Erfolgsversprechender Auftakt des Alltags-Fitness-Tests (AFT)

Zu einer richtungsweisenden Schulung begrüßten die Landessportbünde Brandenburg und Berlin vor kurzem gut 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Vereinen in der Hauptstadt. Thema: der Alltags-Fitness-Test (AFT). Mit dem AFT lassen sich die funktionale Fitness und die körperlichen Merkmale messen, die für die Mobilität erforderlich sind. Damit lässt der Test Prognosen zu, ob die körperliche Selbstständigkeit mit zunehmendem Alter in Gefahr gerät. Brandenburg und Berlin gehören zu den ersten Bundesländern überhaupt, die von Dr. Christoph Rott (Universität Heidelberg) in die Abnahme des neuen Tests eingeführt wurden.
Zunächst veranschaulichte Dr. Rott anhand von einzelnen Testaufgaben die Bedeutung der körperlichen Aktivität im Alter und die Rolle des AFT – und sorgte damit bereits schon zu Beginn für großes Interesse unter den Anwesenden. Noch aktiver jedoch wurden sie im zweiten Teil der Veranstaltung, als die Helfer vom Mobilen Seniorenteam Berlin und vom LSB Brandenburg an verschiedenen Stationen das Kommando übernahmen und die Praxis des Tests aufzeigten. Dabei wurde gezählt, gemessen, gerechnet, verglichen und ausgewertet – und gestaunt. Denn ganz so einfach wie sie in der Theorie schienen, waren die AFT-Aufgaben nicht.
Trotz oder gerade wegen des hohen Anspruchs des AFT fiel das Fazit unter den Teilnehmern recht einstimmig aus: Der Alltags-Fitness-Test motiviert und ist eine Bereicherung für die Angebote in jedem Verein.

Hintergrund:
Der Test macht es möglich, bei aktueller Selbstständigkeit eine Prognose abzugeben, ob diese Selbstständigkeit mit zunehmendem Alter in Gefahr gerät. Der Test ist innerhalb von 15 Minuten mit einfachen Mitteln durchzuführen und gibt Übungsleitern die Möglichkeit, das alltagsrelevante körperliche Funktionsniveau ihrer Kursteilnehmer vor und nach einem mehrwöchigen Kurs zu bestimmen. Der aktuelle Funktions- und Fitnesszustand der Teilnehmenden wird mit sechs Aufgaben überprüft, die hohe Bedeutung für den Alltag haben. Getestet werden die Bein- und Armkraft, die Ausdauer, die Beweglichkeit der unteren und oberen Körperhälfte sowie die Geschicklichkeit. Bei der Beurteilung der Leistungen werden die Werte mit denen von Personen gleichen Geschlechts und Alters verglichen.