Land Brandenburg bekennt sich zum Spitzensport

Die Sportfördergruppe der Polizei erhält Zuwachs. Innenminister Karl-Heinz Schröter ernannte am 26. September in Potsdam acht junge Brandenburger Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zu Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärtern. „Brandenburg sagt damit ‚Ja‘ zum Spitzensport und übernimmt Verantwortung bei der Sicherung der beruflichen Zukunft von jungen Sportlern“, betonte Schröter. Sportler, die für Brandenburg und Deutschland Medaillen erkämpften, seien aber „auch ein Aushängeschild für das Land“.

Für den Präsidenten des Landesportbundes Brandenburg, Wolfgang Neubert, ist die Sportfördergruppe ein Gewinn für Gesellschaft und Sportler gleichermaßen: „Die Spitzensportlerinnen und -sportler haben unserem Land bereits in zahllosen nationalen und internationalen Wettbewerben ein Gesicht gegeben, haben erfolgreich unsere Werte weitervermittelt und jungen nachrückenden Talenten sportlich als Vorbild gedient. Sie wissen sich zu behaupten, scheuen keine Konkurrenz und wissen um ihre Stärken. All das macht sie in meinen Augen zu den perfekten Anwärtern auf eine Stelle im Dienst unserer Gesellschaft, die mit so viel Verantwortung verbunden ist wie kaum eine zweite. Gleichzeitig können sich die Athleten weiterhin und sorgenfrei auf ihren Sport konzentrieren, denn ihre Zukunft und Karriere, auch abseits des Sports, sind ab heute gesichert.“

Die Sportschützinnen Josefin Eder und Franziska Kurzer (beide Schützengilde Frankfurt an der Oder 1406), die Fußballerinnen Anna Gasper und Bianca Schmidt (beide 1. FFC Turbine Potsdam) sowie die Ringer Ilja Matuhin (RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder)) und Karan Mosebach (1. Luckenwalder SC), der Radsportler Christian Koch (RK Endspurt 1909 Cottbus) und der Leichtathlet Max Pietza (SC Potsdam) beginnen am 4. Oktober parallel zu Training ein Bachelor-Studium zum Polizeikommissar an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg.

Info: Die Sportfördergruppe der Polizei besteht seit 2012. Seither erhalten im Zweijahres-Takt junge Spitzensportlerinnen und Spitzensportler des Olympiastützpunkts Brandenburg die Möglichkeit, bei der Brandenburger Polizei ein Bachelor-Studium zu beginnen. Das Studium wird in enger Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und Trainern individuell an Training und Wettkämpfe jeder Sportlerin und jedes Sportlers angepasst. Derzeit gehören der Polizei-Sportfördergruppe 16 Sportlerinnen und Sportler an – unter ihnen Fußball-Olympiasiegerin Tabea Kemme. An der Landesschule und Technischen Einrichtung für den Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) besteht außerdem seit 2007 eine weitere Sportfördergruppe, in der Spitzensportler neben Training und Wettbewerben zu Brandmeistern ausgebildet werden, so wie Kanu-Olympiasieger Jan Vandrey.