Feier für Brandenburger London-Starter

Peter Kretschmer, Ministerpräsident Platzeck u. Sebastian Brendel

Glänzende Medaillen, Olympiasieger und tobender Beifall. Mit einem feierlichen Empfang haben das Land Brandenburg, der Landessportbund Brandenburg und die Sporthilfe Brandenburg die Teilnehmer der olympischen und paralympischen Spiele geehrt. Zu dem Open-Air-Event auf dem Gelände des Potsdamer Sportparks Luftschiffhafen waren am 10. September rund 600 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und öffentlichem Leben gekommen, um gemeinsam mit Brandenburgs Sportlerinnen und Sportlern in glänzender Abendsonne zu feiern. Unter den Athleten waren beispielsweise die erfolgreichen Kanuten Franziska Weber, Sebastian Brendel, Kurt Kuschela und Peter Kretschmer, die auf dem Dorney Lake zum Olympiasieg gepaddelt waren. Direkt aus ihrem Londonflieger waren auch alle sechs Brandenburger Paralympics-Starter nach Potsdam geeilt, die mit Martina Willing (Bronze, Speerwerfen), Norbert Mosandl (Silber, Radsport) und Torben Schmidtke (Silber, Schwimmen) drei Medaillengewinner in ihren Reihen hatten.

„Meine besondere Gratulation gilt all denen, die mit Gold, Silber und Bronze aus London zurückgekehrt sind“, würdigte Ministerpräsident Matthias Platzeck das Abschneiden der Brandenburger an der Themse. „Genauso gratuliere ich den Sportlerinnen und Sportlern, die kein Edelmetall errungen, aber ihr Bestes gegeben haben. Sie bereiteten uns viel Freude durch ihre Leistungen und ihr Auftreten in London. Dafür bedanke ich mich sehr.“ Das gute Abschneiden belegt laut Platzeck, dass das Sportsystem im Land mit seinem Olympiastützpunkt und dessen Standorten in Potsdam, Cottbus und Frankfurt(Oder), den Eliteschulen, der Sporthilfe und den Sportfördergruppen „gut funktioniert“. Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorn: „Jetzt sind es noch 1425 Tage bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.“
Der Präsident des Landessportbundes Brandenburg Wolfgang Neubert lobte zudem die Trainer, die die Athleten fast tagtäglich begleiten und deren Engagement weit über die normale Trainingsarbeit hinausgehe. Sein Dank galt aber auch „den Brandenburger Vereinen und den tausenden Freiwilligen, die im Breitensport aktiv sind. Zusammen bilden sie die Basis für den Spitzensport und geben den Athleten ein sportliches Zuhause.“

Für Gänsehaut sorgte bei Gästen und Sportlern ein ergreifender Film, der die emotionalsten olympischen und paralympischen Momente aus Brandenburger Sicht zusammenfasste. Anschließend gab es für die Athleten und ihre Trainer auf offener Bühne jede Menge Dankesworte, Beifall, Umarmungen, Schulterklopfen – und für jeden ein Erinnerungsgeschenk. Eine persönliche Überraschung hatte darüber hinaus Wolfgang Neubert für die siegreichen Kanuten parat. Auf dem Dorney Lake als Zuschauer live vor Ort hatte der Landessportbund-Präsident ihre Erfolge mit der Kamera festgehalten. Das Ergebnis waren gestochen scharfe Bilder, die er den Medaillengewinnern gerahmt und als eine besondere Erinnerung überreichte.
Als viele Sportler noch damit beschäftigt waren, Interview- und Autogrammwünsche zu erfüllen, tummelten sich die meisten Gäste schon am Buffet. An den Tischen wurde das London-Abenteuer dann noch einmal im Detail ausgewertet und auf die Brandenburger Erfolge angestoßen. Zustimmung fand dabei vor allem ein Satz von Ministerpräsident Matthias Platzeck, der vielen Gästen lange im Ohr blieb: „Brandenburg war ein Sportland, Brandenburg ist ein Sportland und Brandenburg wird ein Sportland bleiben!“