Erste Medaillen für Brandenburgs Sportler bei den Paralympics

Martina Willing warf ihren Speer auf 22,22 Meter: Silber! Foto: binh truong/dbs

Frances Herrmann und Martina Willing haben am Wochenende für die ersten Brandenburger Medaillen bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gesorgt – und zwar beide mit dem Speer. Während die 27-jährige Herrmann in der Startklasse F34 Bronze eroberte, gewann die 19 Jahre ältere Willing in den zusammengelegten Startklassen F55 und F56 Silber.

Den Auftakt machte am Freitag die Cottbuserin Frances Herrmann. Acht Jahre nach ihrem ersten Coup (Silber im Diskus) sicherte sich die Sportlerin des Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein dank ihrer 18,16 Meter erneut eine Medaille. „Mit der Weite bin ich nicht so zufrieden, aber mit dem Ergebnis schon“, gab Herrmann nach dem Wettkampf gegenüber dem ZDF zu. Gold ging an Lijuan Zou. Die Chinesin verbesserte mit 21,86 Metern ihren eigenen Weltrekord um 88 Zentimeter. Silber ging an die Finnin Marjaana Heikkinen (18,42 Meter).

Kurze Zeit später setzte Martina Willing dann ihrerseits ihre Erfolgsgeschichte fort. Bei ihrer siebten Teilnahme an Sommerspielen warf die Klubkollegin von Herrmann den Speer auf 22,22 Meter und so zu Silber. Die 56-Jährige war mit der Zielstellung in die Spiele gegangen, ihre 14. Paralympische Medaille zu gewinnen. „Da ist sie“, stellte sie während eines ARD-Interviews nach dem Wettbewerb zufrieden fest. Alleine im Speerwurf gewann Willing dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Gold ging an die Lettin Diana Dadzite, die mit 23,25 Metern einen Weltrekord in der Startklasse F55 warf. Über Bronze freute sich Nadia Medjmed (Algerien, 20,24 Meter).