Brandenburg-Finale: Straßenfußball für Toleranz

Spannender Sport, strahlende Sieger, tragische Helden – beim Finale der integrativen Brandenburger Straßenfußball-Meisterschaft, das am Freitag und Samstag mehr als 1.000 junge Kickerinnen und Kicker zum Tropical Islands lockte, war das zu erleben, was auch auf der großen Bühne den Reiz des Fußballs ausmacht. Was dort auf Einladung der Brandenburgischen Sportjugend des Landessportbundes Brandenburg e.V. (LSB) allerdings im Gegensatz zum großen Fußball fehlte: Schiedsrichter, Torkamera, Videoassistent. Zum einen, weil die besonderen Fairplay-Regeln des Wettbewerbs es so wollen, zum anderen weil sie schlichtweg nicht gebraucht wurden.

Für Ministerpräsident Dietmar Woidke, der gemeinsam mit dem LSB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Gerlach das Finalturnier der mehr als 120 Freizeitteams am Samstag eröffnete, eine gute Sache. „Heute geht es nicht nur darum, Fußball zu spielen, sondern auch um Toleranz. Hier beim Straßenfußball entstehen Bindungen, Freundschaften. Und das ist genau das, was wir brauchen. Was hier bei der Straßenfußball-Meisterschaft gewachsen ist; dafür möchte ich mich beim Landessportbund bedanken.“

Bereits in den Vorrunden in Gransee, Fürstenwalde, Senftenberg, Jüterbog, Teltow sowie Wittstock hatten die Fußballerinnen und Fußballer aus Sportvereinen, Jugendclubs, Schulen, Wohnheimen und Flüchtlingsunterkünften den Fairplay-Gedanken des integrativen Wettbewerbs aktiv gelebt. So gibt es bei der Straßenfußball-Meisterschaft neben der sportlichen auch eine Fairplay-Wertung, die Schiedsrichter überflüssig macht. Vor jedem Spiel kommen beide Teams in einer Dialogzone zusammen, wo sie sich über weitere Spielregeln abstimmen, die den Fairplay-Gedanken auf den Platz unterstützen. Weitere Zusatzregeln (z.B. „Hochhelfen, wenn einer fällt“) werden von den Teams selbst bestimmt, die bei jedem Spiel bis zu drei Fairplay-Punkte gewinnen können.

Gewonnen haben beim Finale indes alle Teilnehmer, schließlich konnten sie im Anschluss an den sportlichen Wettstreit kostenlos die Tropenwelt des Tropical Islands genießen und bei der Abschlussparty gemeinsam feiern. Bereits am Freitag hatten gut 40 Schulmannschaften in einem ersten Wettbewerb ihren Sieger ausgespielt.

Weitere Bilder des Finalturniers

Die Sieger 2017:

Turnier am Freitag
AK 1.-2. Klasse
1. Lindenblüten (Jüterbog)
2. Die wilden Kerle (Cottbus)
3. Die Kickerfreunde der 2b (Kolkwitz)
Fair-Play-Sieger: Team Barcelona (Jüterbog)

AK 3.-4. Klasse
1. Rahnfighters (Fürstenwalde)
2. Hansa (Jüterbog)
3. Blitzgang (Fürstenwalde)
Fair-Play-Sieger: Team Rahnkickers (Fürstenwalde)

AK 5.-6. Klasse
1. Die Blauen Bananen (Teltow)
2. Cookie Mampfer (Cottbus)
3. Rebellen (Jüterbog)
Fair-Play-Sieger: Super coole 5b (Jüterbog)

Inklusionsturnier
1: Buffalo (Erkner)
2. Die Blocker (Erkner)
3. Tropical Kicker (Fürstenwalde)

Turnier am Sonnabend
AK bis 12 Jahre
1. Blau/Weiss BRB (Brandenburg a.d.H.)
2. Spree Kickers (Fürstenwalde)
3. Soccerkids (Jüterbog)
Fair-Play-Sieger: Fruchtzwerge (Beetzsee)

AK 12-14 Jahre
1. Free Kickers (Radewege)
2. FC Masters (Zossen)
3. Zander (Cottbus)
Fair-Play-Sieger: Free Kickers (Radewege)

AK ab 15 Jahre
1. BW Sedlitz (Sedlitz)
2. F-35 Freestylerz (Berlin)
3. Team Absolut (Berlin)
Fair-Play-Sieger: F-35 Freestylerz (Berlin)

Info: Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Willkommen im Sport“ durch das Bundeskanzleramt sowie durch das Bündnis für Brandenburg, die AOK Nordost, die F.C. Flick Stiftung, das Tropical Islands und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport unterstützt.