Gänsehaut pur: Rauhe und Lemke paddeln zum Olympia-Gold

Es ist vollbracht: Seiner ohnehin schon beeindruckenden Karriere hat Ronald Rauhe vom KC Potsdam gemeinsam mit seinem Clubkameraden Max Lemke sowie Max Rendschmidt und Tom Liebscher in einem grandiosen letzten Rennen einen glänzenden Schlusspunkt gesetzt. Im olympischen Finale über 500 Meter setzte sich der deutsche K4 in einem spannenden Lauf gegen starke Spanier durch und holte den Olympiasieg. „Es war mein Traum“, gab ein sichtlich gerührter Ronald Rauhe im Siegerinterview im ZDF zu. „Und heute ist der Traum in Erfüllung gegangen.“

Weder geträumt noch geschlafen hatte das Quartett zuvor im Rennen. Das spanische Boot hatte zwar den besseren Start, doch der deutsche K4 blieb hellwach und immer in Schlagdistanz. Und aus dieser holten sie nach mehr als der Hälfte des Rennens zum entscheidenden Schlag aus. „Ronny gibt bei uns die Kommandos. 180 Meter vor dem Ziel hat er ‚hepp‘ gesagt“, schilderte Max Rendschmidt den entscheidenden Moment, in dem die Deutschen ihren unwiderstehlichen Schlussspurt ansetzten, an den Spaniern vorbeizogen und zum Goldtraum paddelten. Und zum so sehnlich erwünschten Erfolgserlebnis zum Abschied von Ronald Rauhe aus dem Leistungssport. „Der letzte Schlag war so, wie ich ihn mir vorgestellt habe – wir waren vorne“, so der 39-jährige Rauhe zu seinem perfekten Abgang. „Ich hätte mir kein schöneres Ende vorstellen können.“

Sein Potsdamer Klubkollege Max Lemke hingegen hätte sich sicher keinen schöneren Start in seine olympische Karriere wünschen können. Gleich beim ersten Auftritt unter den Ringen paddelte der 24-Jährige auf den Kanu-Olymp. „Ich kann es noch nicht so recht glauben“, blickte Lemke auf seinen Olympiasieg. Dass er den auch noch gemeinsam mit Ronald Rauhe feiern durfte, machte das Feiern nur noch schöner. „Ronny war mein Vorbild als Ikone des Kanusports.“