Antworten auf die Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2009 im Land Brandenburg

Brandenburg wählt am 27. September 2009 einen neuen Landtag. Vereinssportler und -sportlerinnen als stärkste gesellschaftliche Organisation im Lande werden sich bei ihrer Wahlentscheidung auch daran orientieren, wie die einzelnen Parteien und Kandidaten sich zum Sport im Land Brandenburg positionieren. Der Landessportbund Brandenburg ruft zudem alle Bürger auf sich aktiv an der Meinungsbildung zu beteiligen.

Die folgenden Fragen und Forderungen sind wichtige Prüfsteine des Sports zur Landtagswahl:

Wie definiert Ihre Partei Ihr Verständnis zum organisierten Sport in Brandenburg und welche Aufgaben sollte dieser aus Ihrer Sicht haben?
Ehrenamt ist die wichtigste Säule des Sports. Was wird Ihre Partei für die Stärkung und Förderung des Ehrenamtes tun? Das Land Brandenburg unterstützt seit Mitte der neunziger Jahre die Landkreise und kreisfreien Städte in der Wahrnehmung ihrer kommunalen Selbstverwaltungsaufgabe mit der Finanzierung eines bedarfsdeckenden Angebots durch das „Programm zur Förderung von Personalkosten von sozialpädagogischen Fachkräften in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit“. In fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten partizipiert der organisierte Sport von diesem Personalstellenprogramm. Wie steht ihre Partei zu diesem Förderinstrument? Ist die Schaffung hauptamtlicher Stellen zur Unterstützung des Ehrenamtes und für die Verstetigung der sozialen Jugendarbeit im Sport in ihrer Partei ein Thema?
Der Landessportbund betrachtet die öffentliche Sportförderung als staatliche und kommunale Pflichtaufgabe von Land, Gemeindeverbänden und Gemeinden. Wie steht Ihre Partei zur Förderung des Sports als Pflichtaufgabe? Setzt sich Ihre Partei für die kostenlose Überlassung von kommunalen Sportstätten an gemeinnützige Sportvereine ein?
Bedarfsgerechte Sportstätten bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Sportvereine. Wie steht Ihre Partei zu neuen Landes-Programmen, die zielgerichtet die Entwicklung von vereinseigenen und kommunalen Sportstätten berücksichtigen? Wie wollen Sie bei eventuellen Schulschließungen mit den dazu gehörigen Schulsportanlagen umgehen?
Das Aktionsbündnis für den Schulsport fordert seit Jahren die Sicherung eines qualifizierten Schulsports. Was will Ihre Partei unternehmen, um Sport, Spiel und Bewegung in den Kindertagesstätten zu etablieren?
Wie wollen Sie sichern, dass drei Sportstunden erhalten bleiben und der Sportunterricht in den Schulen von ausgebildeten Fachlehrern für die entsprechende Jahrgangsstufe (Grundschule, Sek.I, Sek.II) erteilt wird?
Mit Programmen wie „Integration durch Sport“, „Kick“, „Straßenfußball für Toleranz“, „Sport und Gesundheit“ oder „Seniorensport“ hat der Landessportbund eine regelrechte soziale Offensive des Sports gestartet. Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, dass die sozialen Angebote des Sports aus Jugendmitteln weiter gefördert werden und eventuell zusätzliche Mittel aus dem Landeshaushalt zur Verfügung gestellt werden?
Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport (FSJ) bietet jungen Menschen die Chance, sich zu qualifizieren, freiwillig und verantwortlich in der Gesellschaft zu engagieren und einen Einblick in die Berufswelt zu erhalten. Anerkannte Kriegsdienstverweigerer werden durch das Bundesamt für Zivildienst gefördert. Für den Einsatz von jungen Frauen und ausgemusterten jungen Männern entstehen unverhältnismäßig hohe Kosten. Zur Unterstützung dieser Zielgruppe werden durch den Europäischen Sozialfond Fördermittel bereitgestellt. Unterstützen Sie die Aufstockung der ESF-Mittel zur Erleichterung des Zugangs dieser Zielgruppen zum FSJ im Sport?
Brandenburgs Sportlerinnen und Sportler sind wichtige Botschafter unseres Bundeslandes in Deutschland und der Welt. Wie steht Ihre Partei zur Förderung des Nachwuchsleistungssports und des Leistungssports in Brandenburg, insbesondere zur Förderung der Eliteschulen des Sports ?

Die Antworten der Parteien:

Antworten Bündnis 90/Die Grünen 33 KB
Antworten CDU 95 KB
Antworten DIE LINKE 24 KB
Antworten SPD 305 KB
Antworten FDP (09.09.2009) 32 KB