Bahnrad-WM: 3 x Gold für Friedrich, 2 x Gold für Hinze

Glücklich: Dreifach-Weltmeisterin Lea Sophie Friedrich Bild: Bund Deutscher Radfahrer

Was für ein Erfolg: Lea Sophie Friedrich hat bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft im französischen Roubaix am letzten Tag souverän ihre dritte Goldmedaille eingefahren und damit den Titelkämpfen endgültig den Brandenburger Stempel aufgedrückt. Nach Siegen im Teamsprint und 500-m-Zeitfahren gewann sie am Sonntag auch das Keirin-Finale und ist damit die erfolgreichste Teilnehmerin dieser WM. Gemeinsam mit Teamkollegin Emma Hinze, die am Freitag Gold im Sprint gewann, holte die Neu-Cottbuserin insgesamt vier Titel und eine Vizemeisterschaft. Damit waren die beiden Fahrerinnen, die am Olympiastützpunkt in Cottbus trainieren, maßgeblich am wohl besten deutschen WM-Ergebnis aller Zeiten beteiligt. An den sechs Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen des Bundes Deutscher Radfahrer in Frankreich hatte mit Nik Schröter vom RSC Cottbus (Bronze im Teamsprint) ein weiterer märkischer Athlet seinen Anteil.

Gold – Silber – Gold – Gold: Mit dieser Bilanz krönte sich Lea Sophie Friedrich (Theed Projekt Cycling) zur besten Teilnehmerin der diesjährigen Titelkämpfe. Nach Gold im Teamsprint und Zeitfahren sowie Silber im Sprint siegte die 21-Jährige zum Abschluss der Titelkämpfe auch im Keirin Titelverteidigerin Emma Hinze hatte zuvor ihren Start im Keirin kurzfristig abgesagt. Auch Friedrich selbst war nach ihrem Zeitfahr-Titel einen Tag zuvor am Abschlusstag nicht komplett fit an den Keirin-Start gegangen: „Das war mental ein harter Tag. Ich war kurz davor, das Rennen aus gesundheitlichen Gründen abzubrechen.“ Doch ihr Siegeswille und der Kampfgeist waren größer bei der 21-Jährigen. „Ich wollte unbedingt dieses Trikot. Das Ergebnis ist nicht zu toppen – es ist überhaupt nicht greifbar“, schwärmte sie anschließend glücklich – zurecht. Sie fuhr ein perfektes Finale, hatte das Rennen in ihrer Hand und sah schon eingangs der Schlussrunde wie die klare Siegerin aus.

Auch die zweifache Weltmeisterin Emma Hinze, die nach ihrem Gold im Sprint auch im Keirin als Favoritin gehandelt wurde, war im Anschluss mit Recht glücklich mit ihrer Entscheidung, auf das abschließende Rennen zu verzichten: „Ich bin nicht krank, aber mein Körper hat mir mehrmals gezeigt, dass er eine Pause braucht. Ich hatte bereits im Vorfeld der WM mehr als darüber nachgedacht, mich auf die Disziplinen Teamsprint und Sprint zu konzentrieren und wollte gucken, wie die Disziplinen laufen. Das habe ich getan und bin mehr als zufrieden und stolz auf meine Leistungen. Mir geht‘s gut und ich bin glücklich.“