Glänzend: Silber für Herrmann, Bronze für Schott

Die Leistungen, die Brandenburgs Aktive bei den Paralympics in Tokio zeigen, bleiben weiter glänzend – und ihr Lohn dafür auch. Am Wochenende gab es gleich zwei Medaillen für das Sportland. Erst holte Verena Schott über 100 Brust zum zweiten Mal Bronze, dann setzte Francés Herrmann mit dem Speer noch einen drauf und sicherte sich sensationell Silber.

Schott, die wenige Tage zuvor bereits Bronze über die 200 Meter Lagen gewonnen hatte, lag kurz vor dem Ende der 100 Meter Brust im Kampf um Rang drei gleichauf mit zwei Konkurrentinnen. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich die 31-Jährige vom BPRSV Cottbus aber im Schlussspurt durch und schlug hinter Paralympics-Siegerin Yelyzaveta Mereshko (Ukraine) und Grace Harvey aus Großbritannien als Dritte an. „Ich habe versucht, die Frequenz hochzunehmen und richtig schnell zu schwimmen“, so Schott zu ihrem Erfolgsrezept im Endspurt. „Dann habe ich gehofft, dass es bis zum Ende reicht.“ Und es reichte.

Gereicht hat es auch für Francés Herrmann – und zwar für eine dicke Überraschung. Denn „auf dem Papier war ich die Nummer vier“, schilderte die 32-jährige Clubkameradin von Schott die Ausgangssituation vor dem Speer-Wettkampf. Entsprechend „habe ich mich mit dem Thema Siegerehrung gar nicht auseinandergesetzt“, gab die Cottbuserin zu. Doch nach ihrer Saisonbestleistung von 17,72 Meter und einigen Problemen bei der Konkurrenz kam sie nicht umhin, es doch zu tun. Einzig die Chinesin Lijuan Zou, die mit ihrer Siegerweite von 22,20 Meter einen neuen Weltrekord aufstellte, konnte Herrmann noch übertrumpfen. Für die Cottbuserin war es nach Diskus-Silber 2008 in Peking und Speer-Bronze 2016 in Rio die dritte Para-Medaille ihrer Karriere.