„Erlebnistag Wandern“ lockt 200 Wanderer nach Kremmen

Der Vizepräsident für Breitensport und Sportentwicklung beim Landessportbund Brandenburg, Karl-Heinz Hegenbart, überreicht Claudia Zinke, Vizepräsidentin für Sportentwicklung, Breiten- und Freizeitsport beim LSB Berlin, den offiziellen Wanderhut.

Gut 200 Wanderfreunde aus ganz Brandenburg und Berlin haben am Sonnabend, 15. Oktober, in Kremmen beim „Erlebnistag Wandern“ dem grauen Herbstwetter getrotzt und ihrer Leidenschaft auf drei unterschiedlichen, geführten Touren gefrönt. Eingeladen dazu hatten die Landessportbünde Brandenburg und Berlin gemeinsam mit dem Brandenburgischen Wandersportund Bergsteiger-Verband sowie dem Berliner Wanderverband.

Bei Nieselregen im herbstlich geschmückten historischen Scheunenviertel Kremmens, die Stadt im Landkreis Oberhavel feierte zeitgleich ihr alljährliches Kürbisfest, hatten sich die Aktiven am Vormittag nach einer kurzen Eröffnungsveranstaltung auf die sechs, 14 beziehungsweise 18 Kilometer langen Führungen durch Kremmen, dessen Geschichte und die umgebende Natur gemacht. Zuvor hatte ihnen Karl-Heinz Hegenbart, Vizepräsident für Breitensport und Sportentwicklung beim Landessportbund Brandenburg, trotz des Wetters versichert: „Wir werden einen schönen Wandertag haben.“

Und Hegenbart, der während der Eröffnung den offiziellen Staffelstab für den nächsten „Erlebnistag Wandern“ in Form eines Wanderhuts an Claudia Zinke, Vizepräsidentin für Sportentwicklung, Breiten- und Freizeitsport beim LSB Berlin, weitergab, sollte Recht behalten. Vorbereitet und durchgeführt vom Kremmener SV, ließen die Touren nichts zu wünschen übrig – weder an Sehenswürdigkeiten, Natur noch an der einen oder anderen Anekdote der gut vorbereiteten Wanderführer. Das größte zusammenhängende Scheunenviertel Deutschlands gehörte dabei ebenso zu den Stationen wie die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert oder das nachgebaute „Rote Rathaus“ in Sommerswalde. Selbst ein Haus, in dem des Öfteren Schauspieler Heinz Rühmann einen seiner Schauspiel-Kollegen aus der „Feuerzangenbowle“ besuchte, wurde nicht vergessen.

Derart umfangreich informiert und betreut, fühlten sich die Wanderer in Kremmen gut aufgehoben. „Die Tour ist wirklich gut“, lobte Edwin Mogel die sechs Kilometer lange Führung durch die Altstadt. Und der 81-Jährige muss es wissen, war er doch selbst 25 Jahre lang Wanderleiter in seinem Verein und „eigentlich jedes Jahr beim Erlebnistag Wandern mit dabei“. Gemeinsam mit neun weiteren Gleichgesinnten war er am frühen Morgen von Fürstenwalde nach Kremmen gekommen, um auch die Ausgabe 2016 nicht zu verpassen. Und gleiches wird er auch 2017 tun, wenn das Quartett das nächste Mal zum „Erlebnistag Wandern“ einlädt, dann nach Berlin-Lübars.

Info: Der „Erlebnistag Wandern“ wird alljährlich von den Landessportbünden Brandenburg und Berlin gemeinsam mit dem Brandenburgischen Wandersportund Bergsteiger-Verband sowie dem Berliner Wanderverband organisiert und findet im jährlichen Wechsel in einem der beiden Bundesländer statt. Im kommenden Jahr lädt das Quartett für den 15. Oktober 2017 nach Berlin-Lübars ein. Auch dort werden drei geführte Touren mit Längen zwischen sechs und 16 Kilometern angeboten. Treffpunkt wird dann um 10 Uhr die Familienfarm „Alte Fasanerie“ in Lübars sein.

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