Brandenburger Aktive halten trotz Corona-Pause zum Sport

Der Sport im Verein bleibt bei den Brandenburgerinnen und Brandenburgern die Nummer eins, wenn es um ihre aktive Freizeit geht. Daran haben auch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen nichts ändern können. Das belegen die aktuellen Mitgliederzahlen des Landessportbundes Brandenburg e.V. (LSB), die nun vorliegen. Danach musste der LSB zwar erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte einen Rückgang seiner Mitgliederzahlen hinnehmen, doch blieb dieser bei insgesamt 343.752 (2020: 355.190) Mitgliedern mit einem Minus von 3,22 Prozent angesichts der einschneidenden Beschränkungen der vergangenen Monate moderat.

Das sieht auch LSB-Präsident Wolfgang Neubert so. „Wir alle erleben gerade eine sehr schwierige Zeit, in der gute Nachrichten sowohl im Sport als auch abseits davon eher selten sind. Daher freuen wir uns als Sportland umso mehr, dass unsere Aktiven ihren Vereinen auch in dieser problematischen Phase die Treue halten.“ Und das, obwohl es seit Monaten kaum Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten gebe. „Genau das aber macht unsere Sportfamilie aus, dieser Zusammenhalt, der weit über das Spielende oder den Mattenrand hinausgeht“, erklärt Neubert nicht ohne Stolz. Doch der LSB-Präsident warnt zugleich, dass sich weder der Sport noch die Gesellschaft darauf ausruhen dürfen. Deswegen verbindet er die Verkündung der neuen Mitgliederzahlen mit einem erneuten Aufruf an die Politik, die Pandemie-Maßnahmen gerade auch im Sport immer wieder neu zu hinterfragen – besonders mit Blick auf die Jüngsten in der Mark. Denn gerade bei den bis 14-Jährigen war der Rückgang der Aktiven mit 5.355 (ein Minus von fast 6 Prozent) auf nunmehr 87.558 überdurchschnittlich hoch. „Jedes Kind, das seinen Platz im Sport nicht findet, schmerzt nicht nur unsere Vereine und die betroffenen Kinder und ihre Eltern“, so Neubert. „Es wird auch unserer gesamten Gesellschaft weh tun, wenn eine ganze Generation weder sportlich aktiv ist, noch die Gemeinschaft und das soziale Miteinander in unseren Vereinen mit all ihren Spielregeln kennenlernt.“

Die Spitze der mitgliederstärksten Kreis- bzw. Stadtsportbünde hat weiterhin Potsdam (32.180, -1.497) inne vor Potsdam-Mittelmark (30.017, -411) und Oberhavel (24.889, -297).

Brandenburgs größte Fachverbände sind der Fußball-Landesverband Brandenburg (81.526), der Handball-Verband Brandenburg (12.531) und der Märkische Turnerbund Brandenburg (12.413).

Detaillierte Analysen der Mitgliederbestandserhebung 2021 gibt es hier.