Brandenburgs Sportler des Jahres: Abo-Siegerinnen und ein Newcomer

Maximilian Levy ist erstmals Brandenburgs Sportler des Jahres. Der Bahnrad-Sprinter wurde am Sonnabend in Potsdam im Rahmen der Sportgala des Landes von Ministerpräsident Dietmar Woidke und LSB-Präsident Wolfgang Neubert ausgezeichnet. Rund 500 Gäste aus Sport, Politik und Gesellschaft waren gekommen, um feierlich auf das Sportjahr 2013 zurückzublicken. Der Landessportbund, die Sporthilfe Brandenburg und der Filmpark Babelsberg sorgten für eine filmreife Gala mit spektakulärer James Bond Stunt-Action und artistischer Feuershow. Moderatorin Madeleine Wehle führte charmant durch den Abend, der für viele Gäste auf der Tanzfläche in die Verlängerung ging.

„Der Preis ist eine große Ehre und eine tolle Bestätigung meiner Leistungen“, sagte Levy auf der großen Showbühne der Metropolis-Halle im Babelsberger Filmpark. Der schnelle Mann vom RSC Cottbus hatte in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft in Moskau Gold im Teamsprint und Silber im Keirin gewonnen. Außerdem spurtete er im niederländischen Apeldoorn in beiden Disziplinen zum EM-Titel. Levy verdrängte den Kanuten und Vorjahressieger Sebastian Brendel auf Platz zwei der Sportlerumfrage, die in diesem Jahr erstmalig von Brandenburgs Sportjournalisten durchgeführt wurde. Brendel, der für den KC Potsdam aktiv ist, wurde in diesem Jahr unter anderem Welt- und Europameister im Einer-Canadier über 5000 Meter. Auf Platz drei wählten die Journalisten Torben Schmidtke vom SC Potsdam, der seinen Preis wegen eines Wettkampfes nicht selbst entgegennehmen konnte. Der behinderte Schwimmer wurde im August in Montreal Vize-Weltmeister über 100 Meter Brust und schwamm über die doppelte Distanz bei der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft Weltrekord.

Ein bekanntes Siegerlächeln gab es bei den Frauen, denn zum bereits vierten Mal in Folge kann sich Franziska Weber Brandenburgs Sportlerin des Jahres nennen. „Ich freue mich sehr über die Ehrung. Das ist der schönste Pokal bislang“, jubelte die sympathische Kanutin vom KC Potsdam, die bei der diesjährigen Heimweltmeisterschaft in Duisburg zwei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte. Zu ihrer ausgezeichneten Jahresbilanz gehören auch eine Silbermedaille bei der Europameisterschaft in Portugal sowie sechs Deutsche Meistertitel. Webers Paradedisziplin ist der Kajakzweier, in dem sie zusammen mit Tina Dietze aus Leipzig sitzt. Auf Platz zwei folgte mit Katrin Wagner-Augustin eine Vereinskollegin Webers. Wagner-Augustin holte in diesem Jahr zweimal WM-Silber, einmal EM-Bronze sowie sechs Deutsche Meistertitel. Als Dritte der Frauenwertung wurde mit Martina Willing eine paralympische Leichtathletin des SC Potsdam ausgezeichnet. Willing, die erblindet und querschnittsgelähmt ist, hatte im Sommer im französischen Lyon den WM-Titel im Kugelstoßen gewonnen. Mit dem Diskus schaffte sie es zu WM-Silber.

Brandenburgs Team des Jahres sind die Fußballfrauen des 1. FFC Turbine Potsdam. Der Vize-Meister und Pokalfinalist der vergangenen Saison sicherte sich den Titel damit zum insgesamt neunten Mal. Doch die lauten Jubelschreie der Kickerinnen waren Beweis, dass der Titel wieder etwas Besonderes ist. Genauso sah es auch Trainer Bernd Schröder. „Die Wahl ist aber auch eine Verpflichtung für die Spielerinnen, im nächsten Jahr noch eine Schippe draufzulegen“, sagte der Erfolgscoach nach der Ehrung. Hinter den Turbinen landete das Kanuten-Duo Kurt Kuschela und Peter Kretschmer vom KC Potsdam, das in diesem Jahr zusammen mit Erik Leue (Magdeburg) und Erik Rebstock (Neubrandenburg) zum WM-Titel im Vierer-Canadier über 1000 Meter gepaddelt war. Dritte der Wahl wurden die Bob-Sportler des SC Potsdam um Pilot Manuel Machata, die zurzeit auf Wettkampfreise sind. Ihren Preis nahm stellvertretend Bob-Trainer Stefan Barucha entgegen. Machata war im vergangenen Winter sowohl im 2er als auch im 4er Bob auf Platz drei des Gesamt-Weltcups gefahren.