27 plus 3: Lindemann, Kiraj und Vandrey fahren auch nach Rio und vergrößern Brandenburgs Olympiahoffnungen

Brandenburgs Team für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) wird noch schlagkräftiger. Während der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Montag die beiden Potsdamer Canadierfahrer Jan Vandrey (24 Jahre) und Stefan Kiraj (27) nachnominierte, folgte ihnen am Dienstag Triathlon-Junioren-Weltmeisterin Laura Lindemann. Damit ist das Brandenburger Team bei den Olympischen Spielen auf 30 Athletinnen und Athleten angewachsen.

Mit der Nominierung der beiden Potsdamer Kanuten reagierten der DOSB und der Deutsche Kanu-Verband (DKV) auf den Olympia-Ausschluss der weißrussischen Männer wegen Dopings durch den Internationalen Kanuverband und den damit einhergehenden zwei zusätzlichen Startplätzen für den DKV im Canadier-Bereich. Kiraj wird im C1 über 200 Meter an den Start gehen. Jan Vandrey steigt dagegen mit seinem Clubkollegen Sebastian Brendel in den C2 über 1000 Meter. Dank der beiden zusätzlichen Plätze werden die deutsche Kanuten in allen zwölf Bootsklassen ein Boot ins Rennen schicken – ein Großteil davon bestückt mit Brandenburger Aktiven. Denn neben Brendel, Kiraj und Vandrey werden auch ihre Clubkollegen vom KC im OSC Potsdam, Ronald Rauhe, Conny Waßmuth sowie Franziska Weber, um Olympische Medaillen kämpfen.

Die 20-jährige Lindemann, die ursprünglich von der Deutschen Triathlon-Union (DTU) für die Olympischen Spiele vorgeschlagen, vom DOSB jedoch in der dritten und letzten Nominierungsrunde nicht berücksichtigt wurde, kam nun nachträglich doch noch zum Ticket für ihre erste Teilnahme an den Spielen. Quasi auf der Zielgeraden revidierte der DOSB seine Entscheidung und nominierte die amtierende Junioren-Weltmeisterin kurz vor der Schließung der offiziellen Starterlisten. Lindemann hatte von den von der Deutschen Triathlon-Union vorgeschlagenen Athletinnen und Athleten ohne Normerfüllung die beste Platzierung in einem WTF-Rennen vorzuweisen und hat nach sportfachlicher Einschätzung des DOSB unter Berücksichtigung der zuletzt gezeigten Form gute Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden, begründete der DOSB die Nominierung.