Hinze und Friedrich mit Weltrekord zum WM-Titel im Teamsprint

Die Frauen auf dem Weg zum WM-Gold. Foto: Mill

Was für ein Wahnsinns-Auftakt für die Brandenburger Bahnrad-Asse bei der Weltmeisterschaft im französischen Roubaix. Während die Cottbuserin Emma Hinze gemeinsam mit der Neu-Cottbuserin Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch (Erfurt) ihren WM-Titel im Teamsprint verteidigten und dabei gleich drei Mal den Weltrekord verbesserten, holte Nik Schröter vom RSC Cottbus zusammen mit Stefan Bötticher (Chemnitzer PSV), Joachim Eilers (Team TheedProject-Cycling) und Marc Jurczyk (RC Turbine Erfurt) Bronze im Teamsprint der Männer.

Schon in der Qualifikation setzte das Damen-Trio um die amtierende Dreifach-Weltmeisterin Hinze mit einem neuen Weltrekord (46,511 sec) ein dickes Ausrufezeichen. Und ließ diesem in den nächsten beiden Runden weitere folgen. Jeweils mit neuem Weltrekord schafften die Drei erst den Einzug ins Finale und anschließend den souveränen Gewinn der Goldmedaille. Entsprechend glücklich war Emma Hinze im Anschluss: „Das fühlt sich großartig an. Ich bin sehr stolz, dass wir dreimal Weltrekord gefahren sind und das Trikot wieder erobern konnten. Heute war wieder die Leichtigkeit da. Ich bin heute anders rangegangen. Es macht auf jeden Fall wieder Spaß – das habe ich auch gebraucht. Ich bin stolz, wie wir das heute gemacht haben und welche Zeit wir rausgehauen haben.“

Und auch wenn es aufgrund der neuen Regeln – erstmals wurde der Teamsprint der Frauen nicht mehr als Duo, sondern im Trio gefahren – kaum Referenzwerte gab, zeigte sich Bundestrainer Detlef Uibel im Pressegespräch anschließend überrascht: „Dass wir mit dreimal Weltrekord Gold gewinnen, hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht erwartet.“

Ebenfalls recht überraschend war auch der Erfolg der Männer um den 23-jährigen Cottbuser Nik Schröter, die sich hinter den Niederlanden und Frankreich Rang drei sicherten und damit die erste deutsche WM-Medaille im Herren-Teamsprint seit 2016 sicherten. Uibel dazu: „Die Medaille für die Männer freut mich […] richtig. Nik Schröter als junger Mann für das Anfahren hat sich mit drei konstant guten Läufen für die Zukunft empfohlen.“