Brandenburg e.V. wird mit seinen Vereinen die sportliche Integration auch weiterhin befördern. Dafür benötigt es jedoch ausreichend Sporträume sowie einen offenen und zielführenden Dialog zwischen Kommunen und Vereinen.