Der Sport in Brandenburg braucht jede helfende Hand Mutmaßungen und Beschuldigungen bringen Unsicherheit

Sponsoren und Partner für Sportvereine sind ein wichtiges und nicht einfaches Thema. Wer bekommt was und wofür? Die Vereine sind mit Projekten und Leistungen immer im Wettbewerb um potentielle Unterstützer. „Dankenswerterweise haben unsere Vereine in Brandenburg eine ganze Menge Partner für ihre Arbeit in den verschiedenen Facetten des Sports gefunden“, erklärt Hans-Dietrich Fiebig, Präsident des Landessportbundes Brandenburg, „dies sowohl in der Wirtschaft als auch bei Politkern, die sich in ihrer Freizeit engagieren.“ Der Landessportbund fördert, über mit dem Land abgestimmte Förderrichtlinien, die Arbeit in den Vereinen und Stützpunkten. Gleiches tun zudem Landkreise und Kommunen. Die geschieht unter dem Aspekt der allgemeinen Vereinsentwicklung als gesellschaftlich notwendige und wichtige Aufgabe und nach Leistungsprinzip, wenn es um sportliche Spitzenleistungen und Talenteförderung geht.
„Die Mittel der öffentlichen Hand für unseren sich stetig entwickelnden Bereich sind knapp bemessen, so dass nur eine Basisförderung und eine begrenzte Schwerpunktsetzung möglich sind“, so Fiebig. Um zusätzliche Einnahmen kümmern sich die Verbände und Vereine selbst und sind für jede helfende Hand dankbar. Umso bedauerlicher ist es, dass durch die tägliche Vermittlung von Vermutungen und Beschuldigungen, durch den täglichen politischen Machtkampf zwischen den Parteien und auch Medienberichterstattungen zur Zeit in Potsdam Angst und Unruhe gestiftet werden. Der Landessportbund Brandenburg geht davon aus, dass nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet wird, dass Verträge zwischen Partnern und den Vereinen die Grundlage für die Zusammenarbeit bilden und dass diese die Ansprüche der gesetzlichen Rahmenbedingungen erfüllen. Dies gilt auch für die Unterstützung des Sports durch kommunale Firmen, die an vielen Stellen der einzige Partner sein können. Das Engagement wird ausdrücklich gefordert und begrüßt, denn es hilft der Entwicklung der Region. Dass diese Hilfen zumindest gegenüber den Trägern transparent sein müssen, ist durchaus legitim und muss auch in den dafür zuständigen Gremien geklärt werden.
Die immer wieder pauschalisierte Kritik an Personen und Firmen in Verbindung mit Mutmaßungen aber ist für den Sport kontraproduktiv und sollte ausbleiben. Genauso die Vorwürfe an Personen des öffentlichen Lebens, die ehrenamtlich ihre Freizeit einbringen. Wer ihnen „Ruhmessucht“ und „Geltungsbedürfnis“ vorwirft, hat wahrscheinlich noch nie etwas von der kräftezehrenden Kleinarbeit bei der Organisation im Sport mitbekommen.
„Der Landessportbund Brandenburg erwartet an dieser Stelle mehr Sachlichkeit und weniger Emotionen, klare Recherchen und keine Mutmaßungen sowie indirekte Verleumdungen“, fordert Fiebig.