Für sich selbst und andere

Gemeinsam für starke Frauen im Sport: Katrin Wagner-Augustin (Mitte) und Britta Müller (Vierte von rechts) mit den Vereinsvertreterinnen während der Tagung. Foto: LSB

Die eigene Weiterbildung steht hoch im Kurs, um fit für den Vereinsvorstand in Sportvereinen, Stadt- und Kreissportbünden und Landesfachverbänden zu sein. So auch bei der diesjährigen Fortbildung „Frauen bewegen Vereine“ im Sport- und Bildungszentrum Lindow.

Die Bandbreite der Themen bei der Weiterbildungsveranstaltung des Landessportbundes Brandenburg der Beauftragten für Frauen im Sport war riesig. Vom Breitensport und dem Stellenwert sozialer Netzwerkarbeit sowie dem Engagement im Ehrenamt bis hin zur Welt des Spitzensports aus der Sicht einer Athletin reichte das Veranstaltungsprogramm für die über 30 TeilnehmerInnen. Zudem kam auch die eigene Fitness dank Bailaro- und Aquafitness-Kurs nicht zu kurz.

Trotz der Vielfalt der Themen lag ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Treffens unter dem Motto „Frauen bewegen Vereine“ auf dem Ehrenamt von Frauen im Verein. Nachdem Britta Müller, LSB-Präsidialmitglied für Mädchen, Frauen und Gesundheit im Sport sowie frischgebackene Brandenburger Landtagsabgeordnete, mit einem Impulsvortrag über die „Wirkung individueller Präferenzen und gesellschaftlicher Einflüsse auf das Ehrenamt“ eine Diskussionsvorlage gegeben hatte, nahmen die Frauen anschließend in insgesamt drei Arbeitsgruppen diese Vorlage gern auf. Dabei wurde insbesondere das Verhältnis zwischen Lust und Last des Ehrenamtes sowie jenes zwischen Ehre und Amt thematisiert – und eine jede konnte aus der eigenen Erfahrung berichten. Doch trotz zahlreicher Rückschläge und einer Vielzahl an Baustellen während ihrer Tätigkeit als Ehrenamtliche in den Strukturen des organisierten Sports, herrschte bei den Frauen letztlich doch die Freude am Amt und am Sport vor.

Die soll in Zukunft noch ungetrübter von Problemen gelebt werden. Deswegen erarbeiteten die Teilnehmerinnen für zahlreiche Probleme interessante Lösungsansätze, die nun in die Praxis umgesetzt werden sollen.

Wie Talent, Ehrgeiz und viel Fleiß zum Erfolg führen können, zeigte anschließend Katrin Wagner-Augustin auf. Die viermalige Kanu-Olympiasiegerin berichtete in ihrer erfrischenden natürlichen Art aus ihrem Leben und ihrer Sportlerkarriere und sorgte mit der einen oder anderen Anekdote abseits der Regattastrecke für gute Laune unter den Teilnehmerinnen.

Die zweitägige Fortbildung gab allen TeilnehmerInnen wichtige Impulse für ihre Arbeit vor Ort. Mit dem Termin 2015 schon in der Tasche, traten alle mit frischem Elan und neuen Ideen die Heimreise an.