Brandenburger Olympioniken mit glanzvollem Endspurt

Der deutsche Damenvierer um Potsdams Franziska Weber (2.v.r.) jubelt über olympisches Silber. Foto: picture alliance

Toller Abschluss für Brandenburgs Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Am letzten olympischen Wochenende sicherten sie sich gleich vier Medaillen. Während Tabea Kemme und Svenja Huth mit der Fußball-Frauennationalmannschaft erstmals über den Olympiasieg jubeln durften, gab es für die Potsdamer Kanuten Sebastian Brendel, Jan Vandrey, Franziska Weber und Ronald Rauhe noch einmal einen kompletten Medaillensatz.

Den Anfang auf dem Wasser machte dabei Ronald Rauhe in seinem letzten olympischen Rennen – und mit einem unglaublichen Spannungsmoment. Nach gut 35 Sekunden waren die Ersten des 200 Meter-Sprints im Kajak-Einer über die Ziellinie gekommen – und mit ihnen der 34-jährige Potsdamer. Doch auf welchem Rang? Anfangs leuchtete Platz vier auf der Ergebnistafel auf. Doch nach unglaublich langen Sekunden des Bangens und der Auswertung des Bildmaterials war klar: Der „Ziel-Sprung“, mit dem Rauhe ins Ziel geschossen war, hatte ihn auf den Bronzerang katapultiert – zeitgleich mit dem Spanier Saul Craviotto. Gold ging an Liam Heath (Großbritannien), Silber an Maxime Beaumont (Frankreich). Für Ronald Rauhe war es bei seiner fünften Olympia-Teilnahme die vierte Medaille.

Im Finale des Kajak-Vierers der Frauen über 500 Meter ging es ähnlich spannend zu wie zuvor bei Rauhe. Nur 0,9 Sekunden fehlte dem deutschen Boot mit Tina Dietze, Sabrina Hering, Steffi Kriegerstein und der Potsdamerin Franziska Weber an Gold. Das sicherte sich die ungarische Mannschaft, die aber schon einen olympischen Rekord (1:14,19 min) benötigte, um die starken deutschen Damen zu distanzieren. Weißrussland auf Rang drei komplettierte das Siegertreppchen.

Einen Platz ganz oben erkämpfte sich einmal mehr Sebastian Brendel, Olympiasieger im Canadier-Einer über 1.000 Meter – diesmal auf dem Treppchen im Canadier-Zweier über die gleiche Distanz. Gemeinsam mit seinem Klubkollegen Jan Vandrey zeigte der Potsdamer ein starkes Finish. Als Drittplatzierte in den Schlusssprint gegangen, überholte das starke Duo vom KC Potsdam auf den letzten Metern des olympischen Finals nicht nur die bis dahin zweitplatzierten Russen, sondern schließlich auch die brasilianischen Lokalmatadoren. Während der 24-jährige Vandrey über seinen ersten Olympiasieg jubeln durfte, feierte Brendel bereits seine dritte olympische Goldmedaille.

Die erste Olympiamedaille in Gold hingegen sicherten sich die Fußball-Frauen des DFB. Beim 2:1-Finalerfolg über Schweden standen die beiden Potsdamer Kickerinnen Tabea Kemme und Svenja Huth auf dem Platz.