Breitensport bewegt die Brandenburger Vereine

Auf ein großes Echo ist die Einladung des Landessportbundes Brandenburg zur diesjährigen Breitensportkonferenz getroffen. Mehr als 100 Teilnehmer sorgten am vergangenen Sonnabend vor der historischen Kulisse des Potsdamer Neuen Palais für hochinteressante Gesprächsrunden und produktive Arbeitskreise rund um den Breitensport in Brandenburg.

„Gerade im Breitensport werden grundlegende Werte des gesellschaftlichen Miteinanders gelebt und weitergegeben. Dabei geht es um Toleranz und Respekt gegenüber anderen, es geht um Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, Fairness. Es geht um das Erlernen und Beachten von Regeln und das Ausloten der eigenen Grenzen“, deutete LSB-Präsident Wolfgang Neubert in seiner Eröffnungsrede den großen Stellenwert des Breitensports gerade auch in der aktuellen gesellschaftlichen Lage an.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gleichzeitig aber auch den brandenburgischen Aktiven jene sportliche Heimat zu bieten, die sie sich erhoffen, tauschten sich die Vertreter von Vereinen, Verbänden sowie Stadt- und Kreissportbünden in vier Workshops zu Fragen wie „Sind Fusionen der Weg in die Zukunft?“, „Welche Chancen bietet die Integration von Gesundheitssport dem Verein?“ oder „Wie müssen Investitionen in die Zukunft des Sports aussehen, so dass sie die Kinder und Jugendlichen im Land tatsächlich erreichen?“ aus.

Ein nahezu komplettes Bild der aktuellen Breitensportlandschaft in Brandenburg hatten zuvor die Referenten der Konferenz gezeichnet. In kurzen Abrissen zeigten die Vertreter eines Großsportvereins, eines kleineren Vereins sowie eines Stadt- und eines Kreissportbundes ihre Entwicklung und ihr Engagement im Bereich des Breitensports auf.

Wohin es mit dem Breitensport und den Vereinen in der Mark gehen könnte, erläuterte Dr. Daniel Illmer von der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Anhand einer Studie brachte er wesentliche Charakteristika des „perfekten Vereins“ auf den Punkt: Hier sollte es möglich sein, sich in einer Gemeinschaft flexibel und individuell zu entfalten. Eine Idee, die bei den Vereins- und Verbandsvertretern auf offene Ohren stieß.

Die zahlreichen Ergebnisse der Workshops werden nun vom LSB gebündelt und in die Breitensportkonzeption eingebunden, die als Leitfaden bei der Weiterentwicklung des Märkischen Sports bis 2020 dienen soll. Staatssekretär Dr. Thomas Drescher sagte dafür die Unterstützung der Landesregierung zu.