Brandenburger Sport und Leipziger Trainingswissenschaftler verlängern Kooperation

Der Brandenburger Sport wird auch in den kommenden Jahren vom Knowhow des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig profitieren. Dafür haben der Landessportbund, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und das IAT ihren Kooperationsvertrag am 14. Oktober in der sächsischen Metropole unbefristet verlängert. Mit Ihren Unterschriften haben Sportministerin Dr. Martina Münch und LSB-Vizepräsident für Leistungssport Wilfried Lausch die gute Basis für optimale Trainingsvoraussetzungen im Brandenburger Spitzensport gefestigt.

Ziel ist laut Vereinbarung „eine Verbesserung des Voraussetzungscharakters des Trainings für künftige sportliche Spitzenleistungen durch begleitende trainingswissenschaftliche Maßnahmen zur Unterstützung der Leistungsentwicklung der Nachwuchsathleten sowie zur Erhöhung der Wirksamkeit des leistungssportlichen Trainings an den Spezialschulen/Spezialklassen Sport.“
Heißt im Klartext: Die Experten des IAT bringen ihre Erkenntnisse und Methoden direkt in die Trainingsarbeit der Brandenburgischen Schwerpunktsportarten ein. Sie unterstützen dabei die Methodik der Trainer der Landesfachverbände und insbesondere die der Lehrertrainer an den Eliteschulen des Sports. Sie analysieren Trainingspläne und die Leistungsentwicklung der Sportler, geben Gesundheits- und Therapieempfehlungen, helfen bei der Auswahl von Talenten und bilden Trainer und Lehrertrainer weiter.
Das IAT ist jedoch nicht nur bei der detaillierten Trainingssteuerung ein wichtiger Partner für den Brandenburger Sport. Durch ihre Analysen können die Wissenschaftler auch die trainingsmethodischen Rahmenkonzepte des Schule-Leistungs-Verbundsystems weiter optimieren.

Die Kosten für diese wertvolle Arbeit trägt das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Der Landessportbund koordiniert die einzelnen Maßnahmen mit dem Olympiastützpunkt und den Sportverbänden auf Landesebene.

Das 1992 gegründete Institut für Angewandte Trainingswissenschaft ist das zentrale Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports. Seine rund 100 Mitarbeiter verzahnen Trainingswissenschaft mit Sozialwissenschaft, Sportmedizin, Ingenieurswesen, Mathematik, Physik und Informatik. So unterstützt das IAT deutschlandweit rund 1.000 Sportler mit ihren Trainern aus 18 Sommersportarten und sechs Wintersportarten. Basis dieser Zusammenarbeit sind längerfristige Kooperationsvereinbarungen mit Spitzenverbänden und Landessportbünden.